Archive for date: Juli 17th, 2017

  • Symbolbild: flickr.com/MikeKnell/cc
  • Der Südtirolsprecher der FPÖ, Werner Neubauer

Railjet nach Venedig – warum aber nicht Bozen?

Ab Dezember 2017 können ÖBB-Kunden über Villach nach Venedig reisen. „Jedoch wurde die Landeshauptstadt von Südtirol von den ÖBB-Plänen bis dato leider nicht erfasst”, sagt Werner Neubauer, Südtirolsprecher der FPÖ.

„Die Flugverbindungen sind schwierig, bleibt das Auto. Dem Slogan der ÖBB ‚Mit dem ÖBB-Railjet Österreich, Europa und die Welt entdecken‘ folgend, muss ich feststellen, dass eine wichtige Verbindung zur Verbesserung der Infrastruktur der sogenannten ‚Europaregion Tirol‘ bis heute nicht angedacht wurde. Dabei wäre eine direkte – grenzüberschreitende – Verbindung nicht nur historisch gesehen von großer Bedeutung. Mittlerweile schafft der ÖBB-Railjet die Verbindung Innsbruck-Wien in etwas mehr als vier Stunden. Technisch gesehen, dürfte die Eisenbahn-Verbindung nach Bozen kein Problem darstellen“ führt der blaue Abgeordnete weiter aus.

Kultur, Tourismus, Umweltschutz
„Eine direkte Verbindung von Bozen in die österreichische Hauptstadt wäre sowohl aus kultureller und touristischer Sicht, als auch aus wirtschaftlicher Sicht von enormer Wichtigkeit. Bedenkt man die jährlich länger werdenden kilometerlangen Staus am Brenner oder in Sterzing, so ist eine derartige Anbindung auch ein Gebot eines nachhaltigen Umweltschutzes“, meint Neubauer abschließend.

 

APA (Webpic/Symbolbild)

Mann stach Ehefrau in Wien bei Streit in den Rücken

Der 17-jährige Sohn des Ehepaares bekam den Streit mit, fand seine blutende Mutter und alarmierte die Rettungskräfte. Beim Eintreffen der Polizei war die Frau ansprechbar. Der mutmaßliche Täter wartete in der Wohnung und ließ sich widerstandslos festnehmen.

APA

APA (Fohringer)

Ex-Freundin in den Kopf gestochen – Lebenslange Haft

Der Schuldspruch wegen versuchten Mordes fiel einstimmig aus. “Für eine solch brutalste und auf grausame und heimtückische Weise begangene Tat kann nur mit der Höchststrafe vorgegangen werden”, legte Richter Georg Olschak in der Urteilsbegründung dar. In die Strafbemessung seien auch generalpräventive Erwägungen eingeflossen: “Es muss ein für alle Mal klar gestellt werden, dass man so mit Frauen in Mitteleuropa nicht umgeht.”

Die Rechtsvertreterin der Betroffenen, Irene Oberschlick, die sich dem Strafverfahren angeschlossen hatte, bekam ein Schmerzengeld von 50.000 Euro zugesprochen. Zudem haftet der Afghane für zukünftige Folgeschäden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidigung meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.

Die Bluttat hatte sich am 12. Juli 2016 an der U-Bahn-Station Währinger Straße ereignet. Der Angeklagte war eigenen Angaben zufolge als Musiker und Poet vor den Taliban nach Österreich geflüchtet war, wo er der um fünf Jahre jüngeren Frau, mit der er entfernt verwandt ist, als Verlobter vermittelt wurde. Die Verlobung scheiterte allerdings, weil der Mann, der sich Wien als Hilfsarbeiter verdingte, die von der Familie der jungen Frau geforderten 11.000 Euro nicht aufbringen konnte.

Die beiden Afghanen führten daher eine heimliche Beziehung, die sich zusehends verdüsterte, weil die Lebensstile der zwei immer mehr auseinanderdrifteten. Während der Mann zu arbeiten aufhörte, von der staatlichen Fürsorge lebte und sich hochprozentigem Alkohol und Cannabiskraut hingab, holte die junge Afghanin den Schulabschluss nach, ließ sich zur Kindergärtnerin ausbilden, besuchte eine Fahrschule und am Abend einen Englisch-Kurs. Außerdem legte sie das Kopftuch ab. Die Staatsanwältin bezeichnete ihren Werdegang als “Musterbeispiel einer gelungenen Integration”.

“Sie hat sich vorgestellt, in Österreich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Angeklagte hat ihren Traum zerstört”, berichtete Opfer-Vertreterin Oberschlick.

Nachdem sie ihrem Freund mitgeteilt hatte, dass sie sich von ihm trennen werde, passte dieser die 22-Jährige mit bereits gezücktem Klappmesser ab. Zuvor hatte der Angeklagte seiner “Zweitfreundin”, die er an einem Ziegelteich am Wienerberg kennengelernt hatte (“Sie war betrunken, ich war high. Wir haben gekuschelt”) per SMS angekündigt, er werde die 22-Jährige töten, weil diese ihn “verarscht” hätte.

“Ich denke, ich bin schuldig, weil, ich fast einen Menschen umgebracht habe. Zum Glück hat sie es überlebt”, meinte der Angeklagte. Seine Verteidigerin erklärte, der Mann wäre vom Tötungsvorsatz zurückgetreten, weil er noch am Tatort Polizei und Rettung verständigt, die Schwerverletzte bei Bewusstsein gehalten und Passanten um Hilfe gebeten hätte. In der U-Bahn-Station habe er seiner Freundin zunächst in Wange kneifen wollen, schilderte der Angeklagte. Sie habe das unterbunden und ihm vorgehalten, dass sie zehn oder 100 andere Männer haben könne. Als sie ihm mit der flachen Hand auf seinen Mund schlug, habe ihn Angst und Wut, aber auch “Panik, sie zu verlieren” erfasst: “Ich weiß nicht, wie ich begonnen habe zu stechen.” Er könne sich erst wieder erinnern, wie er den Kopf der blutend am Boden Liegenden hielt und diese ihn “Sei kein Esel, ich liebe dich” wissen ließ.

