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  • Syrischer Friseur will keine Frauen als Kunden

    Der Aushang eines Friseursalons im deutschen Zwickau sorgt für heftige Diskussionen. Darauf ist zu lesen, dass vom 10. bis 15. Juli ein syrischer Friseur im Salon arbeiten wird, der jedoch ausschließlich männliche Kunden betreut.

    Foto: Facebook

    Der ungewöhnliche Schritt geschehe laut den Betreibern aus „personalbedingten Gründen“. Weil im Salon normalerweise sehr viele Frauen bedient werden, entstand dadurch für einige Kunden der Eindruck, dass der Syrer vermutlich aus religiösen Gründen keine Frauen bedienen möchte.

    Eine verärgerte Kundin fotografierte das Plakat und stellte es ins Netz. Darauf hagelte es tausende von Kommentaren, die sich heftig darüber aufregten. Innerhalb von nur wenigen Tagen wurde das Bild über 5.000 Mal auf Facebook geteilt.

    Friseur entschuldigt sich

    Eine Zeit lang wurde gar die Echtheit des Bildes angezweifelt. Nun hat sich aber der besagte Friseur-Salon selbst zu Wort gemeldet. Die Betreiber sprechen von einem Missverständnis und gestehen eigene Fehler in der Außenwirkung des Plakats ein.

    Bei dem betroffenen Syrer würde es sich lediglich um einen Herrenfriseur handeln, der nicht ausreichend qualifiziert sei, um auch Frauen die Haare zu schneiden. Die entstandenen Vorwürfe, wonach der Friseurbetrieb Frauen religiös diskriminieren würde, weisen die Verantwortlichen vehement zurück.

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    1. Diandl
      18.07.2017

      Dieses Hinweisschild gehört zur Werbestrategie des Friseursalons. Nach der Messerstecherei des syrischen Damensfriseurs Mohammad H. im Salon der Brandenburger Friseuse Ilona Fugmann bedarf es jetzt vermehrter Anstrengungen, potentielle Kundinnen an der Stange zu halten. Nur wird das mit der So-tun-als-ob-nichts-geschehen-wäre-Methode nicht funktionieren.
      Wie belämmert muß frau sein, sich nach Bekanntwerden der Schneidekünste des Schutzsuchenden Mohammad noch selbst ans Messer zu liefern?
      Der Friseursalon war in den letzten Wochen nicht mehr wie üblich ausgelastet (aus bekannten Gründen), so hat man einen Teil der Angestellten in Urlaub geschickt und ausgerechnet den syrischen Herrenfriseur belassen. Um zu demonstrieren, daß alle “Flüchtlinge” nett sind und die böse Ilona eben ein “Einzelfall”.

      Man hätte das Hinweisschild auch anders schreiben können: von .. bis … bedient Sie unser Herrenfriseur.
      99% der Damen wären dann ausgeblieben.