In den Kobalt-Minen des zentralafrikanischen Landes, aus denen laut Amnesty mehr als die Hälfte des weltweiten Kobaltbedarfs gedeckt wird, riskierten demnach schon Kinder ab sieben Jahren ihr Leben und ihre Gesundheit. Die Menschenrechtsorganisation hatte darauf schon Anfang 2016 in ihrem Bericht „This is what we die for“ (Dafür sterben wir) hingewiesen.

Durch den steigenden Bedarf an effizienten Energiespeichern in Elektroautos, Smartphones und für erneuerbare Energien steige auch die Nachfrage des für diese Technologien verwendeten Kobalts, erklärte Amnesty. Doch von den 29 untersuchten Unternehmen sei keines seinen Sorgfaltspflichten zur Offenlegung und Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen hinreichend nachgekommen.

Besondere Defizite weist dem Bericht zufolge die Autobranche auf. BMW habe sich „in einigen Aspekten verbessert“ und schneide unter den Autoherstellern als bester ab, zeige jedoch weiterhin „deutliche Mängel“. Volkswagen und Daimler wiesen demnach „erhebliche Mängel“ auf.

Einige Unternehmen hätten die Kontrollen der Kobalt-Lieferketten zwar verbessert, seien aber noch weit davon entfernt, lückenlos zu prüfen, erklärte der Amnesty-Experte Mathias John.

Bei allen Unternehmen mangele es an Transparenz. Deshalb bestehe die Gefahr, dass der Käufer eines Smartphones, Laptops oder E-Autos unwissentlich Kinderarbeit fördere, erklärte Amnesty. Die neue Bundesregierung müsse deshalb „endlich verbindlich die Einhaltung von Sorgfaltspflichten vorschreiben“. Das Thema gehöre deshalb auch in die derzeitigen Sondierungsverhandlungen für eine Jamaika-Koalition.

Alle kobaltverarbeitenden Unternehmen in der Lieferkette müssten im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für Minerale ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht erfüllen, forderte Amnesty. Das gelte von der Mine über die Verhüttung bis zur Produktionsstätte. Bei Menschenrechtsverstößen müssten sie Gegenmaßnahmen ergreifen und für Abhilfe sorgen.

(SERVICE: )

Der Mann klammert sich an den Beinen des Piloten fest, während dieser weiter an Höhe gewinnt. Mehr als eine Minute dauert das Spektakel, bis es hinter einigen Bäumen zu enden scheint.

Hochgeladen wurde das Video vergangene Woche auf Facebook. Seit dem schauten sich über 40.000 Nutzer den Clip an.

Die Adelige – die Verbindungen dieser Familie reichen bis ins Haus Habsburg – erbte in jungen Jahren von ihrem Vater in der Schweiz rund 7,2 Millionen Euro. Das Geld war bei einer kleinen Schweizer Bank angelegt, unter anderem auch in Gold und Edelsteinen. Als die Frau in die Steiermark zog, witterte ihr neuer Versicherungsagent das große Geld: Er überredete sie, das Vermögen von der Schweiz zu seiner Versicherung zu transferieren, was die Frau auch tat. Es fiel eine hohe Provision für den findigen Makler an, doch das ist, wie das Gericht feststellte, nicht strafbar.

Doch dann trat seine Schwester (53) – ebenfalls bei der Versicherung beschäftigt – auf den Plan. Sie soll zusammen mit ihrem Mann (53) nun das Vermögen der Frau zu einer anderen Versicherung verschoben haben und auch von einem Depot ins nächste. „Es begann ein einmaliges, brillantes Verwirrspiel“, formulierte es ein Freund des Opfers, der die Sache aufdeckte. Schließlich wurden auch die Gold- und Edelsteinreserven aufgelöst und dieses Geld ebenfalls bei der Versicherung investiert.

Wie sich aber im Zuge der Ermittlungen herausstellte, bezahlte die blaublütige Unwissende jedes Monat doppelt: Sie überwies einerseits der Versicherung die Prämien für tatsächlich existierende Polizzen, andererseits noch einmal die gleiche Summe auf ein Konto der Angeklagten. Um ihr Treiben zu verschleiern, schärfte die Beschuldigte ihrem Opfer ein, die Post von der Versicherung immer ungeöffnet – „damit nichts verloren geht“ – zu ihr zu bringen. Auch Unterschriften sollen gefälscht worden sein, um Geld auf ein Privatkonto zu schaffen. Das ging laut Staatsanwalt Hansjörg Bacher von 2001 bis 2009 so, dann wurde ein Freund der Frau misstrauisch und begann, die Unterlagen zu überprüfen. Schließlich flogen die Machenschaften auf, was nicht nur eine Strafanzeige, sondern auch mehrere Zivilverfahren nach sich zog, die noch nicht abgeschlossen sind.

Der Schöffensenat verurteilte die 53-Jährige wegen schweren Betruges zu viereinhalb Jahren Haft, ihr Mann wurde wegen Geldwäscherei zu einer Strafe von zwei Jahren, davon acht Monate unbedingt, verurteilt. Beide Angeklagten erbaten sich Bedenkzeit, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die heute vorherrschende, sehr intensive Nahrungsmittelproduktion belastet die Natur zum Beispiel durch Überdüngung, hohe Stickstoffüberschüsse und Pestizide, erklärte Karlheinz Erb vom in Wien ansässigen Institut für soziale Ökologie der Universität Klagenfurt. Diese negativen Auswirkungen könne man durch eine weltweite biologische Bewirtschaftung stark reduzieren.

Allerdings sind die Erträge bei Bio-Landbau im Durchschnitt geringer als in der konventionellen Landwirtschaft. Deshalb braucht es ein paar Begleitmaßnahmen, damit keine zusätzlichen Flächen beansprucht und Wälder gerodet werden müssen, sagte Erb im Gespräch mit der APA.

Wenn die Menschen um ein Drittel weniger Fleisch und andere tierische Produkte essen, und um die Hälfte weniger Nahrungsmittelabfälle produzieren, könnte man bei gleichem Flächenverbrauch selbst die 9 Milliarden Menschen, die im Jahr 2050 auf der Erde leben werden, mit Bio-Produkten versorgen, berechneten die Forscher um Adrian Müller vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick in der Schweiz. Die meisten Nahrungsmittelabfälle entstehen entlang der Produktionskette, und hier gäbe es noch großes Optimierungspotenzial, so Erb.

Außerdem sollte man Ackerland nicht für den Anbau von Nutztier-Futter verschwenden. Dadurch würde genug Fläche frei, dass allumfassender Biolandbau möglich ist. Außerdem könnte man dann mehr Hülsenfrüchten und anderen Eiweiß-reiche Pflanzen kultivieren, um eine Verringerung von tierischen Eiweißstoffen in der Ernährung zu kompensieren.

APA

In der Nacht auf den 1. Oktober soll der Mann einer 30-jährigen Nachtschwärmerin, die ihr Handy verloren hatte und es auf der Straße suchte, Hilfe angeboten haben. Sie solle ihn zu seinen Freunden begleiten, diese hätten ein Mobiltelefon, sagte damals der Verdächtige. Die Frau folgte dem Mann zu einem Skaterpark an der Donau. Dort fiel er angeblich über sie her und vergewaltigte sie.

Wenige Tage später kam es zu einem weiteren Übergriff, den die Polizei als versuchte Vergewaltigung einstuft: Der 21-Jährige soll eine 22-Jährige von der Nibelungenbrücke weg bis nach Hause verfolgt und im Eingangsbereich des Gebäudes bedrängt haben. Das Opfer entkam.

In der Nacht auf den 1. November soll er dann versucht haben, über eine 19-Jährige herzufallen, die gerade am Heimweg von einer Veranstaltung war. Die Frau wehrte sich heftig. Sie zerkratzte dem Angreifer das Gesicht und schlug ihn in die Flucht. Zehn Minuten später griff eine Streife den 21-Jährigen auf. Zu diesem Zeitpunkt habe man wegen der zurückliegenden Vorfälle bereits verstärkt Präsenz gezeigt, so Pilsl.

Der Asylwerber, der seit 2016 in Österreich ist und zuletzt im Stadtteil Urfahr gewohnt hat, wurde festgenommen. Er gebe die Attacke in der Halloween-Nacht zu, beschönige sie aber, berichteten Pilsl und der Linzer Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter. Die beiden anderen Taten streite er aber ab. DNA-Spuren würden ihn jedoch in allen drei Fällen belasten, betonten die Ermittler.

Im vorliegenden Fall seien bereits aufenthaltsbeendende Maßnahmen in Kraft, sagte Pilsl. Der Mann soll also abgeschoben werden, sobald die Justiz seinen Fall abgeschlossen hat. Ob weitere Taten auf sein Konto gehen könnten, sei noch Gegenstand von Ermittlungen, erklärte Pogutter. Er halte es für möglich, dass es auch welche gebe, die noch gar nicht angezeigt wurden. Vor den Übergriffen, derer er verdächtigt wird, sei der Mann nicht strafrechtlich aufgefallen.

Pilsl wies darauf hin, dass die Zahl der Vergewaltigungen im öffentlichen Raum zuletzt angestiegen sei und eine nicht unerhebliche Zahl davon auf das Konto afghanischer Täter gehe. Heuer seien in Linz im öffentlichen Raum bereits 21 Vergewaltigungen bzw. Vergewaltigungsversuche verübt worden, rechnete er vor. Das seien um sechs mehr als im ganzen Jahr 2014, die Zahl sei also seit der Flüchtlingswelle angestiegen. Von diesen 21 Taten seien 17 geklärt worden, sechs würden auf das Konto von afghanischen Tätern gehen, acht auf das von Österreichern. Insgesamt hingegen – also nicht allein auf den öffentlichen Raum bezogen – sei die Zahl der Vergewaltigungen in Linz seit 2014 zurückgegangen.

APA


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Auf der Facebook-Seite der Süddeutschen Zeitung Sport wurde das Panini-Bild der Italiener für die WM-2018 in Russland veröffentlicht. Nur leider ganz ohne Mannschaft.


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Für Italien-Torhüter Gigi Buffon war das Spiel im Giuseppe-Meazza-Stadion sein Letztes für die italienische Nationalmannschaft. Aber Gott sei Dank „geht es Alessio gut“. Foto: SPOX.com



WM-Traum geplatzt! Italien fährt nicht nach Russland
Finito! Für Italien ist der Traum von der WM 2018 geplatzt!

Diese Teams fahren zur WM: http://tiny.cc/NO_ITALY

Posted by ran on Montag, 13. November 2017


Die deutsche Fußball-Sendung „ran“ bringt es mit einem kurzen und knackigen Posting auf den Punkt, was da gestern in Mailand passiert ist. Italien ist nämlich die Luft regelrecht ausgegangen.


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Auch viele Fans der deutschen Nationalmannschaft hatten gestern was zu feiern. Mit Italien wird ein unliebsamer Gegner nämlich gar nicht erst zur WM antreten. Das dürfte die Wahrscheinlichkeit auf den Titel deutlich erhöhen. Foto: SPOX.com


 

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Bei WhatsApp dreht ebenfalls dieses Bild seine. Ob sich die Italiener über diesen neuen Sponsor jedoch freuen werden, darf wohl bezweifelt werden.



Liebe Schalker-Fans, das sollte euch eigentlich freuen. Oder?



Eine Twitter-Perle der besonderen Art 🙂

Ein 36 Jahre alter Mann ist erst vorletzte Woche mit einer hochansteckenden Masern-Erkrankung im Bezirkskrankenhaus von Kufstein aufgenommen worden(UT24 berichtete). Auch hier räumte ein Laborbefund letzte Zweifel aus dem Weg. Das Spital kontaktierte alle Personen, die sich zur selben Zeit wie der Infizierte im Bereich der Ambulanz aufgehalten haben.

„Voller Schutz gegen diese hoch ansteckende Infektionskrankheit ist nur durch zwei Impfungen gewährleistet“, erklärt Impfexpertin Anita Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion Tirol und empfiehlt den Impfpass der Kinder umgehend zu kontrollieren. Bei Impfbedarf sollte die Kinderärztin/der Kinderarzt oder die Hausärztin/der Hausarzt nach telefonischer Voranmeldung aufgesucht werden. Ein Zusammenhang mit dem kürzlich bekannt gewordenen Masernfall im Bezirkskrankenhaus Kufstein ist nicht erkennbar.