“Es ist aus medizinischer Sicht ein Glücksfall, dass die Frau überlebt hat”, stellte Gerichtsmediziner Christian Reiter in seinem Gutachten zu den Folgen der inkriminierten Tathandlungen fest. Die junge Afghanin hätte “an drei potenziellen Todesursachen sterben können”, führte der Sachverständige aus. “Diese Frau ist eine ungeheure Kämpferin, die sich nicht unterkriegen lässt”, betonte Reiter.

Seiner Expertise zufolge dürfte der Angreifer der 22-Jährigen vier Mal in die rechte Schädelhälfte gestochen haben. Besonders massiv war ein fünfter Stich ins linke Hinterhaupt, der einen Eindrückungsbruch am Schädel und eine Durchtrennung des Rückenmarks zwischen Hinterhauptknochen und erstem Halswirbel zur Folge hatte. Danach kam die Frau noch zu Sturz, was zu einem Schädelbasisbruch führte.

“Sie hätte verbluten können. Sie hätte an einer Atemlähmung sterben können, weil bei einer Durchtrennung des Rückenmarks das Zwerchfell keinen Auftrag zu atmen mehr bekommt. Dem ist sie wenige Millimeter entgangen. Schließlich hätte der Schädelbasisbruch zum Tod infolge des ansteigenden Hirndrucks führen können”, erläuterte Reiter. Er bezeichnete die Verletzungen als “mehrfach lebensbedrohlich” und bekräftigte: “Es ist einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass sich der Vorfall in der Währinger Straße direkt neben dem AKH ereignet hat. Wenn das im Wienerwald in Neuwaldegg passiert, ist sie wahrscheinlich tot.”

Die 22-Jährige wurde einen Monat lang im künstlichen Tiefschlaf behandelt. Ein weiteres Monat verbrachte sie auf der Intensivstation. Danach war sie bis Anfang Jänner durchgehend in einem Rehab-Zentrum. Bis zuletzt waren dort weitere mehrwöchige Aufenthalte erforderlich. Denn die Folgen dessen, was die Frau mitmachen musste, nannte der Gerichtsmediziner “dramatisch”. Reiter beschrieb dem Gericht eine vollständige sensible Lähmung ihrer rechten Körperseite: “Sie spürt weder die Große Zehe noch ist sie in der Lage, sinnliche Wahrnehmungen der rechten Hand zu spüren.” Mehr außer ihren Namen kann die Rechtshänderin nicht mehr schreiben. Linksseitig konstatierte Reiter eine “schlaffe Lähmung. Sie hat keine Motorik im linken Bein und an der linken Hand”.

Wie die 22-Jährige damit umgeht, nannte Reiter “in hohem Maße überraschend”. So ist die junge Frau mittlerweile in der Lage, mit Hilfe einer Krücke langsam, aber doch und vor allem ohne fremde Hilfe zu gehen. “Sie hat den Rollstuhl weggestellt und weigert sich, je wieder über einen Rollstuhl zu sprechen”, schilderte Reiter, nachdem er die junge Afghanin zuletzt am vergangenen Freitag untersucht hatte.

APA

Gadersound 2014 - Bild: Facebook/Gadersound OpenAir

Nach Festival: Südtiroler als Drogenkonsumenten gemeldet

Die Beamten dursuchten den Zeltplatz und identifizierten mehrere Jugendliche im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Alle stammen aus dem Raum Pustertal und der Provinz Bozen. Fünf von ihnen meldeten die Ordnungshüter dem Regierungskommissariats als Drogenkonsumenten.

Weiteres fanden die Carabinieri Haschisch, Marihuana und Amphetamine auf der Wiese und in den Büschen. Vermutlich entledigten sich Drogenkonsumenten beim Anblick der Ordnungskräfte den Drogen.

Bild: zapp2photo - Fotolia

Neuer Studiengang an der FH Kufstein

Der neue Masterstudiengang Smart Products & Solutions wurde durch die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) geprüft und ist nun akkreditiert.
Die Gutachter der AQ Austria untersuchten dabei die Studieninhalte, die Nachfrage aus der Wirtschaft und die Qualität der Fachhochschule.

„Wir sind froh, dass dem Start unseres neuen Vorzeigeprodukts nichts mehr im Weg steht. Das Verfahren zu Prüfung und Genehmigung war wichtig, denn jetzt haben wir nicht nur die offizielle Genehmigung, sondern auch die Bestätigung, dass unsere Qualität allen Anforderungen entspricht“, meint Prof. (FH) Thomas Madritsch, Geschäftsführer der Fachhochschule.

Studiengang kombiniert Technik und Wirtschaft
Zielgruppe des neuen berufsbegleitenden Masterstudiengangs sind Berufstätige mit Vorwissen aus traditionellen Technikdisziplinen oder der Informationstechnik. Smart Products & Solutions kombiniert Technik und Wirtschaft und setzt Schwerpunkte in der Entstehung smarter Produkte und Lösungen, der Wertgenerierung aus Daten und dem Änderungsbedarf in Unternehmen, also deren digitale Transformation.

