Politischer Wirbel nach skandalösem Urzì-Sager

SVP trägt wesentliche Mitschuld
Auslöser sind Aussagen Urzìs in sozialen Medien, in denen er laut Süd-Tiroler Freiheit unter anderem schrieb: „Die Terroristen haben verloren, wir haben gewonnen.“ Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Bewegung bezeichnete diese Worte als geschmacklos und verurteilte zugleich die Reaktion der SVP.
Kritik richtet sich dabei vor allem gegen die Darstellung der Volkspartei, Urzì sei nicht Teil der Regierungskoalition. Die Süd-Tiroler Freiheit verweist darauf, dass die SVP Urzì zum Präsidenten der Sechserkommission gemacht habe und Fratelli d’Italia als Koalitionspartner in die Landesregierung aufgenommen habe. Urzì sei seit Jahren für seine kritische Haltung gegenüber den Südtiroler Freiheitskämpfern und der Autonomie bekannt.
SVP hat Neofaschisten den Weg geebnet
Stefan Zelger von der Süd-Tiroler Freiheit erklärt, die jüngsten Aussagen kämen nicht überraschend. Die wiederholten Entgleisungen von Urzì und Vize-Landeshauptmann Marco Galateo gegenüber den Freiheitskämpfern seien kein Zufall. Die SVP habe diesen politischen Kräften selbst den Weg geebnet.
Gleichzeitig würdigte die Bewegung den verstorbenen Josef Fontana. Er sei ein wichtiger Zeitzeuge, bedeutender Historiker und eine Persönlichkeit gewesen, die trotz schwerer Schicksalsschläge ihren Weg mit Haltung und Würde gegangen sei. Sein Einsatz für Südtirol sowie sein Beitrag zur Aufarbeitung der Landesgeschichte würden in Erinnerung bleiben, so die STF-Bezirksgruppe.