Situation wird derzeit geprüft

Da das Kind von Montag bis Mittwoch vergangener Woche während der ansteckungsfähigen Zeit die Schule besuchte, schließt die Landessanitätsdirektion für Tirol weitere Fälle nicht aus. „Da etwa 20 Prozent der Mitschülerinnen und Mitschüler ungeschützt sind, mussten wir mehrere Kinder – um eine Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern – bis 29. November vom Schulbesuch freistellen“, betont BH Platzgummer. Dies erfolgte mittels Bescheid.

Impfaktion vorsorglich durchgeführt

Um das Risiko weiterer Fälle zu minimieren, wurde vom Gesundheitsamt der BH Kufstein heute bereits eine Impfaktion an der Schule durchgeführt. Alle Kontaktpersonen wie Lehrpersonen, Eltern, Großeltern oder Geschwister, die noch nicht gegen die Erkrankung geschützt sind, konnten sich im Rahmen dieser Sicherheitsmaßnahme gegen Masern impfen lassen.

Symptome: Von Husten bis Fieber

Die Krankheit wird über beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßene Tröpfchen übertragen. Im Vorstadium treten Fieber, Schnupfen, trockener Husten und Bindehautentzündung auf. Nach drei bis fünf Tagen erfasst ein großfleckiger Hautausschlag mit neuerlich hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl den gesamten Körper. Die durchschnittliche Dauer der Inkubationszeit beträgt zwei Wochen.

Bei Masern zu Hause bleiben

Sobald sich erste Krankheitszeichen im Zusammenhang mit einem möglichen infektiösen Masernfall entwickeln, sollten die betroffenen Personen zu Hause bleiben und den Kontakt mit anderen nicht geschützten Menschen, insbesondere mit Schwangeren, Säuglingen und abwehrgeschwächten Personen meiden. Außerdem sollte eine Ärztin/ein Arzt über die Sachlage zunächst telefonisch informiert werden. Masern ist eine meldepflichtige Krankheit. Die Therapie ist symptomatisch, muss aber bei schweren Komplikationen wie einer Lungen- oder Gehirnentzündung im Krankenhaus erfolgen.

Kostenlos gegen Masern impfen

Vor Masern geschützt sind Personen, die Masern durchgemacht haben bzw. zweimal mit dem entsprechenden Impfstoff geimpft wurden. Die Impfaktion Tirol ist ein kostenloses Angebot des Landes für Säuglinge, Kinder und Jugendlche in Tirol. Darin sind zwei Impfungen gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) enthalten, die rechtzeitig bis zum Ende des zweiten Lebensjahres verabreicht werden sollten. MMR-Impfungen sind in jedem Lebensalter im Rahmen der Impfaktion Tirol kostenlos.

Gerade die Altersgruppe zwischen 25 und 40 Jahre, welche als schlecht durchimpft angesehen werden muss, sollte das Gratisangebot wahrnehmen. Ungeschützte Kinder dürfen bei Auftreten einer Erkrankung bis zu 18 Tage nicht mehr am Unterricht teilnehmen, sodass bei Eintritt in eine Schule das Vorhandensein eines vollständigen Impfschutzes jedenfalls empfohlen wird.

Bei Fragen sind AmtsärztInnen im Gesundheitsamt der Bezirkshauptmannschaft Kufstein unter Tel. 05372 606 6142 von 8.30 bis 11 und 13.30 bis 16.30 Uhr erreichbar.

Hilfestellung zur Überprüfung des Impfpasses unter http://www.tirol.gv.at/impfungen

Weil die beiden Laster dicht hintereinanderfuhren, wurden Polizisten auf sie aufmerksam. Beamte forderten die zwei aus der Türkei stammenden Fahrer auf, die Anhänger zu öffnen. Dazu wurden auch Zöllner herbeigerufen, da die Ladeflächen verplombt waren. Neben den Waren entdeckten die Polizisten in einem Laster 34 Personen, auf der Ladefläche des zweiten Wagens drängelten sich weitere 44 Menschen.

Es handelte sich dabei um Männer, Frauen und Kinder aus dem Irak, Iran und Syrien, sagte Denisa Balogova, Sprecherin des Polizeipräsidiums der Slowakei. Laut ersten Informationen stiegen die Flüchtlinge in Rumänien zu und sollten über Ungarn und die Slowakei nach Deutschland gebracht werden. Dafür zahlten sie laut Polizeiangaben den Schleppern einen Preis von rund 500 Euro pro Person.

Die Flüchtlinge, allem Anschein nach unverletzt, wurden der Fremdenpolizei übergeben, die türkischen Fahrer festgenommen. Die Polizei hat bereits Ermittlungen wegen Schlepperei eingeleitet, weitere Einzelheiten wolle man erst nach deren Abschluss bekannt geben, hieß es.

Möglicherweise konnte eine Tragödie wie im August 2015 verhindert werden. Damals waren in einem Lkw auf der Ostautobahn (A4) nahe Parndorf 71 qualvoll erstickte Flüchtlinge gefunden worden. Die mutmaßlichen Schlepper und Hintermänner stehen derzeit in Ungarn vor Gericht.

APA

Der Regierungschef rief dazu auf, „massiv“ zu den Urnen zu gehen, um einen Sieg der Unabhängigkeitsgegner zu erreichen. Rajoys führte aus, mit der Wahl werde die Anwendung des Artikels 155 der spanischen Verfassung sichergestellt. Unter Berufung auf diesen Artikel hatte Madrid Katalonien unmittelbar nach der Unabhängigkeitserklärung des katalanischen Regionalparlaments am 27. Oktober seiner Kontrolle unterstellt und die katalanische Regierung abgesetzt. Der spanische Ministerpräsident fügte hinzu, der Wahlsieger müsse sich an die Gesetze halten, wer immer es sei.

Acht der 14 abgesetzten Mitglieder des katalanischen Kabinetts sitzen derzeit wegen Rebellion und Aufwiegelung sowie der Veruntreuung öffentlicher Gelder in Untersuchungshaft. Die abgesetzte Parlamentspräsidentin Carme Forcadell ist gegen eine Kaution von 150.000 Euro auf freiem Fuß.

Der entmachtete Regionalpräsident Carles Puigdemont hatte sich mit weiteren Ministern nach Brüssel abgesetzt, um sich seiner Verhaftung zu entziehen. Madrid verlangt über einen europäischen Haftbefehl seine Auslieferung. Den katalanischen Politikern drohen gemäß Artikel 155 bis zu 30 Jahre Gefängnis. Am Samstag gingen nach Polizeiangaben 700.000 Menschen in Barcelona für ihre Freilassung auf die Straße.

Puigdemont will bei der Wahl im Dezember als Spitzenkandidat der Liste Gemeinsam für Katalonien antreten. Diese soll außer seiner Katalanischen Europäischen Demokratischen Partei (PDeCAT) weitere Gruppierungen der Unabhängigkeitsorganisationen umfassen.

Rajoy sagte in dem Radiointerview, alle abgesetzten Politiker, auch die inhaftierten, dürften zur Wahl antreten. Denn die Justiz habe nicht erklärt, dass sie „nicht wählbar“ seien. Rajoys rechtskonservative Volkspartei (Partido Popular, PP) hatte bei der vorangegangenen Regionalwahl in Katalonien 2015 mit 8,5 Prozent der Stimmen nur den fünften Rang belegt.

APA


UT24:
Hallo Jonas, du machst ja bereit seit längerer Zeit leidenschaftlich Musik. Wie bist du eigentlich dazu gekommen, jetzt auch bei einer Casting-Show mitzumachen?

Das war eigentlich ganz eine hetzige Geschichte. Eine gute Freundin hat mich im Frühjahr darauf angesprochen, da sie davon gehört hat, dass für „The Voice“ gerade die Anmeldungen laufen. Ich habe mir das Ganze dann sehr gut durch den Kopf gehen lassen und mir anfangs nicht viel dabei gedacht. Als ich dann zu Hause war und ein gutes Glas getrunken habe, habe ich mich dann spontan angemeldet. Und irgendwie ist das Ganze dann recht gut angelaufen.

UT24: Erzähl uns doch etwas mehr. Wie ist die ganze Geschichte dann weitergegangen?

Also nach der Anmeldung gibt es für dich als Kandidaten mehrere Möglichkeiten. Du kannst in mehreren Städten Deutschlands an einer Vorausscheidung teilnehmen. Ich war z.B. in München dabei. Dort finden dann drei Ausscheidungsrunden statt, bei denen du dich bewähren musst. In der dritten Runde werden dann auch Videos gemacht. Diese werden dann ausgewertet, bis nur noch wenige Teilnehmer übrig bleiben, die an einer weiteren Runde in Berlin teilnehmen dürfen. Und irgendwie bin ich da immer ganz gemütlich durchgeschlittert (lacht).

UT24: Mittlerweile gibt es in der TV-Landschaft ja unzählige Casting-Show, die zur Auswahl stehen. Warum hat es dich denn ausgerechnet zu „The Voice of Germany“ verschlagen?

Eigentlich hätte ich bei der italienischen Version auch mitmachen können. Aber ich kann einfach so schlecht Italienisch. Das wäre dann ein bisschen peinlich gewesen, wenn ich da auf der Bühne stehe (lacht). Wobei ich auch sagen muss, dass mir die anderen Casting-Shows nicht ganz so seriös vorkommen. Im Vergleich zu DSDS z.B. finde ich „The Voice“ deshalb so gut, weil es hier in erster Linie um deinen Gesang geht. Außerdem lernt man viele interessante Leute kennen, von denen man unheimlich viel lernen kann. Nicht zuletzt ist die Reichweite für dich als Musiker in Deutschland natürlich überaus groß.

UT24: Wie waren denn so die Reaktionen aus deinem Umfeld? Wurdest du vielleicht sogar auf der Straße angesprochen, nachdem der erste Trailer im Fernsehen lief?

Offiziell gemacht wurde meine Teilnahme ja erst gestern (Anm. der Red.: Montag, 13.11.). Natürlich ist es vereinzelt auch schon vorher durchgesickert. Freunde und Kollegen haben mich deshalb immer wieder darauf angesprochen. Zu der Zeit habe ich aber noch nicht viel verraten dürfen. Die Sendung ist ja bereits im Sommer aufgezeichnet worden. Das war dann oft nicht ganz so leicht – vor allem, wenn man vielleicht einmal zu viel getrunken hat (lacht).

UT24: Welche Ziele hast du dir denn persönlich jetzt gesetzt für die Sendung? Möchtest du vielleicht sogar gewinnen?

Rein von der Show her war es mein Ziel, es überhaupt ins Fernsehen zu schaffen – und natürlich mit den anderen Teilnehmern eine coole Zeit zu haben. Aber jetzt wirklich das Ziel gesetzt, die Sendung zu gewinnen, habe ich mir eigentlich nicht. Ich finde nämlich, dass man bereits in den vergangenen Ausgaben gesehen hat, dass die Gewinner nicht wirklich lange musikalisch bestehen. Nichts desto trotz gibt man natürlich immer sein Bestes und will so weit als möglich kommen.

UT24: Solltest du es dennoch ins Finale schaffen, werden die Zuschauer über Telefon den Sieger bestimmen. Leider dürfen die Südtiroler dann nicht für dich anrufen. Ein Nachteil?

Ja, das stimmt leider. Man darf nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anrufen. Aber das ist jetzt schwierig einzuschätzen. Natürlich hat man in einem solchen Fall einen kleinen Nachteil, weil deine ganzen Freunde und Bekannten vom Voting ausgeschlossen sind. Dennoch denke ich, dass das auch so zu schaffen wäre.

UT24: Welche Tipps würdest du jungen Musikern geben, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, an einer Casting-Show teilzunehmen? Lohnt es sich deiner Meinung nach?