Landespolizeidirektor Helmut Tomac, BM Wolfgang Sobotka und LH Günther Platter (v.li.) im Gespräch mit Einsatzkräften. © Land Tirol/Berger

Sobotka am Brenner

Dabei konnte folgende Einigung präsentiert werden: Ab sofort werden am Brenner permanent 100 Polizeikräfte zusätzlich – um 20 mehr als bisher – eingesetzt, um im Rahmen der Schleierfahndung den Grenzbereich zu sichern. Derzeit werden täglich zwischen 15 und 25 Aufgriffe im Brenzbereich am Brenner verzeichnet. Zudem werden trilaterale Polizeistreifen in Zügen (Österreich, Italien und Deutschland) neben den bereits durchgeführten Grenzkontrollen in Kiefersfelden verstärkte Präsenz zeigen.

„Als Innenminister ist es meine Aufgabe, uns auf das Schlimmste vorzubereiten und nicht nur auf das Beste zu hoffen. Bilder wie 2015 können und dürfen sich nicht wiederholen, das sind wir dem Rechtsstaat und der Bevölkerung schuldig“, so BM Sobotka. Dem stimmte auch LH Platter zu: „Die Lage am Brenner ist unverändert, könnte sich jedoch schnell ändern: über 85.000 Anlandungen sind es an Italiens Küste – Tendenz steigend“, verwies LH Platter auf die derzeitigen Sicherheitsmaßnahmen.

Gegenwärtige Maßnahmen und Stufenplan bei steigender Zahl an Aufgriffen

Derzeit kommt es an Österreichs Grenzen zu einer sogenannten Schleierfahndung, bei welcher alleine an Tirols Südgrenze gegenwärtig 100 Beamte eingesetzt sind. Das sind 20 mehr als bisher. Zudem zeigen trilaterale Streifen in Zügen mit österreichischen, italienischen und deutschen Beamten dementsprechende Wirkung, um die Zahl an illegalen Migranten vergleichsweisegering zu halten.

Im Falle der Anordnung von Grenzkontrollen ist ein mehrstufiges Modell vorgesehen. Stufe eins sieht den Einsatz von bis zu 295 Einsatzbeamten der Polizei an der südlichen Grenze Tirols vor (davon 100 Beamte allein am Brenner). Sollten die Zahlen sprunghaft steigen, kommen ab Stufe zwei noch mehr Polizeibeamte und ab Stufe drei noch zusätzlich technische Infrastruktur zum Einsatz. Zudem wird das Bundesheer mit einem Assistenzeinsatz beauftragt. Stufe 4 ist im Falle einer Asyl-Sonderverordnung angedacht und bringt nochmals einen erhöhten Personaleinsatz bei Polizeieinheiten mit sich.

„Wir nehmen jede derzeitige, negative Veränderung am Brenner unverzüglich wahr und können sofort darauf reagieren. Sollte es zu einem plötzlichen Ansturm kommen, ziehen wir das Grenzmanagement innerhalb von zwölf bis 24 Stunden hoch – allenfalls auch mit einem Assistenzeinsatz an der grünen Grenze durch das Verteidigungsministerium“, so LH Platter.

Zusammenarbeit mit Italien funktioniert

Dass die Zusammenarbeit mit Italien jedoch funktioniert, davon zeigten sich BM Sobotka und LH Platter überzeugt. „Die italienischen Behörden verhindern derzeit eine illegale Migration über den Brenner – das setzen wir mit allen Mitteln so fort“, hob LH Platter hervor. Dass Hilfsorganisationen ankündigen, Flüchtlinge mit Bussen und Autos an den Brenner bringen zu wollen, sei eine „Drohung, die so nicht zu akzeptieren ist“, so LH Platter. „Wir lassen uns nicht drohen, schon gar nicht von einer Hilfsorganisation. Der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit hat auf meine Anweisung hin diese Wortmeldung mit seinem Gegenüber besprochen und es war rasch klar, dass es sich hier keinesfalls um die Haltung Italiens handelt. Ich stehe mit dem italienischen Innenminister in einem guten und lösungsorientierten Austausch. Italien arbeitet hervorragend mit unseren Behörden zusammen und erledigt seine Aufgaben in diesem Zusammenhang vorbildhaft. Für den Fall eines plötzlichen Ansturms haben wir uns dennoch vorbereitet“, betont der Innenminister.

Schließung der Mittelmeerroute

Bauliche Maßnahmen am Brenner, die Errichtung einer Kontrollstelle für Reisezüge und Schleierfahndungen – Tirol bereitet sich in Abstimmung mit dem Innenministerium auf ein aktives Grenzmanagement vor und sendet damit ein klares Signal an Italien, Brüssel und die Flüchtlinge. Gleichzeitig plädiert LH Platter wie auch BM Sobotka für eine rasche Schließung der Mittelmeerroute und die Unterbindung von Fähren: „Die Entwicklungen an Italiens Küste sollten jeden in Europa nachdenklich stimmen. Die klare Haltung von Außenminister Kurz in der Frage zur Schließung der Mittelmeerroute kann daher nur unsere volle Unterstützung haben. Es ist gut, dass auch Bundeskanzler Kern hier letztlich eingelenkt hat“, so BM Sobotka abschließend.

Symbolfoto: © Stihl024 / pixelio.de

Motorradfahrer schwer verletzt

Der Motorradfahrer stürzte und blieb nach rund 30 Meter schwer verletzt auf der Fahrbahn liegen. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde er mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Innsbruck geflogen.

