• Südtirol
  • Deutsche Südtiroler als Tschöggl dargestellt

    Die Kandidatur der Gemeinde Meran zur „italienischen Kulturhauptstadt 2020“ hat bereits für gemischte Reaktionen gesorgt. Noch heftigere Reaktionen dürften aber haarsträubende Textpassagen auslösen, die das ursprüngliche Bewerbungsdokument enthielt. Trotz Geheimniskrämerei kamen diese nun ans Licht.

    Meran - Foto: wikimedia.org/Noclador/gemeinfrei

    Das Papier umfasst 50 Seiten und wurde von Dutzenden Mitwirkenden ausgearbeitet. Der Neuen Südtiroler Tageszeitung lag der Entwurf als erstes vor. Sie fasste die unglaublichen Aussagen im Dokument wie folgt zusammen:

    Etwa: Die deutschen Südtiroler seien Hinterwäldler/Tschöggl. Die Südtiroler deutscher Zunge seien unfreundlich zu den italienischen Gästen. Und: Der Faschismus habe ‚Gutes‘ für den Tourismus getan.

    Außerdem heißt im Papier: „Die Stimmen, die auf die Einheit Tirols verweisen, sind anthistorisch, aber aufdringlich. (I richiami all’unità del Tirolo sono voci antistoriche, ma insistenti.)“

    Die skandalösen Textpassagen sind inzwischen aus dem Bewerbungsdokument entfernt. Angeblich habe Vizebürgermeister Andrea Rossi begründet, die Situation müsse in Rom so dargestellt werden, um eine Chance auf den Sieg zu haben. UT24 ist im Besitz des Papiers.

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