Krampusse drehen völlig durch

Am vergangenen Wochenende ist es bei einem Krampuslauf in St. Margarethen in Kärnten zu mehreren gewalttätigen Zwischenfällen gekommen. Wie die Salzburger Nachrichten berichten, sind dabei mindestens sechs Menschen verletzt worden.

Bild: UT24

Während des Perchtenlaufs in St. Margarethen soll es laut Informationen der SN zu Szenen gekommen sein, „die mit Brauchtum nichts mehr zu tun haben“. Krampusse sollen mit ihrer Rute jungen Burschen ins Gesicht geschlagen haben, Mädchen seien in Panik geflüchtet und mehrere Besucher hätten über schwere Blutergüsse geklagt.

45 unterschiedliche Gruppen nahmen an dem Krampuslauf teil, der heuer bereits zum vierten Mal von den Ruinenteufel Waisenberg veranstaltet wurde. „Bisher hatten wir nie Probleme. Es ist eine Schande, dass sich 43 Gruppen korrekt verhalten und das Brauchtum pflegen. Doch wegen zwei kommt genau dieses Brauchtum in Verruf“, ärgert sich der Sprecher der Ruinenteufel Waisenberg, Patrick Achatz, im Gespräch mit den Salzburger Nachrichten.

Bislang sechs Verletzte

An die 2000 Schaulustige hatten sich in diesem Jahr versammelt, um den Umzug mit 1000 Krampussen zu sehen. Was jedoch während des Umzugs dann geschah, ist nun Gegenstand von Ermittlungen. Eine Krampusgruppe aus Kärnten soll laut Polizei plötzlich besonders aggressiv vorgegangen sein. Weitere Krampusse aus der Steiermark sollen sich den Gewaltexzessen plötzlich angeschlossen haben. Am Ende gab es sechs Verletzte. Die Zahl könnte jedoch noch steigen.

Aufgrund der aus dem Ruder gelaufenen Gewalt will der Veranstalter nun Konsequenzen ziehen. So wolle man im nächsten Jahr noch genauer bei der Auswahl der Krampus-Gruppen hinsehen. Außerdem erhoffen sich die Waisenberger eine stärkere Unterstützung durch die Polizeikräfte. Bereits jetzt werden alle Teilnehmer namentlich erfasst und jeder Krampus erhält eine eigene Nummer.

„Wir wissen somit genau, welche Person sich unter welcher Maske verbirgt“, erklärt der Sprecher der Waisenberger Krampusse. Jene Gruppen, die heuer für Ausschreitungen gesorgt haben, sollen im nächsten Jahr vom Lauf ausgeschlossen werden.

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  1. PITZTALER
    13.11.2017

    Diese Massenansammlung von, teilweise bekifften und/ oder besoffenen, hat nix mit althergebrachter Tradition oder Brauchtum zu tun.
    Es ist was es ist, eine entbehrlich Großveranstaltung die von ein paar Deppn dazu genutzt wird im Rausch ihre Agressionen auszuleben!