APA (AFP)

Italien dementiert temporäre Visa für Migranten

Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Regierung in Rom aus Protest gegen die schleppende Umverteilung von Flüchtlingen an die Verteilung von temporären Visa an Migranten denke. Damit könnten bis zu 200.000 Migranten Italien verlassen und ihre Angehörigen in anderen EU-Ländern erreichen, hieß es nach Medienangaben.

“Die Aussicht, dass vorübergehende Visa verteilt werden, ist eine Möglichkeit, über die ich mit Innenminister Marco Minniti gesprochen habe und die jetzt von der Regierung geprüft wird”, berichtete Senator Luigi Manconi, Präsident der parlamentarischen Kommission zum Menschenrechtsschutz. Bereits 2011 hatte die Regierung von Silvio Berlusconi an tausende tunesische Migranten aus humanitären Gründen Visa vergeben.

Auf die Frage, ob die Vergabe der Visa eine Reaktion Italiens auf die schleppende Umsetzung des Relocation-Programms sei, antwortete Manconi: “Es ist keine Drohung”. “Doch angesichts eines tauben Europas könnte die Regierung andere Schritte als eine illegale Initiative wie eine Hafensperre für Flüchtlingsschiffe ergreifen”, berichtete Manconi.

Die angeblichen Pläne der Regierung lösten in Rom hitzige Diskussionen aus. “Auch in dieser schwierigen Zeit muss man einen klaren Kopf bewahren. In Europa gewinnt man nicht mit einem Kraftakt die Aufmerksamkeit der europäischen Leader. Der einzig mögliche Weg ist jener der Diplomatie und des Dialogs”, erklärte die Europa-Abgeordnete der rechtskonservativen Forza Italia, Lara Comi. “Temporäre Visa für Migranten sind eine Lösung, wenn die EU-Länder sich weiterhin weigern, sich am Relocation-Programm zu beteiligen”, betonte Elisabetta Gualmini, Politikerin der Demokratischen Partei (PD) um Ex-Premier Matteo Renzi.

Italien blockiert indes die Verlängerung des EU-Militäreinsatzes vor der libyschen Küste. Weil die Regierung in Rom kurzfristig weiteren Prüfbedarf ankündigte, konnten die EU-Außenminister am Montag nicht wie geplant ein erweitertes Mandat für die Operation Sophia beschließen. In ihrem Entschluss hieß es deshalb lediglich, sie wollten die Mission “unterstützen”.

Es sei nicht auszuschließen, dass Italien mit der Blockade Zugeständnisse anderer Staaten bei der Aufnahme von Migranten erzwingen wolle, hieß es aus Diplomatenkreisen. Für Italien ist der EU-Einsatz bereits seit einiger Zeit mehr Problem als Hilfe. Das liegt vor allem daran, dass sich die Regierung 2015 damit einverstanden erklärt hatte, dass am Rande des Einsatzes gerettete Migranten in italienische Häfen gebracht werden. Damals war noch nicht absehbar gewesen, dass die eigentlich für den Kampf gegen Schlepperkriminalität losgeschickten EU-Schiffe Zehntausende Menschen an Bord nehmen würden.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zeigte sich bei dem Außenministertreffen in Brüssel optimistisch, dass die Laufzeit des Einsatzes wie geplant bis zum 31. Dezember 2018 verlängert werden könne. Das aktuelle Mandat ende erst Ende Juli, sagte sie in Brüssel. Bis dahin seien noch ein paar Wochen Zeit.

Circa 30 Bürgermeister in der sizilianischen Provinz Messina protestieren unterdessen gegen neue Migrantenankünfte. Ihre Gemeinden seien nicht in der Lage, die Last weiterer Flüchtlinge zu ertragen, sagten sie. Den Protest führt der Bürgermeister der Gemeinde Castell ́Umberto, Enzo Lionetto, in der 50 Migranten eingetroffen sind.

Lionetto beschuldigte das Innenministerium, die Migranten ohne die Zustimmung der Gemeinde nach Castell ́Umberto entsendet zu haben. Er protestierte vor dem Hotel, in dem die Migranten untergebracht werden sollen. Weitere Bürgermeister der Gegend schlossen sich dem Protest an. Auch sie sind mit Ankünften von Migranten konfrontiert. Sie klagten über eine “Invasion”.

Die Präfektin von Messina, Francesca Ferrandino, berief 45 Bürgermeister aus dem Raum von Messina zu einem Treffen ein, um über die Lage der Flüchtlingen zu diskutieren. Angesichts der jüngsten Ankunft tausender Migranten sucht das italienische Innenministerium auf Sizilien nach zusätzlichen Unterkünften für Flüchtlinge. Tausende neue Plätze sollen in den nächsten Monaten in Kasernen, Sporthallen und anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Die Zahl der Flüchtlinge, die seit Anfang 2017 über das Mittelmeer nach Italien gekommen sind, ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 stark gestiegen. Rund 90.000 Flüchtende erreichten die italienische Küste seit Jahresbeginn.

APA

Symbolbild

Bauer lässt Kühe verhungern: Vier Monate bedingte Haft

Wegen eines Alkoholproblems habe er sich nicht mehr um seine Tiere gekümmert, sagte der 35-Jährige, der gleich zu Beginn der Verhandlung alles zugab: “Ich habe gleich nach der Anzeige alle Tiere verkauft, die Landwirtschaft ist jetzt verpachtet”, sagte er. Dass der Mann sofort Konsequenzen gezogen hatte, hielt ihm auch Einzelrichter Oliver Kriz zugute: “Hinzu kommt, dass Sie auch unbescholten und umfassend geständig waren.”

