• Südtirol
  • „Gefahr für deutsche Volksgruppe“

    Der neue Landessekretär des Partito Democratico, Alessandro Huber, hat landesweit eine mehrsprachigen Schule und eine Aufweichung des Proporzes im Gesundheitswesen gefordert. Peter Brachetti, Hauptausschussmitglied der Süd-Tiroler Freiheit, kritisiert die Aussagen Hubers.

    APA (dpa)

    „Die Linie Hubers und des gesamten PD zum Thema mehrsprachige Schule ist höchst bedenklich und birgt für die deutsche Volksgruppe eine große Gefahr. Erwiesenermaßen besteht bei Zusammenkünften von deutsch- und italienischsprachigen Südtirolern überwiegend die Tendenz, Italienisch zu sprechen – ein Automatismus, der vor allem bei Kindern und Jugendlichen beobachtet werden kann. Langfristig würde eine mehrsprachige Schule zur Assimilation vieler Südtiroler führen“, warnt Brachetti.

    Ebenso warnt er vor der von Huber angekündigten Aufweichung des Proporzes im Gesundheitswesen. Nicht nachvollziehbar ist für Brachetti Hubers Aussage, dass diese Maßnahme ein wichtiges Signal wäre. „Wichtiges Signal wofür? Für die Verhöhnung der Zweisprachigkeitspflicht und damit für die weitere Aushöhlung unserer Autonomie?“, fragt Brachetti.

    Auch mit Hubers angekündigter Neuauflage des Wahlpaktes des PD mit der Südtiroler Volkspartei hat Brachetti keine Freude: „Mit der unseligen Allianz SVPD, mit der sich die SVP vom PD erneut wird das Koalitionsprogramm diktieren lassen, wird nicht nur alles beim Alten bleiben, sondern die Reise wird noch entschlossener in Richtung Italianisierung und in Richtung Rom gehen. In der Vergangenheit haben die beiden Parteien dies u.a. auch dadurch bewiesen, dass beide nicht gewillt waren, sich für die Anerkennung vieler im deutschsprachigen Ausland erworbener Facharzttitel einzusetzen, was eine Aufweichung des Proporzes obsolet gemacht hätte.“

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