Die Mannschaft von Teamchef Roger Bader löste schon vor der abschließende Partie am Montag (20.15 Uhr) gegen Tschechien das Ticket für die WM 2019 in der Slowakei (Bratislava und Kosice). Ein frühes Tor von Verteidiger Layne Viveiros (5.) und eine hundertprozentige Powerplay-Ausbeute im Mitteldrittel brachten Österreichs ersten Sieg bei diesem Turnier. Konstantin Komarek (31.), Michael Raffl (35.) und Dominic Zwerger (40.) jeweils im Überzahlspiel trafen zur Freude der Hunderten mitgereisten rot-weiß-roten Fans.

Bader musste auf Stürmer Brian Lebler (Fingerbruch) und Verteidiger Dominique Heinrich (Knieverletzung) verzichten. Der nach dem Frankreich-Spiel von Bader kritisierte Torhüter Bernhard Starkbaum erhielt wieder das Vertrauen – und zahlte es mit einer fehlerlosen Leistung und einem “shut-out” zurück.

Nach nervösem Beginn ging Österreich wie schon gegen Frankreich mit dem ersten Torschuss in Führung. Einen Viveiros-Schuss wehrte Torhüter Michail Karnauchow so unglücklich ab, dass die Scheibe von einem eigenen Verteidiger ins Tor sprang (5.).

Im Gegensatz zum Vortag ging die Führung aber nicht in eine Verunsicherung über. Die Weißrussen, seit 2005 stets in der A-WM, hatten zwar mehr vom Spiel, aber auch Riesenglück. Lukas Haudum traf nach einer schönen Einzelaktion nur die Latte (10.). Dank gutem Penalty-Killing bei zwei Unterzahlspielen brachte die Bader-Truppe den Vorsprung in die Pause.

Im Mitteldrittel machten die Weißrussen zunächst viel Druck. Mit enormem Kampfgeist und ein bisschen Glück überstanden Kapitän Thomas Hundertpfund und seine Kollegen diese Periode und nutzten die erste Strafe des Gegners.

Nach geduldigem Aufbau erzielte Komarek, von Bader am Vortag ebenfalls kritisiert, sein erstes Tor bei diesem Turnier (31.). Nächstes Powerplay, gleiches Spiel, nur fälschte diesmal Raffl den Komarek-Schuss ab (35.). Und 24 Sekunden vor der zweiten Pause setzte Zwerger einen Schuss ins Kreuzeck.

Die Abstiegsfrage war damit praktisch entschieden, am Ende stand der höchste rot-weiß-rote Sieg bei einer A-WM seit neun Jahren (6:0 gegen Ungarn 2009). Österreich muss erstmals seit Prag 2004 nicht sofort wieder zurück in die zweite Leistungsstufe.

Pjöngjang hatte die Schließung des Atomtestgeländes bereits Ende April bei dem Gipfeltreffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in angekündigt, aber keinen genauen Termin genannt. Nordkorea will jetzt Journalisten aus Südkorea, China, den USA, Großbritannien und Russland zur Berichterstattung zulassen. Der genaue Zeitpunkt für die Schließung sei von den Wetterbedingungen abhängig.

Ob es sich bei der angekündigten Schließung um mehr als eine Geste handelt, gilt jedoch als fraglich. Das Atomtestgelände ist nach Einschätzung chinesischer Geologen durch frühere unterirdische Atomtests beschädigt und zurzeit unbrauchbar. Es sei auch nicht auszuschließen, dass radioaktive Strahlung ausgetreten sei.