Es ist auf jeden Fall eine bärige Erfahrung. Vor allem deshalb, weil man haufenweise Leute kennenlernt, die die gleiche Interessen haben wie du. Alle machen Musik, man verbringt viel Zeit miteinander, und tauscht sich aus. Ich denke, das ist sicher eine tolle Erfahrung, die man nie wieder vergisst. Deswegen würde ich es eigentlich jedem empfehlen. Man darf natürlich nicht mit zu vielen Erwartungen an die ganze Sache herangehen. Wenn es aber klappt, ist es für dich logisch eine tolles Sprungbrett und eine Werbeplattform. Danach muss man aber immer schauen, das Beste daraus zu machen und dran zu bleiben.


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Südtiroler schafft es in deutsche Casting-Show – VIDEO


Livia Borsoi vom Departement für Prävention überbrachte die Grüße der Pflegedirektorin, die terminbedingt nicht anwesend sein konnte und wies darauf hin, dass Kinder und Senioren am häufigsten von häuslichen Unfällen betroffen seien: „Diese Broschüren bzw. die Checkliste können somit eine wertvolle Hilfestellung geben“.

Sanitätsassistent Lukas Waldner aus Meran arbeitete die Texte mit Kolleginnen aus den anderen Bezirken aus und kann bestätigen: „Ich bin selbst Vater eines Kleinkindes und weiß nicht zuletzt deshalb, dass Kinder einfach Entdecker und Forscher sind, sie krabbeln, laufen, toben, klettern und springen. Es ist nicht immer einfach für die Eltern, die Kleinen im Auge zu behalten – kurz nicht hingesehen und schon ist es passiert: Ein Sturz, ein Schnitt, ein Stoß kommen häufiger vor, als man denkt. Wir wollten mit unseren Broschüren vor allem helfen, Gefahrenquellen zur erkennen oder zu vermeiden. Denn jeder Unfall ist einer zu viel.“

„Jeder Mensch reagiert anders auf kritische Situationen. Während die einen ruhig bleiben und ausweichen, werden andere nervös und machen gar nichts mehr“, weiß SBJ-Landesleiterin Angelika Springeth. „Wir wollten daher beim Mädchenbildungsseminar ganz bewusst kritische Situationen üben.“, so die Landesleiterin.

Zu Beginn vom Seminar gab es eine kleine Einführung durch den Instruktor Tobias Geier. Er gab den Mädchen Sicherheitstipps: „Das Wichtigste ist, nicht bei den Reifen zu sparen. Sie sind unsere Verbindung zum Boden. Ebenso kommt es auf die richtige Sitzposition an, um schnell reagieren zu können“.

Von der Notbremsung bis hin zu Schleudersituationen

Dann ging es für die Teilnehmerinnen auf die Fahrbahn. Bei der ersten Station durften sie ein Slalom absolvieren. Gleich im Anschluss sollten sie die Notbremsung üben. „Es war interessant zu sehen wie sehr sich der Bremsweg erhöht, wenn man auch nur wenige km/h schneller fährt. Der Unterschied zwischen rutschiger und trockener Fahrbahn war ebenso groß“, erzählt die Landesleiterin. Durch Bremsen und ausweichen versuchten die Mädchen plötzlich auftauchenden Hindernissen auszuweichen. Manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg.

„Wenn einem im Straßenverkehr auffällt, dass man nicht mehr im Stande ist auszuweichen, ist es für die Sicherheit des Fahrers besser frontal in ein Hindernis hineinzufahren, als ins Schleudern zu geraten und womöglich seitlich aufzuprallen“, erklärte Tobias Geier zum Verletzungsrisiko. Um auch die Schleuderplatte zu überwinden, brauchte es viel Fingerspitzengefühl und Konzentration. Auf rutschiger Fahrbahn ist es besonders schwierig die Kontrolle über das Auto zu halten, wenn man mit dem Hinterreifen ausbricht. Auch im nassen Kreisverkehr konnten die Mädchen sehen, was mit ihrem Auto passiert, wenn sie bei Regen zu schnell in eine Kurve fahren. Am Ende jeder Übung wurde noch das Erlebte mit dem Instruktor besprochen und die Situationen analysiert.

Die erste Ausbildung fand 2013 in Südtirol statt und wurde jährlich in enger Zusammenarbeit mit dem Verbandsmanagement Institut (VMI) der Universität Freiburg/CH wiederholt.

Der Lehrgang basiert auf eine langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Verbandmanagements Institut der Uni Freiburg, dem Bayerischen Roten
Kreuz (BRK), dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) und dem Weißen Kreuz (WK). Heuer nahmen 31 Führungskräfte am Lehrgang teil, zum ersten Mal auch Mitarbeiter/-innen des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland, mit dem das Weiße Kreuz bereits seit vielen Jahren im Rahmen von Samaritan International eng zusammenarbeitet.

Diese bunte Vielfalt von Teilnehmern aus anderen Rettungs- und Zivilschutzorganisationen soll einen organisationsübergreifenden Austausch und die Vernetzung ermöglichen und damit einen entscheidenden Mehrwert bieten.

Eine professionelle Vereins- und Verbandsführung ist unerlässlich, um die Aufgaben im dritten Sektor auch in Zukunft bewältigen zu können. Immer mehr NPOs bedienen sich moderner Managementinstrumente, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Vorbereitung der Führungskräfte, um diese Instrumente zielgerichtet und kompetent einsetzen zu können, ist
eine der zentralen Zielsetzungen der Ausbildung.

Bereits jetzt steht fest, dass auch 2018 ein weiterer Lehrgang angeboten wird, um kontinuierlich eine Weiterbildung für Führungskräfte zu ermöglichen und gleichzeitig den Austausch zwischen den Organisationen zu fördern.

„Die Linie Hubers und des gesamten PD zum Thema mehrsprachige Schule ist höchst bedenklich und birgt für die deutsche Volksgruppe eine große Gefahr. Erwiesenermaßen besteht bei Zusammenkünften von deutsch- und italienischsprachigen Südtirolern überwiegend die Tendenz, Italienisch zu sprechen – ein Automatismus, der vor allem bei Kindern und Jugendlichen beobachtet werden kann. Langfristig würde eine mehrsprachige Schule zur Assimilation vieler Südtiroler führen“, warnt Brachetti.

Ebenso warnt er vor der von Huber angekündigten Aufweichung des Proporzes im Gesundheitswesen. Nicht nachvollziehbar ist für Brachetti Hubers Aussage, dass diese Maßnahme ein wichtiges Signal wäre. „Wichtiges Signal wofür? Für die Verhöhnung der Zweisprachigkeitspflicht und damit für die weitere Aushöhlung unserer Autonomie?“, fragt Brachetti.

Auch mit Hubers angekündigter Neuauflage des Wahlpaktes des PD mit der Südtiroler Volkspartei hat Brachetti keine Freude: „Mit der unseligen Allianz SVPD, mit der sich die SVP vom PD erneut wird das Koalitionsprogramm diktieren lassen, wird nicht nur alles beim Alten bleiben, sondern die Reise wird noch entschlossener in Richtung Italianisierung und in Richtung Rom gehen. In der Vergangenheit haben die beiden Parteien dies u.a. auch dadurch bewiesen, dass beide nicht gewillt waren, sich für die Anerkennung vieler im deutschsprachigen Ausland erworbener Facharzttitel einzusetzen, was eine Aufweichung des Proporzes obsolet gemacht hätte.“

Die Vollversammlung wählte einstimmig die Mitglieder des Präsidiums und des Vorstandes. Blecha und Korosec wurden damit als Präsidenten der Dachorganisation aller Seniorenverbände bestätigt. Blecha übt seine Funktion bereits seit 1999 aus, Korosec seit dem Vorjahr. Als Vizepräsidenten gewählt wurden Rudolf Edlinger, Franz Karl, Heinz Hillinger, Josef Pühringer, Werner Thum und Werner Neubauer.

Nationalratspräsidentin Köstinger nannte den Seniorenrat einen starken Partner für einen echten Interessensausgleich, der 2,3 Millionen Bürger vertrete. Es gehe hier um Menschen, die enorm viel für das Land geleistet haben und immer noch leisten. Diese Generation habe das Land nach zwei Weltkriegen wieder zu einem Schmuckkästchen gemacht und sie habe angepackt und dafür gesorgt, dass es uns heute so gut gehe. Deshalb verdiene die ältere Generation Anerkennung, betonte die Nationalratspräsidentin in ihrer Begrüßung. Und das müsse sich auch in Themen wie der Pensionsharmonisierung, beim Pflegesystem und der Einbindung der Interessensvertretung äußern.

Stöger betonte, man müsse den Menschen die Sicherheit geben, im Alter nicht an Armut zu leiden. Die erste Säule des Pensionssystems müsse weiterhin das Instrument bleiben, den Menschen diese Angst zu nehmen und die Freiheit zu geben. Das mache die Zukunftsfähigkeit dieser Republik aus. Früher habe es die „Solidarität der Not“ gegeben, heute oft die „Solidarität der Angst“, das sei für die älteren Menschen eine Bedrohung. Der Sozialminister zeigte sich stolz, dass das Pensionssystem einem Viertel der Menschen das Einkommen sichere und damit auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sei. Zur bestehenden Ausgleichszulage von 1.000 Euro für Alleinstehende bei 30 Beitragsjahren bekannte sich Stöger zur Forderung des Seniorenrates, als zweiten Schritt 1.500 Euro für Ehepaare einzuführen, wenn ein Partner 30 Beitragsjahre aufweist.

Brandstetter zeigte Bewunderung für die Arbeit des Seniorenrates, der es geschafft habe, seine Anliegen zu Querschnittsmaterien zu machen. Die Senioren würdigte der Vizekanzler als tragende Säule der Gesellschaft. Zum Ziel der Angleichung des faktischen an das gesetzliche Pensionsalters wünscht sich der Justizminister mehr positive Anreize, dass Menschen länger arbeiten können. In diesem Zusammenhang führte er auch die Abschläge bei der Korridorpension an. Außerdem sollten seiner Ansicht nach Menschen auch über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten können, wenn sie das wollen.

Blecha verteidigte die Sozialpartnerschaft und warnte vor den negativen Folgen einer in den Koalitionsverhandlungen diskutierten Abschaffung. Als gemeinsame mit der Jugendvertretung jüngster Sozialpartner bekenne sich der Seniorenrat zu diesem „wesentlichen Teil der Erfolgsgeschichte Österreichs“. Ohne Sozialpartnerschaft gäbe es auch keinen sozialen Frieden. Korosec meinte, wenn Politik das Bohren harter Bretter bedeute, dann sei Seniorenpolitik das Bohren von Granit. Sie betonte aber, dass sie die Tätigkeit generationenübergreifend sehe und die Suche nach Lösungen und nicht der Streit im Vordergrund stehe.

Sowohl Korosec wie auch Blecha stellten die wesentlichen Forderungen des Leitantrages vor, der am Nachmittag beschlossen werden soll. Neben Verbesserungen bei den Themen Pensionen und Pflege forderten die beiden Seniorenrats-Präsidenten auch vehement ein Stimmrecht in den Organen der Sozialversicherungen. Derzeit hätten sie dort nur Sitz aber keine Stimme, obwohl die Pensionisten ein Drittel zur Finanzierung der Krankenversicherung beitragen. Mit einer Gesetzesänderung will der Seniorenrat den anderen Sozialpartnern vollkommen gleichgestellt werden und nicht nur in Angelegenheiten, die die Interessen der Senioren berühren könne. Nicht in den Leitantrag geschafft hat es Korosec mit ihrer Forderung nach Abschaffung der Pensionsbeiträge für Bezieher einer Alterspension. Wenn ein Pensionist neben dem Bezug einer Alterspension arbeitet, muss er derzeit zwischen 18 und 22 Prozent an Pensionsversicherungsbeiträgen zahlen, denen keine adäquate Erhöhung der Pension gegenüber stehe. Das will die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes abschaffen, es ist ihr aber nicht gelungen, im Leitantrag zu verankern.

Christian Zoll von der Bundesjugendvertretung versicherte, dass es keinen Generationenkonflikt gebe, sondern nur ein vernünftiges Miteinander. Die Kooperation beruhe auf Wertschätzung und Respekt.

