Lukas Steinwandter

03.11.2020

Der Islam gehört nicht zu Südtirol

Es wäre vermessen zu behaupten, das Forum Prävention habe den Zeitpunkt bewusst gewählt. Doch reichlich unglücklich ist er dafür umso mehr. Just an dem Tag, als – nach allem, was wir derzeit wissen, ein illegaler Einwanderer aus Tunesien, oder wie manche sagen: ein Flüchtling – im südfranzösischen Nizza in einer Kirche drei Menschen auf brutale Art und Weise tötet, veröffentlicht eben dieses Forum ein Facebook-Video gegen „islamfeindliche Diskriminierung“.

 

APA (Symbolbild/dpa)

In dem Clip wird die provokante Frage gestellt, was der Nutzer zu einer Kindergärtnerin mit Kopftuch sage. Sicher, Werbung muss in gewisser Weise provokant sein, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Doch unabhängig vom Zeitpunkt schießt die Organisation, die nach eigenen Angaben „zu einem beträchtlichem Teil“ aus Steuergeldern finanziert wird, übers Ziel hinaus.

 

 

 

Der Islam gehört nicht zu Südtirol. Ein ebenso provokanter Satz, der mit dem Zusatz „in seiner jetzigen Form“ sicherlich einen breiten Konsens erfahren dürfte. Denn der Islam in seiner jetzigen, nicht aufgeklärten Form fördert Unfreiheit, Unterdrückung und Unfrieden. Der niederländische Sozialwissenschaftler Ruud Koopmans analysierte in seinem in diesem Jahr erschienenen Buch „Das verfallene Haus des Islam“, warum beispielsweise Moslems, die in europäische Ländern einwandern, so schwer zu integrieren seien.

Immer weniger islamische Demokratien

Er kommt zu dem Schluss: Es liegt etwa nicht an der kolonialen Vergangenheit, sondern hat religiöse Wurzeln. Anhand von Statistiken und Daten untersucht der Wissenschaftler die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und historisch gewachsenen Zusammenhänge und vergleicht mehrheitlich moslemische Länder mit denen, in denen Moslems eine Minderheit bilden. „In Wirklichkeit gibt es keinen Teil der Welt, in dem Diskriminierung religiöser Minderheiten und Gewalt gegen sie so hart und so weit verbreitet sind wie in der islamischen Welt.“

Seit 1972 sank die Zahl der Diktaturen weltweit von 62 auf 47, obwohl Dutzende neue Staaten hinzukamen. Allerdings war in moslemischen Ländern ein gegenteiliger Trend zu beobachten. Hier waren in den 1970er Jahren von 36 Länder vier Demokratien, heute sind es von 47 noch zwei, Senegal und Tunesien.

Wer den Islam in größerer Personenzahl, und die ist in einem kleinen Land wie Südtirol schnell erreicht, zu sich lässt, der bekommt viele Probleme dazu. Im schlimmsten Fall ist das der Islamismus samt seines fürchterlichen Terrorismus. Der Verbandsislam in Europa tut zu wenig, um sich von dem radikalen Islam abzugrenzen, geschweige denn ihn ernsthaft, nachhaltig und konsequent zu verurteilen.

Die weltweiten Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen und die ausbleibenden Proteste bei ähnlichen Zeichnungen über andere Religionen zeigen, dass viele Moslems die in hiesigen Sonntagsreden vielbeschworenen Werte verachten. Die Charlie Hebdo-Karikaturen sind geschmack- und stillos, gezeichnet von antireligiösen Linken, die kein Gläubiger loben sollte. Aber sie müssen verdammt nochmal veröffentlicht werden dürfen, ohne dass ihre Urheber anschließend abgeschlachtet werden. Und dieses Recht muss mit allen verfügbaren Mitteln durchgesetzt werden. Appeasement-Politik taugt dabei nicht.

 

Nicht die Islamkritik ist das Problem

In Deutschland gingen am Wochenende Moslems auf die Straße und protestierten gegen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, weil dieser es gewagt hatte, nach dem islamistischen Mord an einen französischen Lehrer die Mohammed-Karikaturen als Ausdruck der Meinungsfreiheit zu verteidigen. Ein moslemischer YouTuber führte zusammen mit anderen Männern in Berlin einen als Macron verkleideten Mann gefesselt durch die Straßen. Immer wieder werden Macron-Masken verbrannt. Die Szenen erinnern an öffentliche Strafen und Demütigungen in islamischen Staaten.

 

 

Vielleicht sollte das Forum Prävention lieber hier ansetzen, statt die heimische Bevölkerung, von der es finanziert wird, mit solchen Videos zu provozieren. Denn kritische Äußerungen von Einheimischen über fremde Sitten und Gebräuche, gerade wenn es um sensible Bereiche wie den Kindergarten geht, stehen in keinem Vergleich zu den Morden, die jährlich im Namen des Islam in Europa begangen werden. Wir haben dies erst am gestrigen Montag in Wien leidlich erfahren müssen.

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  1. swiss-austrianer
    14.11.2020

    DER ISLAM GEHÖRT KEINESFALLS NACH EUROPA, ZUMINDEST NICHT IN DIE EU-LÄNDER! Ich war in den 80-iger Jahren in diesen Ländern tätig und habe deren “Gesellschaftssysteme” hinreichend kennenglernt. Obwohl es damals noch etwas friedlicher in diesen Ländern zuging, hegte ich die Hoffnung, “hoffentlich kommt sowas nicht nach Europa”. Und nun sind sie da mit all ihren Negativerscheinungen wie Integrationsverweigerung, soziale Ausnutzung, Gewalt, Kriminalität, Demütigung – auch der einheimischen Frauen -, Respektlosigkeit, aufdrängen deren verachtenswerter Kultur u.a. WARUM GEHEN DIE NICHT IN JENE ISLAMISCHEN LÄNDER, WO DEREN “KULTUR” ALLTÄGLICH IST?

  2. Puschtra
    03.11.2020

    Zitat von Recep Tayyip Erdogan, der Demokratie einst als Zug beschrieb, auf den man aufsteige bis man am Ziel sei. Auch bezeichnete das türkische Staatsoberhaupt Moscheen als Kasernen, Minarette als Bajonette und Gläubige als Soldaten.Demgegenüber stand ein Zitat von Kemal Atatürk: “Der Islam ist die absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet.” Letzteres entspricht wohl eher der Wahrheit, unter Kemal Atatürk lief fast keine Frau in der Türkei mit einen Kopftuch herum. Und wieder seifen uns Politiker, die solchen Terrorismus ins Land liessen, mit heuchlerischen Statements ein und kommen mit Begrifflichkeiten wie “Islamismus” daher. Ein führender Islamkritiker, selbst Moslem, Abdel Samad, sagt, es gibt keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus!!!

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