Der 35-Jährige war mit dem Urteil einverstanden und bedankte sich beim Richter. Staatsanwalt Christian Pirker verzichtete auf Rechtsmittel. Da der Mann jedoch nicht anwaltlich vertreten war, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Er hat nun die Möglichkeit, sich binnen drei Tagen mit einem Rechtsvertreter zu beraten.

APA

Bozner Obstmarkt - Foto: Wikimedia

„Stirbt der Obstmarkt, stirbt die Altstadt“

Es gehe dabei nicht darum, gelegentliche Feste wie das Bozner Stadtfest zu verhindern, sondern der Verschmutzung, der permanenten Lärmbelästigung und der mangelnden Hygiene Herr zu werden, die sich in den Straßen der Altstadt breit machen.

Es wäre wesentlich besser, diese geltende Verordnung umzusetzen, als Veranstaltern neue Vorschriften zu machen.

Auch verschärfte Sicherheitskontrollen wären sehr zu begrüßen, wenn man die gerade in den vergangenen Wochen aufgetretenen Fälle von Drogenkriminalität am Obstmarkt betrachtet. Allerdings bringt es nichts, diese nur den Veranstaltern aufzuzwingen, die alle zwei Jahre ein Stadtfest organisieren.

„Vielmehr wäre es höchst an der Zeit, endlich die Menschenaufläufe in bestimmten Bereichen der Altstadt unter Kontrolle zu bringen. Insbesondere am Obstmarkt, aber auch in anderen Straßenzügen der Altstadt tritt ab Donnerstagabend bis Sonntagabend eine Situation ein, die eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit darstellen kann und für die sich anscheinend niemand zuständig fühlt“, schreibt das Komitee. Auch die Anbringung der Videoüberwachung habe bisher keinen Effekt erzielt – dabei wären dadurch alle Übertretungen nun eindeutig nachzuweisen.

„Wir fordern deshalb die Stadtverwaltung auf, insbesondere bei der Umsetzung des Gesetzesdekretes Nr. 14 vom 20.02.2017 (“Disposizioni urgenti in materia di sicurezza delle città”) tätig zu werden und den Obstmarkt als sensible Zone im Sinne dieses Gesetzes einzustufen. Das Komitee Lebenswerter Obstmarkt-Comitato Piazza Erbe vivibile steht für eine Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung stets zur Verfügung. Denn stirbt der Obstmarkt, stirbt auch die Altstadt“, heißt es in der Aussendung.

Bild: Polizeipräsidium

Beamte fassen Wohnwagen-Einbrecher in Meran

Die Beamten konnten die polizeibekannten Diebe stoppen und das Diebesgut den Eigentümern zurückgegeben. Es handelte sich um Schweizer, die auf der Durchreise waren.

Die beiden Männer wurden ins Bozner Gefängnis gebracht.

Bild: Facebook/G.O.N.D.

Südtiroler Band muss Konzert abbrechen

Bengalische Feuer waren auf dem Festival-Gelände verboten. Falls ein Bengalo gezündet und es nicht innerhalb kürzester Zeit gelöscht werden kann, so muss das Konzert abgebrochen werden, kündigten die Veranstalter an. Die Musik gehe erst weiter, sobald alle Brennstäbe gelöscht seien. Dabei handelt es sich laut Veranstalter um eine neue, behördliche Auflage der Polizei und des Ordnungsamtes, die zur Sicherheit der Besucher diene.

Zwei Mal musste bei Unantastbar das Konzert unterbrochen werden. Beim dritten Mal musste es allerdings komplett abgebrochen werden.

„Zum Zeitpunkt, als alles eskalierte, waren wir bereits 8 Minuten über der Spielzeit und hatten vom Stagemanager eigentlich nur mit viel gutem Willen fünf Minuten zugesichert bekommen. Für uns war nach dem Abdrehen des Sounds somit klar, dass keine Zeit mehr vorhanden ist, um das komplette Set zu Ende zu bringen. Nichts anderes hat unser Manager den Bühnenverantwortlichen mit der Handbewegung signalisiert“, schreiben die Südtiroler Rocker in einer Stellungnahme. „Wir hatten keine Information, dass wir den Song trotz der Verspätung noch einmal anfangen könn Read More

Jesolo: Video zeigt Sex am Strand – inmitten von Kindern

„Das wird mir keiner glauben“, hört man die Frau im Video sagen. „Das darf man nicht. In Mitten der Kinder, das ist ein Skandal“, schimpft sie.

Die Filmaufnahmen, welche Medienberichten zufolge einen Badestrand in Jesolo zeigt, verbreitete sich rasch im Internet.

Die Frauenstimme kündigte im Video an, den Vorfall zu melden. Ob sie das getan hat, geht aus dem Video aber nicht hervor.

APA (EXPA/Groder)

„Tiroler brauchen Regierungsverantwortliche, die endlich handeln“

Für den FPÖ-Landeschef braucht es kein Polittheater am Brenner, sondern einfach effektive Grenzkontrollen: „Es ist ja das eingetreten, wovor die FPÖ bereits 2015 gewarnt hat, dass nämlich der Brenner zur Top-Flüchtlingsroute in Mitteleuropa wird. Damals wurden wir als Hetzer hingestellt, als wir vor der Flüchtlingsbewegung über den Brennerpass warnten. Unsere Befürchtungen sind wahr geworden, wenn man nur bedenkt, dass laut den aktuellen Zahlen im Jahr 2016 in Tirol 11.812 illegal eingereiste Personen aufgegriffen wurden“, konkretisiert Abwerzger. „Es hätte ja auch von Anfang an der gesamte Zugverkehr, also sämtliche Personen- und Güterzüge, lückenlos überwacht und kontrolliert gehört“, hält Abwerzger weiters fest.