Am Nachmittag stehen bei der Vollversammlung des Seniorenrates die Wahlen der Präsidenten Karl Blecha und Ingrid Korosec sowie die Abstimmung über den Leitantrag auf der Tagesordnung.

Laut UBIMET-Chefmetereologe Manfred Spatzierer seien die Tiroler Kältepole das Tannheimer Tal, der Raum Seefeld sowie das Defereggntal. Temperaturen von bis zu minus 15 Grad sind dort möglich.

Auch in Südtirol wird es in den Morgenstunden richtig kalt. Der Landeswetterdienst prognostiziert Temperaturen von minus 10 Grad. Tagsüber reichen die Temperaturen bis zu 11 Grad plus.

Hier der Wetterbericht für ganz Tirol: Wettervorschau

Die Wissenschafter des französischen Forschungsinstituts CNRS hatten die bisher gesammelten Daten zu den Spuren und zum Umgebungsgestein analysiert und daraus auf den Verursacher der gigantischen Fußabdrücke geschlossen. Die teils mehr als einen Meter breiten Spuren waren im Jahr 2009 entdeckt worden. Nach weiteren Ausgrabungen wurde klar, dass sie zu einer über 155 Meter Länge erhalten gebliebenen Dino-Fährte gehören – zum zweiten Mal Weltrekord.

Zur Zeit des Giganten müsse das seichte, warme Meer in der Region von zahlreichen Inseln und Landbrücken durchzogen gewesen sein, die den Pflanzenfressern ausreichend Nahrung boten, beschreiben die Forscher ihre Ergebnisse im Fachjournal „Geobios“. Sie errechneten auch, dass der Riese mit 2,80 Meter Schrittlänge und rund vier Kilometer pro Stunde unterwegs war – langsamer als viele Fußgänger. Der Saurier erhielt den Namen Brontopodus plagnensis.

Dino-Fans müssen sich noch gedulden, bis sie die Fährten selbst in Augenschein nehmen können. 2015 und 2016 hatte man den Fundort bei Plagne während der Sommersaison noch für Besucher zugänglich gemacht. Doch weil der Zustand mancher Fußspuren sich verschlechterte und es zu teuer war, die provisorische Winter-Abdeckung jedes Jahr wieder zu entfernen, wurde er fürs Erste geschlossen.

Nun sollen Spezialisten zunächst die Abdrucke dauerhaft schützen und den Ort für Besucher herrichten, diese Arbeiten sollen nach Angaben der örtlichen Behörden spätestens 2019 ausgeführt werden.

APA

Das Tier verendete nach dem Zusammenstoß im Inneren des Wagens. Bei dem Unfall sind der 15-jährige Beifahrer sowie der 37-jährige Lenker des Fahrzeugs verletzt wurden.

De Verletzten wurden in die Krankenhäuser von Traunstein und St. Johann in Tirol gebracht.

 

Italien/Südtirol

Ab morgen, 15. November 2017 besteht auf der Brennerautobahn A22 im Abschnitt Brenner-Affi Winterausrüstungspflicht, unabhängig davon, ob winterliche Verhältnisse herrschen. Genauere Infos dazu findet man unter: http://www.provinz.bz.it/verkehr/download/Winterausruestungspflicht.pdf.

In Italien existiert keine generelle Winterreifenpflicht. Winterreifen oder Schneeketten können aber bei entsprechender Witterung mittels Verkehrsschilder für einen bestimmten Zeitraum vorgeschrieben werden. Im Aosta-Tal gilt bereits seit 15. Oktober
(bis 15. April) Winterreifenpflicht.

Österreich

In Österreich gilt für PKW und LKW bis 3,5 t von 1. November bis 15. April Winterreifenpflicht, wenn die Straßen mit Eis und Schnee bedeckt sind. Die Reifen müssen auf allen Rädern montiert werden und die Kennzeichnung M+S, M.S oder M&S und eine Mindestprofiltiefe von 4 mm bei Radialreifen und bei Diagonalreifen eine Mindestprofiltiefe von 5 mm aufweisen. Die Benutzung von Sommerreifen mit Schneeketten ist erlaubt, wenn die Straße permanent oder fast immer mit Schnee oder Eis bedeckt ist.

Frankreich

In Frankreich besteht keine generelle Winterreifenpflicht. Allerdings können Schneeketten durch die entsprechende Beschilderung (weißer Reifen mit Schneeketten auf blauem Grund) vorgeschrieben werden. Sind statt Schneeketten auch Winterreifen erlaubt, findet sich unter dem Schild der Zusatz: „Pneus neige admis“ oder „Pneus hiver admis“. Da die Beschilderung je nach Wetterlage kurzfristig erfolgen kann, empfehlen wir Autofahrern, sich vor Reiseantritt zu erkundigen, ob Ketten oder Winterreifen erforderlich sind. Informationen darüber gibt es bei den Préfectures der jeweiligen Region.

Schweiz

In der Schweiz gibt es keine Winterreifenpflicht. Doch wer den Verkehr behindert, weil er bei winterlichen Straßenverhältnissen mit ungeeigneten Reifen fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Deutschland

In Deutschland müssen die Reifen an die Wetterbedingungen angepasst werden. Winterreifen sind bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- und Reifglätte Pflicht. Sie sind auf allen 4 Rädern zu montieren. Neu seit Juni 2017: M+S-Reifen, die bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden, sind noch bis 30. September 2024 erlaubt. Dann dürfen nur noch Reifen mit Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) als Winterreifen eingesetzt werden.

Derzeit bekommen Polizeischüler im ersten Jahr 1.255 Euro und im zweiten Jahr durchschnittlich 1.658 Euro brutto pro Monat. Durch die Änderung der Richtlinie werden die Bezüge um 340 Euro pro Monat angehoben.

Dieselbe Maßnahme gibt es parallel auch bei der Justizwache. Während der einjährigen Grundausbildung werden hier die Bezüge von derzeit 1.255 auf ebenfalls rund 2.000 Euro inklusive Zulagen erhöht.

Das betrifft rund 2.000 Aspiranten bei der Polizei und etwa 110 Neuaufnahmen pro Jahr bei der Justizwache. Die Kosten belaufen sich auf rund 9,5 Millionen Euro bei der Polizei und auf zusätzlich rund 500.000 Euro bei der Justizwache – insgesamt damit auf etwa zehn Millionen Euro.

Duzdar verwies in einer Stellungnahme gegenüber der APA darauf, dass es unter Schwarz-Blau zu einem massiven Abbau bei der Polizei gekommen sei und auch die Gehälter für die Polizeischüler gesenkt worden seien. „Jetzt fehlen beim Polizeidienst Kräfte, die wir dringend benötigen. Obwohl in den vergangenen Jahren viele neue Planstellen geschaffen wurden, haben wir zu wenige Polizisten auf der Straße. Um die verfügbaren Planstellen auch tatsächlich zu besetzen, braucht es eine gezielte und qualitativ hochwertige Ausbildung unserer Exekutive.“

Auch weil die Bezahlung während der Ausbildung derzeit eher niedrig sei, würden sich Menschen ab Mitte 20 deutlich weniger für den Polizeidienst bewerben. „Für jemanden, der eine Familie zu ernähren hat, eine Wohnung oder ein Haus zu bezahlen hat, ist es nicht möglich, zwei Jahre für ein solch geringes Gehalt zu arbeiten und daher ist es schwierig, etwas ältere Interessenten zu finden. Bei meinen Besuchen in den Polizeiinspektionen haben mir die Kolleginnen und Kollegen sehr oft von diesem Problem erzählt“, berichtete Duzdar.

„Polizisten nehmen bereits während der Ausbildungszeit an schwierigen Einsätzen teil und machen eine verantwortungsvolle Arbeit, die auch abgegolten werden soll.“ Daher habe sie beschlossen, die Gehälter der Polizeischüler anzuheben, erläuterte die Staatssekretärin. „Einerseits, um die Motivation für Bewerbung bei der Polizei insgesamt zu heben, vor allem aber auch, um die Durchmischung verschiedener Altersgruppen im Dienst zu verstärken.“

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) sieht unterdessen eine Forderung der ÖVP erfüllt. Er begrüße den Schritt, „auch wenn eine Umsetzung seitens der Beamten-Staatssekretärin wesentlich früher möglich gewesen wäre“, meinte er in einem Statement gegenüber der APA.

Mehr Mittel für Polizeischüler seien auch bei den derzeit laufenden Regierungsverhandlungen „ein wesentliches Thema“, so Sobotka. Man überlege aber auch noch weitere Maßnahmen, „um die Attraktivität des Berufes weiter zu erhöhen“. Was bisher mit der SPÖ nicht möglich gewesen sei, werden man jetzt umsetzen, so der Minister.

Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) sieht in der Anhebung der Einstiegsgehälter für Justizwachebeamte in Ausbildung eine langjährige Forderung seines Ministeriums erfüllt. „Die Arbeit der Justizwachebeamten kann nicht hoch genug gewürdigt werden“, sagte er in einem Statement zur APA.

„Wenn wir den jungen Aspiranten in Zukunft ein entsprechendes Gehalt bezahlen können, steigt der Anreiz, diesen Beruf auszuüben. Das war längst fällig“, so der ÖVP-Minister.

Die Diskussion um die Umbenennung von Festtagen, aus Toleranz vor anderen Glaubensgemeinschaft, stößt der jungen Muslima Menerva Hammad sauer auf. Ihrer Ansicht nach habe kein einziger Moslem einen Grund, sich wegen religiöser christlicher Feste diskriminiert zu fühlen.

Sie vermutet hinter solchen Handlungen die Angst der Europäer, Nicht-Christen auf die Füße zu treten. Die wenigsten Moslems würden sich aber tatsächlich beleidigt fühlen. Im Gegenteil: viele von ihnen würden sich sogar über die Feierlichkeiten ausführlich informieren und am liebsten gemeinsam mit den Christen feiern.

„Traditionen und Religionen unserer Mitmenschen sind sehr wichtig. Wir leben alle gemeinsam in einem Land. Wenn wir uns – aus welchen Motiven auch immer – nicht mehr darüber austauschen, lässt das Parallelgesellschaften entstehen“, gibt Hammad in ihrem Blog-Artikel für die Huffington-Post zu bedenken.

Viel eher würde sie sich jedoch wünschen, dass selbst ihre Tochter eines Tages einmal im Kindergarten zu Ostern Eier suchen geht, oder zu Weihnachten traditionelle Lieder singt.

Hier lesen Sie den kompletten Beitrag von Menerva Hammad.

Guterres hatte die Friedensnobelpreisträgerin am Rande eines Südostasien-Gipfels in der philippinischen Hauptstadt getroffen. Dabei mahnte er Anstrengungen hin zu einer „wahren Versöhnung der Volksgruppen“ ein.

Bei dem Treffen südostasiatischer Staaten hatte der UNO-Generalsekretär die Rohingya-Krise bereits am Montag als mögliche Quelle von Instabilität und Radikalisierung in der Region bezeichnet. Das Vorgehen der myanmarischen Armee gegen die Rohingya hatte die UNO schon zuvor als „ethnische Säuberung“ eingestuft.

Am Rande des Asean-Gipfels traf Suu Kyi neben Guterres auch US-Außenminister Rex Tillerson. Nach dem Treffen wollte Tillerson sich Journalisten gegenüber nicht äußern. Die USA hatten die Rohingya-Krise bisher kaum kommentiert und keine direkte Kritik an Suu Kyi geäußert. Am Mittwoch reist Tillerson für ein weiteres Treffen mit der faktischen Regierungschefin nach Myanmar. Dort will er auch mit dem Chef der international kritisierten Armee des Landes zusammenkommen.

Seit Beginn der Eskalation des Konflikts Ende August wurden Hunderte Menschen der muslimischen Minderheit durch das Militär Myanmars getötet, ihre Häuser wurden niedergebrannt und Frauen vergewaltigt. Rund 600.000 Rohingya flüchteten ins Nachbarland Bangladesch.

