Siegfried Unterkircher

22.02.2018

Marketing für einen Scherbenhaufen

Spät, sehr spät, aber doch hat es die vierzehn PDler derart gewurmt, dass sie im satten Kollektiv ihr seelenloses Parteisoldaten-Dasein partout abschütteln wollten. Man möge mir den Ausdruck „Parteisoldaten“ nachsehen, aber wer so lange Niedertracht in ausgeprägter Form über sich ergehen lässt, der ist der sprichwörtliche Soldat seiner Partei, der er jetzt aber und das zehn Tage vor den vielleicht wichtigsten Wahlen der letzten zwanzig Jahre nicht mehr sein will, sein kann. Respekt!

Landeshautpmann Arno Kompatscher und die italienische Ex-Ministerin Maria Elena Boschi - Bild: Facebook/Arno Kompatscher

Neben der Justierung der von Rom willkürlich durcheinandergewirbelten politischen Koordinaten, ist es vor allem eine menschliche Rehabilitierung fern jeglicher verbaler Ersatzhandlung. Es ist dies mehr als ein, wie in der Politik meist so schelmisch herbeigeführter Kompromiss: Nein, hier hat man nicht vorgegeben, dass man nachgibt.

Was nun Herr Renzi, Frau Boschi, liebe unterwürfige SVP? Vielleicht wollt ihr jetzt endlich einsehen, dass euer, wenn man so will, politisches Marketing, nichts anderes, als eine die Volksseele aufkochende Entgleisung ist? Es bleibt ein Scherbenhaufen, gleichend einem Kaleidoskop aus fremden Meinungen, Bildern, Eindrücken und miteinander im Widerspruch liegenden Überzeugungen.

Seinen Beginn nahm dieses Dilemma in dem Moment, wo ihr glaubtet, dass man die Verdienste und die Reputation der hier lebenden Menschen willkürlich mit fremden Humankapital ersetzen könne, als eine besondere Ausartung des hybriden Machtverfalls.

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