Er erinnert daran, dass für die FPÖ LH Platter und die Landesregierung eine gewisse Mitschuld daran tragen, dass derart viele illegale Migranten bereits im vergangenen Jahr über Italien nach Österreich eingereist sind: „Wenn knapp 12.000 Personen aufgegriffen wurden, dann lässt dies die Vermutung zu, dass noch viel mehr Menschen auf der Flucht sind und eben nicht aufgegriffen werden, sondern nach Österreich eindringen.“

Bezüglich des heutigen Besuchs von Innenminister Sobotka merkt Abwerzger an, dass „der Innenminister bereits vor wenigen Wochen im Innsbrucker Rapoldipark ebenso medienwirksam aufgetreten ist, aber noch nichts umgesetzt wurde, was er gefordert hat.“ Der FPÖ-Chef abschließend: „Auf Lokalaugenscheine können die Tiroler gerne verzichten, was die Bevölkerung brauchen würde, wären Politiker die handeln.“

APA (dpa)

Angela Merkel bald wieder in Südtirol

Es wäre nicht das erste Mal, dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Urlaub in Südtirol verbringt. Und es wäre auch nicht das erste Mal, dass sie dies vor einem heißen Wahlkampf tut.

Obwohl es von offizieller Seite keine Bestätigung gab: Es wird davon ausgegangen, dass die Kanzlerin ihren Sommerurlaub wieder in Sulden im Vinschgau verbringen wird.

Das Hotel „Marlet“, in dem die Kanzlerin bereits öfter zu Gast war, hat für die ersten zwei August-Wochen alle Zimmer „geblockt“, wie es auf Anfrage von UT24 hieß.

Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer entspannen regelmäßig im Sommer am Fuße von König Ortler. Die Bundeskanzlerin legt Wert auf die Abgeschirmtheit und Erholung.

Bild: LPD

Frau bei Überfall mit Pistole verletzt – Verdächtiger gefasst

Ein vorerst unbekannter, maskierter Täter hatte am Freitag gegen Mittag den Schmuckladen betreten, die Inhaberin, die zu diesem Zeitpunkt alleine in dem Geschäft war, mit einer Schusswaffe bedroht und sie zur Herausgabe von Bargeld und Schmuck genötigt (UT24 berichtete). Der Mann riss die Frau dabei laut Polizei zu Boden und setzte ihr die Pistole an den Hals an. Nachdem die Geschäftsführerin dem Täter Bargeld aus der Kasse gegeben hatte, forderte der Mann die Frau auf, den Safe zu öffnen und raffte daraus hochwertigen Schmuck zusammen.

In weiterer Folge verlangte der Täter mit den Worten “mehr Gold” nach weiterer Beute und attackierte die Inhaberin mit Faustschlägen gegen den Kopf. Zudem versuchte er sein Opfer mit Klebeband zu fesseln, berichtete die Polizei. Die Frau erlitt bei der Attacke schwere Verletzungen.

Als die Besitzerin eines nahen Obstgeschäftes die Hilfeschreie des Opfers hörte, eilte sie der Frau zur Hilfe. Der Täter flüchtete daraufhin auf einem weißen Motorrad. Ein zufällig mit dem Pkw vorbeikommendes Ehepaar aus Belgien sah den Vorfall und nahm die Verfolgung des Mannes auf. Er bedrohte die beiden jedoch ebenfalls mit der Faustfeuerwaffe, woraufhin sie von der Verfolgung abließen.

Noch am Freitagabend konnte ein 27-jähriger Bosnier festgenommen werden, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll. Weitere Ermittlungen hätten schließlich zum Tatverdächtigen geführt. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung konnten diverse Raubutensilien, die Täterkleidung und auch ein Teil der Beute sichergestellt werden, hieß es seitens der Polizei.

Der 27-Jährige zeige sich zur Tatbeteiligung geständig. Der 34-Jährige schweige jedoch zu den Vorwürfen. Die beiden Beschuldigten wurden in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Bei dem Raub wurde Bargeld im höheren dreistelligen Eurobereich und Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Eurobetrag erbeutet.

APA

Symbolfoto: wikimedia.org/Xocolatl (talk)/gemeinfrei

Felssturz verfehlt Familie nur knapp

Die Polizisten bemerkten daraufhin mehrere große Felsbrocken, die rund 50 Meter oberhalb des Wanderwegs zum Stillstand gekommen waren. Ein Schutzwall sei bereits in Bau und Geologen hätten das Gelände schon untersucht, teilten die Verantwortlichen für den Wanderweg mit. Eine neuerliche Untersuchung wurde veranlasst.

APA/UT24

APA (Archiv)

“Diese Türkei” hat laut Kurz keinen Platz in der EU

Die Beitrittsverhandlungen sollten abgebrochen werden, bekräftigte Kurz. “All diese Aussagen, die von Erdogan kommen, sind noch nicht das Schlimmste. Sondern das Schlimmste ist, was in der Türkei tagtäglich passiert. Andersdenkende werden mundtot gemacht, es sind unzählige inhaftiert worden, Opposition und Journalisten werden eingeschüchtert. Das ist etwas, wo Europa nicht wegsehen darf.”

Deshalb sei er “froh, dass auch bei dem Thema Brüssel ein Stück weit hier die Linie verändert hat und wir als EU jetzt eine klarere Linie in Richtung Türkei haben.” Er habe das lange eingefordert, “schön langsam ergibt sich da eine gewisse Bewegung”, so Kurz.

EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn wollte die Erdogan-Aussagen über “das Kopfabreißen” nicht kommentieren. “Ich bin müde”, solche Erklärungen zu kommentieren, sagte er.