In seiner Begrüßung betonte Stefan Zelger, Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit in Tramin, die Wichtigkeit von Namen: „Orts- und Flurnamen, aber auch Familiennamen, sind bedeutende Zeugen der Sprach- und Siedlungsgeschichte unseres Landes. Oft wirken Namen geheimnisvoll, da sie von Sprachen stammen, die es längst nicht mehr gibt.“

Dr. Cristian Kollmann, Sprachwissenschaftler mit Schwerpunkt Onomastik (Namengebung), „entschlüsselte“ viele solcher Geheimnisse. Er erläuterte den zahlreichen Zuschauern die Bedeutung und Herkunft der Ortsnamen im Unterland und Überetsch. Am Beispiel des Namens „Tramin“ zeigte er, wie sich ein Name über die Jahrtausende entwickelt. So wurde aus dem indogermanischen „*tri-“ (drei) und „*men-“ (treten) in einer vorrömisch-indogermanischen Sprache des Ostalpenraums „trimínno-“ („Dreiweg“), wobei „*mínno-“ ursprünglich „getreten Wordenes“ bedeutete. Im Laufe der Zeit entwickelte sich „trimínno-“ zu alpenromanisch „*Treménno“ weiter, was mittelhochdeutsch „Treminne“ und schließlich das uns bekannte „Tramin“ ergab.

Kollmann ging auch auf die häufigsten Familiennamen in Tramin ein. So bedeutet z.B. Oberhofer ursprünglich „der am oberen Hof Wohnende“, Zwerger „aus der Familie des Zwerges Stammender“ (mit „Zwerg“ als Übername nach der Körpergröße), und Enderle kommt von „Änderlein“, was „kleiner Andreas“ oder „Andreas Junior“ bedeutete.

Tolomeis Fälscherwerk wirkt noch heute

In Kontrast zu den historisch gewachsenen Namen, die Kollmann beleuchtete, stehen die willkürlichen Erfindungen von Ettore Tolomei. Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle und Bernhard Zimmerhofer, gingen in ihren Reden auf die Unterschriftenaktion der Bewegung ein. Die Süd-Tiroler Freiheit möchte, dass die faschistischen Ortsnamendekrete endlich abgeschafft werden. Sie sind bis heute gültig. Die Abgeordneten betonten: „Wir reagieren auf eine Initiative einer wichtigen italienischen Sprachgesellschaft. Zahlreiche Wissenschaftler haben bei hochrangigen Politikern für den Erhalt von Tolomeis Namen interveniert. Die Wissenschaft sollte aber nur der Wahrheit dienen. Und die Wahrheit ist, dass die Erfindungen der Faschisten nichts mit Wissenschaft zu tun haben. Die Erfindungen wirken aber bis heute!“

Mit einem Stand beim Katharinimarkt wird die Süd-Tiroler Freiheit demnächst wieder in Tramin präsent sein. Wer die Unterschriftenaktion unterstützen möchte, kann dann gerne beim Stand unterschreiben. Interessierte können den Infoabend außerdem auf der Internetseite oder dem YouTube-Kanal der Süd-Tiroler Freiheit nachsehen.

Eigentlich wollte der Sattelschlepper zur Sennerei, doch das Navigationsgerät lotste ihn nach Oberplars zum Tschöterle. Von dort kam der Lkw nicht mehr weiter.

„Wir waren 5,5 Stunden im Einsatz um das Gefährt mit Hilfe von 2 Erfahrenen LKW Fahrern rückwärts wieder auf die Haupstraße zu bringen“, teilt die Freiwillige Feuerwehr Algund mit.

Der Neofaschismus wird in Italien immer salonfähiger. Nun scheinbar auch im Fußball. Bei einem Spiel im kleinen Städtchen Marzabotto in der Emiglia-Romagna hat ein Spieler nach dem 1:2-Treffer seiner Mannschaft offen dem Faschismus gehuldigt.

Der Siegtor-Schütze Luppi Eugenio Maria lief in Richtung der Zuschauertribüne, erhob seinen rechten Arm und präsentierte dabei ein T-Shirt mit den Symboliken der faschistischen „Repubblica di Saló“.

Spieler gesperrt, aber keine Reue

Dass sich so ein Zwischenfall ausgerechnet in Marzabotto ereignet, ist umso tragischer. Der Ort ist vielen Historikern unter anderem durch das sogenannte „Massaker von Marzabotto“ gegen Ende des Zweiten Weltkrieges bekannt. Damals fand in Marzabotto eines der schlimmsten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht in Italien statt.

Der zuständige Fußballverband griff nach zahlreichen Protesten nun durch. Der Spieler ist damit für die kommende Zeit für sämtliche Partien gesperrt worden. Auch der Bürgermeister von Marzabotto hat die Aktion scharf verurteilt.

Das Paar sprach das Opfer bereits in Wörgl an und erkundigten sich nach dem Weg nach Innsbruck.  Sie setzten sich daraufhin auf zwei freie Plätze gegenüber dem Opfer und wählten, wie die Frau, ebenfalls den Bahnhof Rattenberg als Ausstiegsstelle.

Am Bahnhof versuchte der männliche Täter der Frau die Reisetasche gewaltsam zu entreißen. Die Frau schrie den Jungen an und ließ ihre Reisetasche nicht aus der Hand. Auch die unbekannte weibliche Täterin versuchte daraufhin der Frau die Tasche zu entreißen. Als es den Tätern nicht gelang die Tasche an sich zu nehmen, liefen beide davon. Ein Fahndung verlief bisher ergebnislos.

Eine 47-jährige Frau knnte dem entgegenkommenden unbeleuchteten Pkw nicht mehr rechtzeitig ausweichen und es kam zum Zusammenstoß. Durch die Kollision wurden beide Fahrzeuglenker verletzt, an den Unfallfahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

Die Verletzten wurden ins Krankenhaus St. Johann i. T. eingeliefert. Der 38-Jährige wird angezeigt.

Schweden gibt nach den verpassten Endrunden in Südafrika (2010) und Brasilien (2014) nun kommenden Sommer sein WM-Endrunden-Comeback. Entscheidend war am Ende der Treffer von Jakob Johansson im Hinspiel. Der erlebte den Triumph seines Teams gar nicht im Stadion mit, hatte er doch mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

Aufseiten der Italiener dürfte die Amtszeit des seit Juli 2016 tätigen und 69 Jahre alten Gian Piero Ventura zu Ende sein. Auch die Teamkarriere des 39-jährigen Kapitäns Gianluigi Buffon dürfte nach dem 175. Länderspiel Geschichte sein, fehlt doch der Antrieb, 2018 seine sechste WM absolvieren zu können.

Die Zuschauer in Mailand bekamen von Beginn an eine hart umkämpfte, leidenschaftliche Partie geboten, in der der spanische Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz gleich voll gefordert war. Auf beiden Seiten gab es in der Anfangsviertelstunde Elfmeteralarm, beide Male blieb wohl zurecht ein Pfiff aus. Italien hatte vor der Pause 76 Prozent Ballbesitz, rannte immer wieder gegen das Defensivbollwerk der Gäste an, es fehlte aber lange Zeit der letzte Pass oder auch die nötige Effizienz.

In der 16. Minute deuteten die Hausherren, bei denen Leonardo Bonucci mit Gesichtsmaske spielte, erstmals ihre Gefährlichkeit an, ein Abschluss von Ciro Immobile aus spitzem Winkel landete im Außennetz (16.). Eine Minute später gab es für die Schweden eine Hiobsbotschaft. Hinspiel-Torschütze Johansson schied ohne Fremdeinwirkung mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung aus. Das 1:0 lag spürbar in der Luft, Antonio Candreva schoss bei einer Topchance aber knapp drüber (27.).

Von Schweden war chancenmäßig überhaupt nichts zu sehen, die Gäste hätten aber einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Andrea Barzagli bekam den Ball bei einem Forsberg-Schuss an die Hand (29.), doch auch diesmal blieb die Pfeife von Lahoz stumm. Eine Fehlentscheidung. Eine schwedische Führung wäre aber ohnehin unverdient gewesen. Vor allem in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte hatten die Italiener Topchancen am laufenden Band. Tormann Robin Olsen und Andreas Granqvist konnten im Verbund bei einem Immobile-Abschluss retten (40.), Marco Parolo schoss drüber (41.), Granqvist rettete vor dem einschussbereiten Manolo Gabbiadini (43.) und Olsen hielt einen Florenzi-Schuss mit einer Fußabwehr (45.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich überhaupt nichts am Spielgeschehen. Die Partie lief wie auf einer schiefen Ebene in Richtung schwedisches Tor, die Gäste igelten sich in der eigenen Hälfte ein. Bei einem Traumvolley von Alessandro Florenzi fehlten nur Zentimeter (53.). Immobile ließ eine weitere Möglichkeit ungenutzt (64.) und eine Lustig-Kopfball-Abwehr landete an der Latte (66.). Tor wollte aber einfach keines fallen, auch nicht in der Schlussphase, in der es für die Schweden noch einmal ordentlich brenzlig wurde. Der starke Olsen reagierte aber auch bei einem El-Shaarawy-Schuss glänzend (87.).

„Eine WM ohne Italien ist nicht möglich“, hatten viele vor der Partie verlautet. Nun ist es aber Gewissheit. Der Weltmeister von 1934, 1938, 1982 und 2006, der zudem 1970 und 1994 im Finale stand, muss das Turnier in Russland im TV verfolgen. Dass die Italiener im 45. Pflichtspiel nacheinander zu Hause unbesiegt blieben, interessierte am Montag niemand. Für Schweden war das siebente Remis im 24. Duell mit den „Azzurri“ Gold Wert.

APA/UT24

Die ebenfalls in der Liste aufgeführten Staaten Nordkorea und Venezuela sind allerdings ausgenommen. Die Regierung hatte vor Gericht beantragt, eine Entscheidung der Vorinstanz zu kassieren. Damit war das Einreiseverbot ausgesetzt worden.

Die US-Regierung begründet das Verbot mit der Sicherheit. Kritiker sehen darin eine Diskriminierung. Es ist der dritte Versuch Trumps, ein Einreiseverbot durchzusetzen.

APA

Poissons größter Erfolg war der Gewinn der Bronzemedaille bei der WM-Abfahrt 2013 in Schladming. Er landete damals hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal und Dominik Paris aus Ulten in Südtirol.

In Kanada wollte sich Poisson gerade zusammen mit anderen Abfahrern des französischen Ski-Teams auf die ersten Speed-Weltcuprennen in Lake Louise vorbereiten. In einer ersten Stellungnahme äußert sich Präsident Michel Vion geschockt über den plötzlichen Tod des Skifahrers:

Niedergeschmettert von dieser Nachricht. Wir nehmen am Schmerz seiner Angehörigen in diesem speziell schwierigen Moment teil.

David Poisson hinterlässt einen knapp zwei Jahre alten Sohn. Sein eigener Vater war erst vor 15 Tagen verstorben. Er ist bereits der vierte Speed-Fahrer aus Frankreich der seit der Nachkriegszeit auf der Piste tödlich verunglückte.

Sarà   presentato il 18 novembre il nuovo Euregio FamilyPass, la prima card che offre numerosi vantaggi e agevolazioni ai nuclei familiari del Tirolo e che naturalmente sarà  valida in tutti e tre i territori che fanno parte del GECT.

Per l’occasione il Capitano del Tirolo Günther Platter e l’Assessore alle politiche familiari Beate Palfrader unitamente ai loro colleghi Ugo Rossi (Presidente della Provincia Autonoma di Trento), Arno Kompatscher (Presidente della Provincia Autonoma di Bolzano) e Waltraud Deeg (Assessore provinciale alle politiche familiari della Provincia di Bolzano) inviteranno tre famiglie per ciascun territorio a una speciale visita guidata al Museo Ferdinandeum di Innsbruck in programma sabato prossimo (18 novembre) alle ore 11.30. Il tutto all’insegna del motto „da cima a fondo“, seguendo il quale genitori e figli potranno andare assieme alla scoperta dei segreti del museo.  Le visite guidate saranno realizzate in  lingua tedesco e in lingua italiana.

Fino alla mezzanotte di domani, mercoledì 15 novembre, si prendere parte al concorso online che mette in palio la visita guidata. Per partecipare, basta UN CLIC!

