von rem 17.01.2015 09:28 Uhr

Exklusivinterview – Philipp Burger lässt in seine Kindheit blicken

Kürzlich hat die Rockband Frei.Wild ihr neues Lied und Video „Unvergessen, unvergänglich, lebenslänglich“ vorgestellt. UT24 bringt ein Exklusivinterview mit Philipp Burger. Dabei lässt er tief in seine Kindheit blicken. Der Rocksänger war Fan von den Zillertaler Schürzenjägern, hat Blockflöte und Ziehharmonika gespielt und hat seinem Jugendfeind auf den Fahrradsitz gepisst.
Frei.Wild aus Südtirol / Philipp Burger als Kind - Foto: frei-wild.net

Hallo Phillipp, weichen wir heute mal von den üblichen Fragen ab, bleiben inhaltlich aber trotzdem beim aktuellen Song und stellen einen Bezug zu deiner Kindheit her. Immerhin geht es im neuen Lied auch darum.

Kindheit – Der Blick auf alte Bilder?

Ja, der macht glücklich und zwar aus dem Grund, weil ich mit ihr eine wirklich sehr wunderschöne Zeit verbinde. Manchmal schaue ich mir alte Bilder an und merke, wie meine Mundwinkel, ohne sonst was dafür zu tun, nach oben schießen. Ja, alte Bilder können was…

Erste Kindheitserinnerung?

Ich glaube, das war die Geschichte an einem Nachmittag, als ich gemeinsam mit meiner großen Schwester auf meinen Vater und meine Mutter gewartet habe. Sie haben meine kleine Schwester aus dem Krankenhaus abgeholt. Also nach der Geburt. Oma hat aufgepasst und ich wenig gefolgt. (lacht)

Schöne Erinnerungen. Die Schönste?

Mein erstes BMX, mein erster Einsatz als Ministrant – mega stolz, das erste Zeltlager bei den Pfadfindern, das “Schwemmeklauben” mit meinem Vater. Ach, da sind so viele, müsste jetzt was erfinden, um die zweite Frage zu beantworten.

Dieses Foto sollte es besser nicht geben…

So ziemlich jedes, ab 2 Promille. (lacht)

 

Unvergessen – Was bleibt unvergessen, unvergänglich, lebenslänglich?

Die Historie, ja, die Vita eines jeden Einzelnen, schlussendlich alle erlebten Dinge können unvergessen, unvergänglich, lebenslänglich sein. Man muss es nur zulassen und dafür kämpfen, auch prägende Momente erleben zu dürfen.

Als Lausbub Schlimmes angestellt…

Habe meinem gleichaltrigen Nachbarn, der aus dem 2. Stock frech nach oben geschrien hat, runter gespuckt. Er hat mich unfassbar beschissen behandelt. Habe ihm dann den Fahrradsessel seines neuen Fahrrades durchbohrt und vor seinen Augen darauf „gepisst“. Aber genau diese Sache fiel mir bei der Erstbeichte als Erstes ein, der Pfarrer lachte…

Der beste Freund?

Ist etwas, wofür man immer wieder alles geben muss. Auch Freundschaft will gepflegt werden.

Schon immer heimatverbunden…

Auf jeden Fall, nur wenn ich weiß, wo ich zuhause bin und dieses auch liebe, weiß ich, wo ich hin will. Ich wurde so erzogen und bin dankbar dafür, absolut weltoffen und dennoch heimatverbunden zu sein.

 

Musik – Als Kind auch schon Musik gemacht?

Ja, Blockflöte und Ziehharmonika.

Das Talent kommt von…

ungefähr. (lacht)

Damals Fan von… 

den Zillertaler Schürzenjägern.

 

Pubertät – Vom Kind zum Jugendlichen. Guter Übergang?

Auf jeden Fall, ein sehr guter, bin ja immer noch total jugendlich. (haha)

Pubertät gut überstanden?

Ja, wenn auch sie mir bis heute nachhängt, würde ich Vieles anders machen. Doch im Grunde genommen war es ein wichtiger Entwicklungsprozess, der mich Vieles gelehrt hat.

Erste Lust und Liebe?

Mit 12- 13 die Lust, Baywatch sei Dank (lacht) und die Liebe etwas später.

Und der erste Rausch…

Mit 15, aber welchen…

 

Zum Heute – Geistig frei, oder innerhalb Mauern gefangen?

Ich versuche so frei wie möglich zu sein, in allen Bereichen. Was ich aber dennoch nicht ganz schaffe, Beruf, Familie, Charakter sei Dank. Aber auch diesen Dingen schulde ich es, alles zu geben, weil ich sie liebe und sie mir das Beste bieten was ich habe, Freude und Glück.

Vergangene Tage – Früher oder heute besser?

Das Leben ist keine Konstante, es ist ein Kurve, geht rauf und runter und rauf und runter, also egal für mich, ich mag alles.

Gibt’s was zu beklagen? Raus damit.

Nein, zu klagen gibt es nichts, weil es nichts bringt. In der Tat aber würde ich mir manchmal mehr Schlaf wünschen. Aber hey, auch das werde ich hinkriegen.

Älter geworden…

Nur von den Jahren her (lacht). Nein, aber ich würde keinen Tausch machen, wieder 20 zu sein, glaubt mir das. Es ist gut so wie es ist und wie alt man ist. Gut muss es sich anfühlen.

Danke Philipp, wir danken dir für die netten und ehrlichen Worte. Alles Gute dir und deinen Kumpels mit eurem neuen Song „Unvergessen, unvergänglich, lebenslänglich“ und dem in Kürze erscheinenden neuen Album „Opposition“! UT24 wird weiterhin berichten.

Nun kommen wir aber zum Video, es kann hier angesehen werden:

Video „Unvergessen, unvergänglich, lebenslänglich“

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