Positive Bilanz nach Neustart der Pustertalbahn

Am 7. und 8. Juni wurden in Bahnhöfen und Zügen insgesamt 226 Reisende spontan zu ihren Erfahrungen mit dem öffentlichen Verkehrsangebot befragt. Die Erhebung erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch und ist nicht repräsentativ, soll jedoch ein unmittelbares Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer vermitteln.
Die Ergebnisse fallen deutlich positiv aus: 94 Prozent der Befragten bewerteten die Bahnverbindung als zufriedenstellend oder sehr zufriedenstellend. Ebenso hoch fiel die Zustimmung zu den angebotenen Ersatzdiensten aus.
Mobilitäts- und Infrastrukturenlandesrat Daniel Alfreider (SVP) sieht darin ein ermutigendes Signal nach einer herausfordernden Zeit. „Nach Monaten voller Baustellen, Streckensperrungen und bedeutender Veränderungen sind diese Rückmeldungen sehr erfreulich“, erklärt Alfreider. Gleichzeitig betont er, dass positive Zahlen allein nicht ausreichen. Entscheidend sei es, die Erfahrungen der Menschen ernst zu nehmen und dort nachzubessern, wo Probleme bestehen.
Ein viel diskutiertes Thema der vergangenen Wochen war die verlängerte Aufenthaltszeit der Züge in Bruneck. Laut der Erhebung fühlen sich 64 Prozent der Befragten durch die zusätzliche Wartezeit gar nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt. Dennoch verweist das Mobilitätsressort darauf, dass insbesondere für Pendler mit engen Anschlussverbindungen bereits wenige Minuten von großer Bedeutung sein können.
„Wir nehmen jede Rückmeldung ernst“, betont Alfreider. Der öffentliche Verkehr müsse sich an den Bedürfnissen des Alltags orientieren – an Arbeits- und Schulwegen ebenso wie an Anschlussverbindungen und Wartezeiten. Ziel sei es daher, den Dienst kontinuierlich einfacher, zuverlässiger und komfortabler zu gestalten.
Die Pustertalbahn gilt als zentrale Verkehrsachse für die nachhaltige Mobilität im Tal.
Nach den umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen und der Wiederaufnahme des Bahnbetriebs will das Land die Zuverlässigkeit des Systems schrittweise weiter erhöhen. Geplant sind unter anderem eine bessere Abstimmung zwischen Bahn- und Busverkehr sowie weitere Optimierungen mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Reisenden.
Bereits in den kommenden Tagen sollen zusätzliche Anpassungen der Fahrpläne im Hochpustertal vorgestellt werden. Diese wurden laut Land in Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern ausgearbeitet und sollen den öffentlichen Verkehr weiter verbessern.