Das Kind war schwer erschöpft auf der Rampe eines Güterzugs entdeckt worden. Beamte der Bahnpolizei hatten den etwa Fünfjährigen dort vorgefunden.

Er war stark unterkühlt und nicht ansprechbar. Inzwischen ist er in ein Spital gebracht worden. Der Bub hat sich in der Zwischenzeit den dortigen Ärzten anvertraut. Ihnen habe er erzählt, dass er Anthony heiße und aus Sierra Leone stamme.

Die Eltern konnten von den Beamten der Polizei bislang nicht ausgeforscht werden. Wer glaubt, die Eltern des Jungen zu kennen, wird gebeten, sich umgehend im Polizeipräsidium von Bozen zu melden.

Als Kind hat André Stern mit diesem Satz für Aufsehen gesorgt: „Bonjour, mein Name ist André, ich bin ein Bub, bin vier Jahre alt, esse keine Bonbons und gehe nicht zur Schule.“ Heute gilt er immer noch als Ausnahme, wenn er sich wie folgt vorstellt: „Bonjour, ich heiße André, bin immer noch ein Bub, zwar 46-jährig jetzt, ich esse immer noch keine Bonbons und in der Schule war ich nicht.“ Mit dieser Erfahrung etwas Besonderes zu sein, dünkt den Musiker, Autor und Freibildungsexperten aus Paris merkwürdig. André Stern verkörpert das natürliche Lernen und die natürliche Verwirklichung: „Kinder lernen von Natur aus“, sagt er. Doch ermüden viele bei diesem Prozess, während sie die Schule durchlaufen. Konkurrenz, Erwartungshaltungen und Erziehungssysteme setzten Kinder und Eltern unter großen Druck. Das Spiel des Kindes werde zur Pausenbeschäftigung degradiert. Das Kind bleibe in seinen natürlichen Fähigkeiten unverstanden und werde seiner Entwicklungsmöglichkeiten beraubt.

André Stern plädiert für Vertrauen in die natürlichen Veranlagungen des Kindes und dafür, Kinder ungestört spielen zu lassen. Kinder seien die Hüter unserer Potenziale, denen mit Vertrauen in ihre Entwicklung begegnet werden könne. Nur wer begeistert ist, werde lernen – und zwar: spielerisch, zwanglos und glücklich. Gleichzeitig nimmt André Stern die Erwachsenen in die Pflicht: Wir Menschen seien Vorbilder für die Kinder dieser Welt, sagt er und ist überzeugt: „Es gibt keinen Frieden auf der Erde, solange wir keinen Frieden mit der eigenen Kindheit schließen.“ Das verletzte Kind in uns bestimme nicht nur den Blick auf uns selbst, sondern auch unseren Blick auf unsere Kinder. Das könne fatal sein: „Wir wollen doch alle Kinder, die als Erwachsene glücklich sind“, sagt der Freibildungsexperte.

Als Freibildungsexperte ist André Stern ein gefragter Referent, der sich international (Europa, USA, Kanada, Afrika, Indien) an der Seite von zukunftsorientierten Akteuren der Bildungslandschaft stark engagiert. Daneben arbeitet er eng mit seinem Vater zusammen und ist mit Prof. Dr. Gerald Hüther Gründer und Leiter der Initiative „Männer für morgen“. Am 17. November 2017 kommt er nach Südtirol.

Der Schüler hat sich erheblich am linken Fuß verletzt und musste mit der Rettung in das Krankenhaus Kufstein eingeliefert werden.

Näheres zum Vorfall ist derzeit nicht bekannt.

 

Jonas Oberstaller macht bereits seit einiger Zeit leidenschaftlich Musik. Aus diesem Grund hat sich der Pusterer nun auch dazu entschlossen, sein Glück bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ zu versuchen – mit Erfolg.

Oberstaller wird Teil der Sendung sein und darf sich vor der Jury mit seinem Gesang präsentieren. In der TV-Sendung geht es vordergründig darum, mit seiner Stimme zu überzeugen. Die Jury sieht den Kandidaten zunächst nicht, sondern hört ihn nur. Überzeugt er damit, können sie ihn „weiterbuzzern“.

In einem Trailer, der zurzeit auf ProSieben und Sat.1 ausgestrahlt wird, ist der Auftritt des Südtiroler bereits kurz sehen.

Catterfeld begeistert von Oberstaller

Am kommenden Donnerstag um 20.15 Uhr ist es endlich soweit. Die Sendung, in der sich der Pusterer vor die Jury stellt, wird erstmals auf ProSieben ausgestrahlt.

Zumindest eines verrät der kurze Video-Trailer von ProSieben und Sat.1 jetzt schon: Jury-Mitglied Yvonne Catterfeld scheint von dem Gesang des Südtirolers deutlich angetan zu sein.

Wie es nach dem großen Aufritt in der Fernsehsender mit dem jungen Gesangstalent weitergehen wird, ist noch nicht bekannt. Oberstaller verspricht aber, seine Fans über die sozialen Netzwerke auf jeden Fall auf dem Laufenden zu halten.

Posted by Jonas Oberst Aller on Montag, 13. November 2017

Für die Fahrt von Südtirol nach Nordtirol oder Deutschland sollen die Schlepper um die 150 Euro pro Migrant kassiert haben.Der illegale Grenzübertritt wurde in der Regel auf Güterzügen durchgeführt.

Die Polizei konnte bislang mindestens sieben solcher Fahrten nachweisen. Mehr als 50 Menschen sollen dabei über den Brenner gebracht worden sein.

Der entmachtete katalanische Präsident, Carles Puigdemont, schloss indes eine Lösung des Streits ohne eine Abspaltung der Region nicht aus. „Ich bin bereit, und ich war immer bereit, eine andere Beziehung mit Spanien zu akzeptieren … Das (eine andere Lösung) ist noch immer möglich“, sagte Puigdemont in einem Interview der belgischen Zeitung Le Soir am Montag. Wie er sich konkret diese Beziehung vorstellt, ließ er offen.

Trotz eines Verbots durch das Oberste Gericht Spaniens hatte die katalanische Regierung am 1. Oktober ein Referendum über eine Abspaltung von Spanien abgehalten. Madrid setzte daraufhin die Regionalregierung ab und bestimmte für den 21. Dezember Neuwahlen in Katalonien.

Wegen der Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens durchlebt Spanien die schwerste politische Krise seit dem Ende der Franco-Diktatur in den 70-er Jahren. Die eigentlich autonome Region steht inzwischen unter direkter Verwaltung der Zentralregierung, weil das Parlament in Barcelona für eine Loslösung gestimmt hatte. Mehrere Mitglieder der abgesetzten Regierung sitzen in Haft.

Die spanische Justiz wirft den katalanischen Politikern Rebellion, Aufwiegelung und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor. Bestraft werden kann das mit bis zu 30 Jahren Gefängnis. Mehrere Minister der abgesetzten Regionalregierung sitzen in Untersuchungshaft. Puigdemont hatte sich mit weiteren Ex-Ministern nach Belgien begeben, um sich seiner Verhaftung in Spanien zu entziehen. Madrid verlangt über einen europäischen Haftbefehl seine Auslieferung.

Rajoy verteidigte sein Vorgehen. Mit Puigdemont sei keine politische Lösung möglich gewesen, sagte er dem Handelsblatt: „Es gab keine Alternative.“ Jedes Land verteidige seine territoriale Integrität. „Ich habe eine breite politische Unterstützung anderer Parteien in Spanien gesichert, um auf die Krise zu reagieren.“

Der Umfrage zufolge würde Rajoys Volkspartei die Wahl mit 26,1 Prozent erneut gewinnen, während die Sozialisten und die liberale Bewegung Ciudadanos etwa gleichauf folgen. Die Ciudadanos haben zwar ihre Wurzeln in Katalonien, setzen sich aber für die Einheit des Königreiches ein. Sie kommen der Erhebung zufolge auf 22,7 Prozent, während es im Juli 18,5 Prozent waren. Die linkspopulistische Partei Podemos büßt dagegen an Rückhalt ein und rutscht unter 15 Prozent. Sie macht sich dafür stark, dass die Katalanen legal über eine Unabhängigkeit abstimmen dürfen.

Rajoy geht nach eigenen Worten davon aus, dass die Separatisten bei der von ihm angesetzten Regionalwahl in Katalonien am 21. Dezember an Rückhalt verlieren werden. Sie könnten ihre Versprechen nicht einlösen, sagte der Politiker in dem Interview. Er verwies etwa darauf, dass kein EU-Staat die Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützt. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani lehnte eine Vermittlung der Europäischen Union erneut strikt ab. „Der Konflikt ist eine innere Angelegenheit des Landes“, sagte der Italiener der Funke-Mediengruppe.

APA

In ihrer Abschlusserklärung versprechen die Regierungsvertreter, sich mit Hochdruck für die Freilassung besonders Gefährdeter, etwa von Frauen und Kindern, aus den Haftzentren in Libyen einzusetzen, in die aufgegriffene Migranten gebracht werden. Tausende Geflohene haben von menschenunwürdigen Zuständen berichtet. Die Insassen brauchten dringend humanitäre Hilfe.

„Wir müssen kriminellen Schleppern gemeinsam einen Riegel vorschieben und das Sterben im Mittelmeer stoppen. Dafür stärken wir die Kooperation mit afrikanischen Staaten“, sagte Sobotka am Montag in Bern. Es bestehe „breiter Konsens darüber, dass die Bekämpfung der Schlepperei und des Menschenhandels höchste Priorität hat“, so der Innenminister.

Schutzbedürftigen müsse geholfen werden, am besten so nahe an der Herkunftsregion wie möglich. Freiwillige Rückkehr habe oberste Priorität. „Aber wenn ein Mensch kein Recht hat, in einem Staat zu bleiben, müssen auch unfreiwillige Rückführungen möglich sein“, betonte Sobotka.

„Wir riskieren, dass diese Zeit als dunkles Kapitel in die europäische Geschichte eingeht“, sagte indes die Schweizer Justizministerin Simonetta Sommaruga. Damit das nicht passiere, müsse den akut betroffenen Menschen geholfen und die Stabilität Libyens gestärkt werden. Die Fluchtursachen müssten bekämpft werden.

Sie erinnerte die Europäer an ihre Mitverantwortung für die wirtschaftliche Misere in vielen afrikanischen Ländern. Europäische Unternehmen beuteten dort teilweise Bodenschätze aus, ohne, dass die Bevölkerung vor Ort etwas davon habe. An die Afrikaner appellierte sie, Korruption zu bekämpfen und die Rechtsstaatlichkeit zu verbessern, um bessere Lebensbedingungen zu schaffen.

Bei den beiden vorherigen Treffen der Kontaktgruppe ging es vor allem darum, Flüchtlinge von den europäischen Grenzen fernzuhalten. In Bern stand erstmals der Schutz der Menschen vor Ausbeutung im Mittelpunkt. Der EU-Kommissar für Migration und Inneres, Dimitris Avramopoulos, rief die EU-Länder auf, zusätzlich 50.000 auf der Mittelmeerroute gestrandete und schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen.

Die Polizeikapazitäten in afrikanischen Ländern sollen verbessert werden, um Schleppern das Handwerk zu legen, heißt es in der Erklärung. Sie erpressen von Angehörigen der Migranten oft Lösegeld, indem sie ihnen Foltervideos schicken. Die Regierungsvertreter einigten sich zudem auf mehr Initiativen, damit Migranten mit einer besseren Lebensperspektive in ihre Heimatländer zurückkehren können.

„Wir sind uns einig, dass Migration gesteuert werden muss“, sagte die deutsche Teilnehmerin, die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Emily Haber, der Deutschen Presse-Agentur. „Dazu gehört auch, dass diejenigen zurückgeführt und zurückgenommen werden müssen, die nicht schutzberechtigt sind. Dafür wollen wir unsere Angebote für die freiwillige Rückkehr erweitern.“

„Die Europäische Union ist keine Festung“, beteuerte der EU-Kommissar Avramopoulos. „Die EU ist ein Zufluchtsort für Menschen, die Schutz brauchen. Allein 2016 bekamen 720.000 Menschen Asyl oder Aufenthaltsrecht.“

Der Minister für afrikanische Integration aus Mali, Abdramane Sylla, verwies darauf, dass neben Konflikten auch der von afrikanischen Ländern weitgehend unverschuldete Klimawandel Menschen in die Flucht treibe. „In einigen Landesteilen hat es bei uns in diesem Jahr nicht geregnet“, sagte er. „Die Bauern müssen Beschäftigungsmöglichkeiten woanders suchen.“ Er appellierte an reichere Länder, legale Migration durch Arbeitsvisa zu ermöglichen.