Kurz bekräftigte außerdem seine Forderung nach der Schließung der Mittelmeerroute. Auf Aussagen seines luxemburgischen Amtskollegen Jean Asselborn über KZ-ähnliche Zustände in libyschen Flüchtlingslagern angesprochen sagte Kurz, diese würden oft von Schleppern betrieben.

Erfreut zeigte sich Kurz über ein Umdenken in der Migrationsfrage in Italien und der EU. “Ich bin in den letzten Jahren massiv kritisiert worden, als ich sagte, man darf nicht zuschauen, wenn NGOs mit Schleppern kooperieren”. Wenn man so weitermache, würden immer mehr Menschen kommen und immer mehr Menschen sterben. “Mittlerweile gibt es Umdenken in Italien und auf europäischer Ebene, das ist gut so. Mir geht’s immer noch zu langsam, aber die Richtung stimmt mittlerweile”.

Wenn Italien darüber spreche, dass es nicht sein könne, nach der Rettung alle Menschen in italienische Häfen zu bringen, “kann ich nur sagen, endlich sind wir in die richtige Richtung unterwegs. Die Rettung im Mittelmeer darf nicht verbunden sein mit einem Ticket nach Mitteleuropa”, so Kurz. Italien “braucht unsere Solidarität, aber die richtige Solidarität. Wir müssen mit italienischer Unterstützung die Mittelmeerroute schließen”.

Fähren mit illegalen Migranten von den Inseln auf italienisches Festland seien zu stoppen. “Je mehr Fährenverkehr wir hier haben, je schneller illegale Migranten auf Inseln gebracht werden, je schneller von den Inseln aufs Festland, je schneller sie vom Festland Richtung Österreich und Deutschland ziehen können, desto mehr Menschen machen sich auf den Weg”, warnte der Außenminister. “Insofern muss man zahlreiche Schritte setzen, um die Mittelmeerroute zu schließen, dafür werde ich weiter kämpfen”.

Foto: Facebook/Sea-Watch

Ius soli: „Vernunft hat gesiegt“

„Offensichtlich hat die Vernunft (vorerst) gesiegt. Der Widerstand der Bürger sowie der vernünftigen politischen Kräfte wie Freiheitliche und Lega Nord gegen die Verleihung der italienischen Staatsbürgerschaft an alle auf dem Staatsgebiet Geborenen hat Wirkung gezeigt. Im Windschatten der Kleinpartei von Außenminister Alfano wurde selbst die SVP gezwungen, ihre vorbehaltlose Zustimmung zu überdenken – denn das „Ius soli“ hätte nachhaltig negative Auswirkungen für Italien und insbesondere auch für Südtirol mit seinem sensiblen Volksgruppenverhältnis gehabt”, sagt der Obmann der Freiheitlichen, Andreas Leiter Reber.

Eine unkontrollierte Einwanderung mit gleichzeitiger Einbürgerung habe es auch in den klassischen Einwanderungsländern auf dem amerikanischen Kontinent oder in Australien nur solange gegeben, bis diese Länder ihr Staatsgebiet erschlossen und zu einem modernen Industriestaat ausgebaut hätten.
„Diese erfahrenen Einwanderungsländer haben längst erkannt, dass die Integration von neuen Einwanderern und die soziale Akzeptanz ihnen gegenüber nur dann aufrechterhalten werden kann, wenn sie eine streng selektive Einwanderungspolitik machen“, so der Blaue.

„Das Verschenken der italienischen Staatsbürgerschaft in Zeiten der geöffneten Scheunentore ist keine Integration, sondern die Kapitulation vor einer unkontrollierten Masseneinwanderung! Wir Freiheitliche rufen einmal mehr dazu auf, die Außengrenzen endlich zu schützen und eine kontrollierte Asylpolitik zu betreiben die den wirklichen Kriegsflüchtlingen und politisch Verfolgten Schutz bietet und die Hilfsbedürftige in ihren Herkunftsländern unterstützt.” so Leiter Reber abschließend.

Wie muss Fisch gekennzeichnet werden?

Für eine korrekte Etikettierung müssen folgende spezifischen Angaben gemacht werden:

• die Handelsbezeichnung der Fisch-, Krebs- oder Weichtierart (z. B. „Scholle“);
• der wissenschaftliche Name der Art (z. B. für Scholle: „Pleuronectes platessa“);
• die Produktionsmethode („gefangen“ bzw. „aus Binnenfischerei“ bzw. „in Aquakultur gewonnen“);
• das geografische Gebiet, in dem das Erzeugnis gefangen oder gezüchtet wurde (das Fischereigebiet, z. B. „Fanggebiet 27 Nordostatlantik“, bzw. für Binnenfischerei das Gewässer und das Land, für Aquakultur das Land der Aufzucht);
• bei Erzeugnissen aus Meeres- und Binnenfischerei die Fangmethode unter Angabe der verwendeten Gerätekategorie (Wadennetze, Schleppnetze, Kiemennetze und vergleichbare Netze, Umschließungsnetze und Hebenetze, Haken und Langleinen, Dredgen, Reusen und Fallen);
• der Auftauhinweis („aufgetaut“), falls zutreffend.

Auf diese Art müssen alle Produkte, die mehr oder weniger naturbelassen in den Handel kommen, gekennzeichnet werden, also Frischfisch, Räucherfisch und Tiefkühl-Fischerzeugnisse sowie rohe, frische und gefrorene Krebs- und Weichtiere. Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind verarbeitete und zubereitete Produkte, beispielsweise Produkte mit Panaden, Marinaden und Soßen.

