• Südtirol
  • „Gemeinden müssen um Asylantenunterkünfte betteln“

    Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit hat sich auf ihrer letzten Sitzung eingehend mit der Aufnahme von Asylbewerbern im Bezirk beschäftigt. Die Bewegung sieht sich in ihrer kritischen Haltung bestätigt. „Die Gemeinden sind mit der Unterbringung schon jetzt überfordert. Da Unterkünfte fehlen, werden die Bürger nun sogar an den Amtstafeln darum angebettelt“, gibt Stefan Zelger von der Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit zu bedenken.

    APA (AFP/Archiv)

    Für die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit war die Zustimmung einiger Gemeinden zum SPRAR-Programm überhastet. „Man hätte zuerst die Voraussetzungen für die Unterbringung schaffen sollen, bevor man blindlings zustimmt. Zudem fehlt es in vielen Gemeinden an Information und Transparenz, was die ohnehin geringe Akzeptanz in der Bevölkerung zur Asylantenaufnahme noch weiter senkt“, kritisiert Zelger.

    Mit Stichtag 27. Juli hätten die Gemeinden der Bezirksgemeinschaft mitteilen müssen, wo die Asylbewerber in Zukunft untergebracht werden sollen. Auch zwei Wochen später ist dies offensichtlich nicht geschehen. Nun sollen die Gemeinden Kundmachungen an den Amtstafeln diesbezüglich verbreiten.

    Die Süd-Tiroler Freiheit bezweifelt den Erfolg dieser Verzweiflungstat. Die Bewegung befürchtet die Errichtung von Containersiedlungen, sollten keine Unterkünfte gefunden werden. Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich aber entschieden gegen diese „Lösung“ aus, die nur zur Ghettobildung in den Dörfern beitragen würde.

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