APA

Die drei Schülerinnen Sophie Huber (Fachschule Neumarkt, Südtirol), Anna Radlherr (Fachschule Ottenschlag, NÖ) und Anna Wallinger (Salzburg) konnten sich gegen die starke Konkurrenz in der Kategorie „Landwirtschaftliche Fachschulen“ durchsetzen und wurden zu Staatsmeisterinnen der Hauswirtschaft gekürt. Den zweiten Platz sicherten sich die Mädchen Lea Stecher (Fachschule Neumarkt, Südtirol), Jenny Jakopp (OÖ) und Regina Baumhackl (Steiermark). Dritte wurden die Schülerinnen Kerstin Fabi (Fachschule Kortsch, Südtirol), Madleen Pfeiffer (Fachschule Zwettl, NÖ) und Julia Maierhofer (Steiermark).

In der Kategorie „Höhere Schulen“ siegte das Team, bestehend aus Valentina Heilinger (Agrar-HAK Althofen, Kärnten), Anna Maria Sponring (Nordtirol) und Sandra Napetschnig (HBLA Pitzelstätten, Kärnten). Die Gästewertung entschieden Anita Heigl, Monika Blamauer und Julia Heigl (alle aus Niederösterreich) für sich.

„Der Wettbewerb bot den Schülerinnen ein passendes Forum, um ihre hauswirtschaftlichen Kompetenzen unter Beweis zu stellen und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Teams, bestehend aus jeweils drei Schülerinnen, hatten unter dem Motto ‚Märchengeflüster im Kartausenkeller‘ verschiedene Aufgabenstellungen in den Bereichen Küche, Service und im Haushaltsmanagement zu lösen. Dabei zeigten die Jugendlichen Teamgeist und bewiesen fundiertes Know-how rund um die Unternehmensführung“, betont Schulinspektorin Agnes Karpf-Riegler. Auch die Jury zeigte sich vom vielseitigen Wissen und den praktischen Fähigkeiten der jungen Menschen beeindruckt.

Bezirkssprecher Dietmar Weithaler eröffnete die Versammlung und hielt nach den Grußworten von Landjugendsprecher Benjamin Pixner einen Rückblick über das Geleistete und Erreichte der vergangenen drei Jahre. Bei zahlreichen Infoabenden, Markt- und Museumsbesuchen, sowie bei Betriebsbesichtigungen bot sich für die Funktionäre der Bewegung die Gelegenheit, ihre Ideen und Anregungen mit Bürgern auszutauschen. Bezirkssprecher-Stellvertreter Christoph Mitterhofer verwies anhand einiger Beispiele auf das breite Arbeitsspektrum der Bewegung im Bezirk. Aktuelle Themen der Alltagspolitik in Bereichen Sicherheit, Sanität, Mobilität und Landwirtschaft konnten von der Bezirksgruppe behandelt werden.

Hauptreferent des Abends war Joachim Dejaco, Generaldirektor der Südtiroler Transportstrukturen AG. Er berichtete über die aktuelle Lage des öffentlichen Verkehrs in Südtirol und über das angepeilte Zukunftskonzept zu dessen Weiterentwicklung. Neben dem Bericht über den Stand zur Elektrifizierung der Vinschger-Eisenbahn schnitt Dejaco auch den geplanten Ausbau der Bahnlinie Meran-Bozen an. Das zukünftige Fahrplankonzept der Südtiroler Transportstrukturen AG sieht unter anderem nach deren Ausbau eine Beschleunigung der Meraner-Linie mit einem 15 Minuten-Takt und einer Fahrzeit unter 30 Minuten vor. Ebenso soll mittelfristig eine stündliche Verbindung Mals-Meran-Bozen-Innsbruck und Mals-Meran-Bozen-Lienz ermöglicht werden. Am Ende seines interessanten Referats stand Dejaco den Fragen der Teilnehmern Rede und Antwort.

Zweiter Schwerpunkt der Bezirksversammlung war neben dem Thema Mobilität die Neuwahl der Bezirksgruppe. Die zur Wahl antretenden Kandidaten stellten sich der Versammlung kurz vor. Nach erfolgter Stimmauszählung gab Wahlleiter Benjamin Pixner das Wahlergebnis bekannt. Der neuen Bezirksgruppe gehören folgende Personen an: Alexander Leitner, Christian Nindl, Christoph Mitterhofer, Dietmar Weithaler, Eva Hofer-Pöhl, Gertraud Gstrein, Hannes Innerhofer, Fabian Dona, Michael Prantl, Peter Gruber, Armin Mores und Philipp Holzner. Weithaler als Bezirkssprecher und Mitterhofer als Stellvertreter werden dem Bezirk für die nächsten drei Jahre weiterhin als Führungsduo vorstehen. Rechtsmitglieder der Bezirksgruppe sind neben den gewählten Mitgliedern auch die Gemeinderäte und Ortssprecher im Bezirk.

Zum Ausklang des Abends bedankten sich Dietmar Weithaler und Christoph Mitterhofer fürs entgegengebrachte Vertrauen. Ebenso galt der Dank dem Landesjugendsprecher Benjamin Pixner, Joachim Dejaco von Südtiroler Transportstrukturen AG, sowie allen anwesenden Mitgliedern für die Teilnahme. Das Führungsduo Weithaler und Mitterhofer drückten ihre Freude darüber aus, dass es gelungen sei, eine junge und motivierte Bezirksgruppe zu bilden.

Das Kind erlitt bei dem Zusammenstoß leichte Verletzungen.

Ein sofort beim Unfalllenker, einem 24-jährigen Mann, durchgeführter Alkoholtest verlief postitiv.

Der Mann muss sich nun wegen Trunkenheit am Steuer verantworten.

Alhumedhi, eine selbstbewusste und in Naturwissenschaften brillierende Muslima, engagierte Schülervertreterin und selbst Kopftuchträgerin, war verblüfft, als sie auf ihrem iPhone kein Emoji fand, das ihrem Stil ähnelte. „Es ist wichtig für meine Identität“, wurde Alhumedhi in einer Aussendung zitiert. Sie wandte sich schließlich an Apple und an das Unicode Consortium, das Emoji Standards festlegt. Ihre Kampagne gewann schnell an Fahrt und erhielt Unterstützung vom Reddit Mitbegründer Alexis Ohanian, sodass Apple das Emoji schließlich veröffentlichte.

Alhumedhi sagte, dass „dies ein Schritt vorwärts ist, um Diversity zu feiern und den Islam in der Gesellschaft zu akzeptieren.“ Außerdem ist sie sich sicher, dass „dieses Emoji die Welt indirekt positiv beeinflussen wird, sobald Menschen, die gegen das Kopftuch oder den Islam als Glaubensform sind, das Emoji auf ihrer Tastatur entdecken.“

APA

Der Vater habe sein Kind voraussichtlich ohne Erlaubnis der Mutter von zu Hause abgeholt, zum Spielplatz nahe einer Schule gebracht und aus bisher unbekanntem Grund attackiert, sagte ein Polizeisprecher dem finnischen Rundfunk YLE. Als die Polizei gegen 8.00 Uhr zum Tatort kam, habe sie den Angriff noch mitbekommen und eingreifen müssen.

Ob das Opfer ein Bub oder ein Mädchen war, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die Polizei ermittelte wegen Totschlags. Mehrere Schüler der nahegelegenen Schule hatten den Angriff mitbekommen und sollten psychologisch betreut werden. Zur Nationalität des Mannes gab es zunächst keine Angaben.

APA

„Eine Frau die in Tirol in einer Landgemeinde lebt, hat oft keine Chance einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachzugehen“,schreibt Selma Yildirim, Vorsitzende der SPÖ-Frauen in Tirol.

Damit sich das ändert, gelte es politisch an mehreren Schrauben zu drehen: „Wir fordern seit langem eine ganzjährige, ganztägige und günstige Kinderbildung- und –betreuung in Tirol. Aufholbedarf gibt es insbesondere bei den Öffnungszeiten, in den Ferien und am Nachmittag, als auch bei den unter 3-jährigen Kindern. Wir wollen daher einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag“, so Yildirim.

„Kindererziehung ist nicht allein Frauensache. Der Anspruch auf einen Papamonat und mehr finanzielle Leistungen, wenn die Karenzzeit aufgeteilt wird, ist daher sinnvoll.“

Der Toblacher hat nun eine Anzeige wegen Trunkenheit am Steuer kassiert. Er wurde während einer routinemäßigen Straßenkontrolle im Hochpustertal angehalten.

Möglicherweise muss der Mann seinen Führerschein nun komplett abgeben. Das letzte Wort hat die Staatsanwaltschaft.

Neumarkt fügte Kurtatsch im Unterlandler Derby die Höchststrafe zu (3621:3184). Dabei bestätigten Georg Righi und Wolfi Blaas mit jeweils 631 Hölzern ihre aktuelle Topform. Für die KK Neumarkt war es der achte Sieg im achten Spiel. Siege gab es auch für die Verfolger des Titelverteidigers. Fugger Sterzing behielt im Heimspiel gegen St. Georgen mit 5:3 die Oberhand (3501:3358). Bester Spieler der Partie war Sterzings Kapitän Reinhard Gruber (638). Passeier wies Jenesien vor eigenem Publikum mit 7,5:0,5 in die Schranken (3425:3227). Hier glänzte Manfred Schnitzer (Passeier) mit 606 Hölzern, aber auch sein Teamkollege Oswald Kofler (604) spielte wie schon seit Wochen stark auf.

Mit einem blauen Auge davongekommen ist Sarnthein in Naturns. Nach 0:2-Rückstand drehten die Sarner die Partie, setzten sich am Ende 5,5:2,5 durch (3365:3287) und nahmen Revanche für die Pokalniederlage im August. Josef Obkircher (Sarnthein) erzielte mit 588 Kegeln die beste Holzzahl dieses Duells. Einen 7:1-Heimsieg feierte Burggräfler gegen die Auswahl Ratschings (3330:3203), dem Joe Sieder mit 587 Kegeln seinen Stempel aufdrückte. Wichtige Punkte im Abstiegskampf holte Tirol Mutspitz, das das Aufsteigerduell gegen Rodeneck 6:2 gewann (3200:3178). Florian Ploner konnte die Niederlage trotz der besten Einzelleistung von 561 Kegeln nicht verhindern.

Frauen: Der Spitzenreiter strauchelt

Bei den Frauen rückte Meister Fugger Sterzing die Kräfteverhältnisse wieder zurecht. Die Wipptalerinnen brachten auf der Kegelbahn „Veranum“ beim schwierigen Auswärtsspiel gegen Vöran Blecherne 2193 Hölzer zu Fall und sorgten damit für einen neuen Mannschaftsbahnrekord. Daran beteiligt waren Sabrina Parigger (524), Enikö Tòt (565), Marion Thaler (575) und Stefanie Schölzhorn (529). Die Partie selbst gewann Fugger Sterzing 5:1. Weil der bisherige Spitzenreiter Auswahl Ratschings zu Hause 2:4 gegen Burggräfler verlor, ist Sterzing die neue Nummer eins.

Am achten Spieltag gab es drei weitere 5:1-Siege, und zwar durch Villnöß (zu Hause gegen Los Birillos), Passeier (auswärts bei Plose) und Tirol Mutspitz (im Heimspiel gegen Kiens). Zudem wurden einmal die Punkte geteilt, und zwar im Duell zwischen Pfalzen und Meran.

In die Top-6 der Woche schafften es dieses Mal Marion Thaler (Fugger Sterzing/575), Nathalie Profanter (Villnöß/573), Alina Platter (Burggräfler/543), Marion Steinhauser (Plose/554), Adele Ainhauser (Tirol Mutspitz/538) und Sandra Lerchner (Pfalzen/548).