Bei vorverpackter Ware sind die Angaben auf dem Etikett zu finden. Bei lose verkaufter, frischer Ware sind die Informationen auf Plakaten oder Tafeln anzugeben. Aufgeklärte Verbraucher und Verbraucherinnen haben so die Möglichkeit, ganz bewusst Fisch aus nachhaltiger Fischerei auszuwählen.

Eine Erhebung von Greenpeace in Italien zeigte jedoch 2016, dass beim Verkauf von Frischfisch 80 Prozent der überprüften Etiketten nicht vollständig und also nicht korrekt sind. Die meisten Mängel wurden auf Wochenmärkten und in Fischhandlungen festgestellt.

Bild: Manfred Werner - Tsui - Wiki Commons

Austropop-Legende Wilfried 67-jährig gestorben

Der am 24. Juni 1950 in Bad Goisern geborene Wilfried Scheutz, war auf der Bühne meist als “Wilfried” bekannt. Mit seinem Volksmusik-Crossover feierte er Anfang der 70er-Jahre große Erfolge, mit “Mary Oh Mary” schaffte er 1973 sogar den Sprung an die Spitze der Ö3-Hitparade – wie er überhaupt seine größten Erfolge, zu denen auch “Ziwui, Ziwui”, “Country Blues” oder “Lauf Hase, lauf ” zählen, in den 1970er- und 1980er-Jahren feierte, was ihn zu einem der bekanntesten Vertreter des Austropops macht.

Wilfrieds musikalisches Schaffen umfasste aber zahlreiche Genres, von Blues über Rock bis zu eigenwilligen Popsongs wie “Orange” und “Highdelbeeren”. Von 1978 bis Mitte 1979 war er auch Sänger der “Ersten Allgemeinen Verunsicherung”.

Einen Karriereknick erlitt Wilfried 1988, als er beim Song Contest mit “Lisa Mona Lisa” nur den letzten Platz belegte. Er nahm es zwar gelassen (die Folgesingle heißt “Danke Österreich”, ein erstes Solo-Kabarett-Programm “Schrott sei Dank”), die öffentliche Schelte hatte dennoch den weitgehenden Rückzug aus den Medien zur Folge.

Seit den 1990er-Jahren war Wilfried auch als Schauspieler erfolgreich. 1996 gründete er die A-cappella-Gruppe “4Xang”. Anfang 2011 gründete er mit seinem Sohn Hanibal Scheutz die Rockband “Neue Band”.

Symbolbild

Bub (8) von Auto überrollt

Kurz zuvor fuhr der Bub mit seinem Kinderscooter eine abschüssige Gemeindestraße herunter. Als ein Pkw in eine Hauszufahrt einbog, ohne das Kind wahrzunehmen, konnte der Junge nicht mehr Bremsen.

Durch den Unfall erlitt der 8-Jährige Verletzungen an beiden Beinen, wurde an der Unfallstelle erstversorgt und anschließend von der Rettung ins Landeskrankenhaus Hall in Tirol eingeliefert.

Symbolbild: UT24/fe

Mutter und Tochter durch Säure verletzt

Während das Weiße Kreuz den Verletzungsgrad der Mutter mit mittelschwer angab, zog sich die Tochter leichte Verletzungen zu.

Die Rettungskräfte brachten die beiden Frauen nach der Erstversorgung ins Krankenhaus von Bozen.

Foto: Südtiroler Schützenbund

Flurnamenatlas: l’atlante toponomastico in una nuovissima App

Una App nuova di zecca, che si aggiunge alle tante pensate per gli escursionisti, con le mappe su cui pianificare il percorso di una gita o di un’escursione, in versione completa di sviluppo e di altimetria, oltre alla possibilità di registrare la traccia GPS e di condividerla.  Tutto già visto? No, perché Flurnamenatlas, realizzata con un lavoro di volontariato, paziente, certosino ma soprattutto superspecializzato, da Arnold Steger – cacciatore nonché Schütze della SK Ehrenburg in Pustertal, ha un qualcosa in più: ed è proprio questo a fare la differenza.

I toponimi utilizzati da Flurnamenatlas sono ovviamente quelli storici ed originali, gli unici utilizzati prima che Tolomei, il regime fascista e le leggi dello stato provassero a giocarsi pure quella carta per tentare l’italianizzazione forzata di una Terra che di “italiano” non aveva assolutamente nulla.

Le fonti toponomastiche sono la cartografia ufficiale della Provincia di Bolzano, nonché la pubblicazione “Flurnamen, Wurzeln der Heimat” (Toponimi, radici della Heimat) edito nel 2010 dalla SK Ehrenburg; Flurnamenatlas ne prende in considerazione circa 170.000.

La nuova app ha già ricevuto notevoli “attenzioni” da parte dei media del Sudtirolo, soprattutto da quelli editi in lingua italiana: alcuni articoli sono apparsi sulla stampa locale, alcuni servizi nei telegiornali delle emittenti pubbliche e private. Il taglio è magari diverso a seconda della testata, in comune ci sono i toni, tra lo strafottente, l’ironico, il provocatorio.  Si sono sprecati i commenti dei lettori, che non riportiamo:  se qualcuno fra i nostri, di lettori, proprio ci tiene ed ha una mezz’ora da buttar via, lo invitiamo a fare un giro sul web – c’è da divertirsi, anche perché prendersela con cotanta “beata ignoranza” non vale la pena.

Invitiamo invece, e questo sul serio, a scaricare la app (per ora operativa solo in Android) a questo link di Google Playstore: e poi.. buona programmazione e buone gite! Con la certezza che, fra toponimi originali e Flurnamenatlas, nessuno correrà il rischio di perdersi.