von gru 17.11.2014 00:05 Uhr

Die Toblacher Bildungswoche 2014 ist Geschichte

In den vergangenen Tagen ging die diesjährige "Toblacher Bildungswoche" über die Bühne. Thema war der Jahresregent 2014/15: Der 1. Weltkrieg in Tirol.
Das Thema des Vortrags. Photo: ut24

Am Samstag, dem 15. November, ging die diesjährige Toblacher Bildungswoche zum Thema „Der 1. Weltkrieg“ zu Ende.

War die jährlich im November stattfindende Veranstaltungsreihe schon bisher immer ein großer Erfolg gewesen, so hat das gegenwärtig omnipräsente Thema die Zahl der interessierten Besucher aus dem näheren und weiteren Umkreis noch einmal merklich gesteigert.

3 Vorträge an 3 Abenden

Den Auftakt machte bereits am 11.11. Rolf Steininger mit einer allgemeinen Einführung zum Thema, zwei Tage später gefolgt von Gunda Scalmani-Barth, mit einem Vortrag zu ihrem Forschungsschwerpunkt „Frauen im 1. Weltkrieg“.
Den Abschluss und Höhepunkt bildete schließlich Reinfrid Vergeiners Beitrag zur „k.u.k. Sperre Landro-Plätzwiese 1884-1917“.

Ein Hochkaräter der k.u.k. Festungsforschung

Mit dem aus dem Pustertal stammenden und mittlerweile in Wien lebenden Vergeiner war es den Veranstaltern gelungen, einen Hochkaräter der Festungsforschung nach Toblach zu holen:

Der Referent ist Mitglied der renommierten „Österreichischen Gesellschaft für Festungsforschung“, welche sich der Erforschung und der Erhaltung der Befestigungsanlagen der k.u.k. Monarchie, von Gallizien bis Tirol und von der Donau bis nach Montenegro verschrieben hat.

Die Sperre Landro-Plätzwiese

Die hohen Erwartungen des Publikums wurden über die vollen 90 Minuten der Ausführungen mehr als erfüllt, denn anhand von Archivmaterial und ausgezeichneten historischen Photographien gelang es dem Referenten, ein vollständiges Bild des österreichischen Befestigungswesens in den Dolomiten und speziell der Sperre Landro-Plätzwiese auf dem Gemeindegebiet von Toblach zu zeichnen.
Die Veranstaltung wurde von Schülern der Musikschule Toblach musikalisch begleitet, eine Photoausstellung im Vortragssaal ermöglichte Eindrücke von der Hochgebirgsfront einst und jetzt.
Im Anschluss lud der Bildungsausschuss Toblach alle Besucher noch zu Speis und Trank.

Zum Abschluss reger Informationsaustausch

Die zahlreich anwesenden Interessierten, unter ihnen Historiker und Autoren einschlägiger Fachbücher zu speziellen Aspekten des Krieges 1914-18, nutzten diese Gelegenheit eifrig zum Austausch von Ergebnissen ihrer Arbeit und zum Knüpfen neuer Kontakte.
Bei dieser Gelegenheit berichteten Besucher, welche alle drei Vorträge gehört hatten, von ihren Eindrücken der heurigen Bildungswoche:

Kopfschütteln über Steininger – Applaus für Scalmani-Barth und Vergeiner

Während das Referat von Herrn Steininger vor allem durch technische Schwierigkeiten, Problemen mit der Verständlichkeit des Vortragenden und teilweise vom Thema abweichenden Ausführungen aufgefallen sein soll, ernteten die Vorträge von Frau Scalmani-Barth und Herrn Vergeiner allseits großes Lob.
Mit dieser Veranstaltung hat sich die Gemeinde Toblach erneut als eines der führenden kulturellen Zentren Tirols in ein gutes Licht gestellt.

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