Neben den zwei Neuzugängen wurden am Freitag auch sechs Betriebe, die bereits seit 2011 bzw. 2014 bei Tirol Q mit an Bord sind, rezertifiziert. Sie alle zählen damit zu den über 60 Betrieben in Tirol, die beim Projekt Gesundheitswirtschaft – Tirol Q – der Sparte Gewerbe und Handwerk mit dabei sind und damit ihre hohen Qualitätsbestrebungen für den Kunden sichtbar und erlebbar machen.

Als Anerkennung für die kontinuierlichen Qualitätsbestrebungen waren bei der Zertifizierung bzw. Rezertifizierung auch viele Ehrengäste anwesend, u. a. Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, WK-Präsident Jürgen Bodenseer, Innungsmeister Joseph Gaertner sowie Innungsmeisterin Astrid Westerthaler. Qualität, Wohlbefinden und Gesundheit seien die drei Säulen, denen sich die Tirol Q-Betriebe verschrieben haben, betonte der Innungsmeister und Initiator von Tirol Q: „Bei uns findet der Kunde Meisterqualität, die wahrlich ‚gut tut‘– denn die Dienstleistungen und Produkte der Tirol Q-Betriebe tragen zum Wohlbefinden und zur Gesundheit der Tirolerinnen und Tiroler bei.“

Das seit 2009 bestehende Projekt „Tirol Q“ der Sparte Gewerbe und Handwerk vereinigt Betriebe aus der Innung der Gesundheitsberufe (Augenoptik, Kontaktlinsenoptik, Hörakustik, Maßschuhmacher, Orthopädieschuhmacher, Orthopädietechnik, Zahntechnik) und der Innung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure. Strenge Qualitätsrichtlinien (Nachweis Meister-/Befähigungprüfung), kontinuierliche Fortbildungen sowie die Überprüfung der Dienstleistungsqualität vor Ort durch Mystery-Checks sorgen dafür, dass der Kunde stets mit höchster Qualität rechnen kann.

Die vierteljährliche Konsumentenbefragung des WIFO bestätigt das gute Konsumklima in Südtirol. Im Oktober erreichte der entsprechende Index +11,0 Punkte. Dieser positive Wert bedeutet, dass es in Südtirol mehr Optimisten als Pessimisten gibt, was die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung betrifft.
Im Vergleich zur vorherigen Erhebung im Juli ist der Konsumklimaindex um 0,7 Punkte angestiegen. Die Konsumentensind bezüglich der allgemeinen Entwicklung der Wirtschaft und der Beschäftigung in Südtirol etwas zuversichtlicher geworden, die Prognosen zu den eigenen Sparmöglichkeiten haben sich hingegen leicht verschlechtert. Dies kann vor allem auf die Steigerung der Inflation zurückgeführt werden: Das Preisniveau in Südtirol hat in den letzten zwölf Monaten um 2,4 Prozent zugenommen.

Auch auf Staatsebene gibt es positive Signale, was die Konsumentenstimmung betrifft: Der Konsumklimaindex für Italien bleibt zwar noch im negativen Bereich, hat sich aber von -14,8 Punkten im Juli auf -6,8 Punkte im Oktober deutlich gebessert. Grund dafür sind der kräftigere Aufschwung der italienischen Wirtschaft in den letzten Monaten sowie die verbesserten Wachstumsprognosen der Ökonomen für das laufende und das kommende Jahr.

Das Konsumklima in Südtirol bleibt nicht nur im italienischen, sondern auch im internationalen Vergleich überdurchschnittlich: Der Index lag im Oktober bei +4,0 Punkten in Deutschland und bei +8,4 Punkten in Österreich, während der Durchschnittswert für die gesamte Europäische Union -2,5 Punkte beträgt.

Handelskammerpräsident Michl Ebner ist über das gute Konsumklima erfreut: „Die positive Stimmung der Konsumenten und Konsumentinnen bestätigt die günstige Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in Südtirol. Die Leute blicken zuversichtlich auf die wirtschaftliche Zukunft des Landes und dieser Optimismus wird die Konjunktur weiter stärken.“

Verglichen mit normalen Portionen führt dies zu einer höheren Kalorienaufnahme, im Durchschnitt um rund 250 Kilokalorien mehr. Ob kleinere Portionen tatsächlich dazu beitragen, Menschen vor Übergewicht zu schützen, ist noch nicht erforscht, es erscheint aber naheliegend.

Den „Portionen-Effekt“ kann man vermeiden, indem man zu Hause bedarfsgerecht kocht, kleinere Portionen auf den Tellern anrichtet (und bei Bedarf nachschöpft), im Supermarkt keine XXL- oder Familienpackungen kauft und im Gasthaus eine kleinere Portion bestellt (sofern möglich).

Noch wichtiger aber ist, ein Gespür für die Bedürfnisse des eigenen Körpers zu entwickeln und nicht weiter zu essen, wenn man sich schon satt fühlt. Vielleicht gibt es im Gasthaus ja die Möglichkeit, sich die Reste einpacken zu lassen. Auch ein psychologischer Trick kann helfen: auf einem kleineren Teller sieht eine Portion im Verhältnis größer aus, als sie tatsächlich ist.

Zwar bezeichnet sich der 73-jährige Van der Bellen selbst als Agnostiker, doch trifft er mit Franziskus (80) gewissermaßen einen Gesinnungsgenossen. In der Tat liegt das aus Argentinien stammende Kirchenoberhaupt bei Themen wie „Flüchtlinge, Klimawandel und Europa“, die laut Präsidentschaftskanzlei im Vatikan auf dem Programm stehen, mit dem österreichischen Ex-Grünen-Chef eher auf einer Wellenlänge als mit manchem Christdemokraten.

So hatte Franziskus in den vergangenen Monaten des Öfteren vor den Gefahren von Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit in christlichen Ländern gegenüber Migranten gewarnt. Er wurde auch nicht müde, Solidarität mit Flüchtlingen einzufordern und die Abschottungspolitik Europas zu geißeln. So verglich er Flüchtlingscamps mit NS-Konzentrationslagern und erntete dafür auch Kritik.

Im Gespräch mit Vertretern katholischer Universitäten aus der ganzen Welt regte er Anfang November Initiativen an, um die Zwangsauswanderung aus Ländern in Not verhindern zu können. „Man muss auch das Recht aller Menschen garantieren, nicht auswandern zu müssen“, sagte der Papst. Katholische Universitäten sollten dank ihres internationalen akademischen Netzes die Anerkennung von Studientiteln von Migranten fördern. Dies nütze den Gesellschaften, die die Migranten aufnehmen wollen.

Der Papst urgierte zudem Studien über die tieferen Ursachen von Zwangsmigrationen mit dem Ziel, langfristige Lösungen zu finden. Wichtig sei der Beitrag der Universitäten im Bereich Bildung, Forschung und Förderung von sozialer Fairness. Katholische Universitäten sollten ihre Studenten zu einer tiefgründigen Bewertung des Migrationsphänomens anregen, riet der Papst. Dies solle in einer Perspektive von Gerechtigkeit, globaler Verantwortung und Respekt der kulturellen Vielfalt erfolgen.

Der ehemalige Universitätsprofessor Van der Bellen äußerte seinerseits bereits kurz nach seiner Angelobung im Jänner den Wunsch nach einem Treffen mit dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, das er als „herausragende, beeindruckende Persönlichkeit“ bezeichnete. Im Bundespräsidentschaftswahlkampf hatte Van der Bellen mit Verweis auf Franziskus „rigoros“ bestritten, dass die FPÖ seines Gegenkandidaten Norbert Hofer eine „christliche“ Politik vertrete.

„Sie müssen sich nur die letzte Rede von Papst Franziskus anschauen. Er spricht da dezidiert von den Werten des Humanismus, von den Werten, die Europa ausmachen, nämlich die Begegnung der Kulturen, die der Papst vertritt und die ich auch, stelle ich zu meinem Vergnügen fest, vertrete“, sagte er im Mai 2016 in der ORF-Sendung „Wahlfahrt“ mit Blick auf die Dankesrede des Papstes bei der Verleihung des Karlspreises.

Vor seiner Reise nach Rom lobte Van der Bellen, dass der im März 2013 gewählte Papst während seiner bisherigen Amtszeit zahlreiche Akzente gesetzt habe, die weit über die katholische Kirche hinaus Beachtung gefunden haben. „Persönlich beeindruckt mich auch sein bescheidenes Auftreten.“ Erfreulich sei auch der Einsatz des Heiligen Stuhls für den Klima- und Umweltschutz, und damit verbunden für das Pariser Übereinkommen und dessen Umsetzung. „Mit seiner Enzyklika ‚Laudato si‘ etwa hat Papst Franziskus ein kraftvolles Bekenntnis zum Klima- und Umweltschutz unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Entwicklung formuliert.“

Van der Bellen begrüßte auch den Aufruf des Papstes, die Todesstrafe unter allen Umständen und eindeutig auszuschließen. „Die Todesstrafe steht im Gegensatz zur menschlichen Würde. Der Einsatz für ihre weltweite Abschaffung ist für Österreich und die EU von höchster Priorität“, hielt der Bundespräsident fest. „Auch beim Kampf gegen den Menschenhandel, beim Dialog der Religionen und Kulturen sowie bei der Friedenspolitik besteht traditionell eine gute Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl.“

Es handle sich dabei um „sehr wichtige Signale für uns, unabhängig, ob man der katholischen Religionsgemeinschaft angehört oder nicht“, so Van der Bellen. Das zeige sich auch beim Einsatz des Heiligen Stuhls für das Zustandekommen des Vertrags zum Verbot von Nuklearwaffen. Am Wochenende fand im Vatikan eine Anti-Atom-Konferenz mit Vertretern der Militärallianz NATO und der Vereinten Nationen statt.

In Begleitung seiner Ehefrau Doris Schmidauer wird Van der Bellen am Donnerstag um 10.00 Uhr im Vatikan von Franziskus zur Audienz empfangen. Im Anschluss an die Papstaudienz findet ein Austausch mit dem vatikanischen Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin statt. Danach fährt der Bundespräsident zum Päpstlichen Institut „Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima“, das vom Österreicher Franz-Xaver Brandmayr geleitet wird.

Rektor Brandmayr wird eine Führung durch den größtenteils im 14. Jahrhundert errichteten Komplex leiten, der den Sitz der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Rom und das zugehörige Priesterkolleg umfasst. Am Nachmittag folgen Führungen durch den Petersdom, die Sixtinische Kapelle und die Vatikan-Bibliothek, wo die Austriaca im Mittelpunkt stehen.

Am frühen Donnerstagabend kommt Van der Bellen dann zum Sitz der mit dem Vatikan eng kooperierenden katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio in Trastevere. Er trifft dort mit dem Leiter der laut Kathpress stark in der Flüchtlingspolitik engagierten Gemeinschaft, Marco Impagliazzo, sowie mit Gründer Andrea Riccardi und Generalsekretär Cesare Zucconi zusammen. Dabei soll es auch zu einer Begegnung mit Flüchtlingen kommen, die von der Gemeinschaft betreut werden.

Am Freitag steht für den Bundespräsidenten der Souveräne Malteser Ritterorden im Fokus. Bei seinem offiziellen Besuch wird Van der Bellen von Großkanzler Albrecht Freiherr von Boeselager in der Magistralvilla des Ordens auf der Piazza di Cavalieri di Malta begrüßt. Boeselager wird dabei die humanitären Aktivitäten präsentieren. Um 12.00 Uhr steht ein Gespräch mit dem Statthalter des Großmeisters Fra Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto auf dem Programm.

Dieser ist derzeit das temporäre Oberhaupt des Malteserordens, nachdem Großmeister Matthew Festing im Jänner 2017 – nach einem Konflikt mit dem Papst um die von Festing durchgeführte Absetzung von Großkanzler Albrecht von Boeselager – zurückgetreten war. Der Orden will Van der Bellen vor allem seine internationalen humanitären Aktivitäten vorstellen.

APA