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  • Kein Pelikan im Hochpustertal: „Das muss geklärt werden“

    Ein Waldarbeiter hat sich am vergangenen Dienstag in Toblach schwere Verletzungen zugezogen. Der Rettungshubschrauber Pelikan 1 hätte allerdings aufgrund der Skimeisterschaften der Alpini nicht im Ort landen dürfen, meldete ein Südtiroler Nachrichtenportal. „Das muss von offizieller Seite geklärt werden“, sagt der Toblacher Bürgermeister, Guido Bocher.

    Symbolfoto: Heli - Flugrettung Südtirol

    Im Hochpustertal fanden vergangene Woche die Skimeisterschaften der Alpini-Soldaten statt. Deshalb war der Luftraum über dem Gebiet gesperrt. Flugübungen des Militärs sorgten allerdings für Lärm und Ärger unter den Anrainern.

    „Natürlich ist ein gewisser Lärm da“, sagt Bürgermeister Guido Bocher zu UT24. Auch einzelne Beschwerden von Bürgern gingen bei der Gemeindeverwaltung ein.

    Ärger sorgte allerdings nicht nur der Lärm der Hubschrauber, sondern die Nachricht, ein Rettungshubschrauber hätte aufgrund des Flugverbotes nicht in Toblach landen dürfen.

    „Der Rettungshubschrauber hat Vorrang“, sagte Dr. Manfred Brandstätter, Primar des Landesnotfalldienstes und medizinischer Leiter des Vereins „HELI – Flugrettung Südtirol“, am Mittwoch zu UT24. Auch wenn eine militärische Übung im Gang sei (UT24 berichtete).

    Dennoch landete der Rettungshubschrauber im einige Kilometer entfernten Welsberg. Laut Brandstätter sei dies so vereinbart gewesen und habe zu keinerlei Zeitverlust geführt.

    Die Nachricht über den Rettungshubschrauber, der vor Ort nicht landen hätte dürfen, machte in Toblach schnell die Runde. Auch Bürgermeister Bocher hatte bald davon gehört.

    „Die ganzen Funkgespräche werden aufgezeichnet“, sagt Bocher. „Das muss von offizieller Seite geklärt werden“. Wenn der Rettungshubschrauber tatsächlich ein Verbot erhalten hätte, sei es eine Sache, die natürlich nicht in Ordnung sei. Er glaube aber eher an ein Missverständnis, so der Bürgermeister.

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