FPÖ warnt vor Verzögerung beim Brenner-Zulauf

Markus Abwerzger sieht darin eine Gefahr für den Erfolg des Brenner-Basistunnels. „Ein Brenner-Zulauf erst 2045 ist keine Option“, betont der Freiheitliche. Der BBT könne seine verkehrspolitische Wirkung nur dann entfalten, wenn auch die notwendigen Zulaufstrecken rechtzeitig fertiggestellt würden. Ohne die Unterinntaltrasse drohe zudem eine Verzögerung weiterer Ausbauvorhaben auf deutscher Seite.
Der FPÖ-Politiker verweist auf die anhaltende Belastung Tirols durch den Transitverkehr. Die große Brenner-Demonstration Ende Mai mit rund 5.700 Teilnehmern habe gezeigt, dass die Bevölkerung eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene erwarte. Langfristig sollen mehr als eine Million Lkw-Fahrten auf die Bahn verlagert werden.
Kritik übt Abwerzger auch an möglichen Änderungen des ÖBB-Rahmenplans. Wer die vereinbarten Ausbauprojekte infrage stelle, ignoriere die Interessen Tirols, sagt er. Die Bundesregierung müsse deshalb noch vor der anstehenden Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer ein klares Bekenntnis zu den Brenner-Zulaufstrecken abgeben.
Zugleich richtet der FPÖ-Landesparteiobmann einen Appell an die Tiroler Abgeordneten der Regierungsparteien in Wien. Diese müssten sich nachdrücklich für die Einhaltung der bisherigen Ausbaupläne einsetzen. Eine Aufweichung der gesetzlich vorgesehenen Projekte aus budgetären Gründen wäre laut Abwerzger nicht nur ein Nachteil für Tirol, sondern auch ein negatives Signal gegenüber Deutschland.
Der Brenner-Basistunnel gilt als eines der wichtigsten europäischen Infrastrukturprojekte zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Seine volle Wirkung hängt jedoch maßgeblich vom rechtzeitigen Ausbau der Zulaufstrecken in Österreich und Deutschland ab.






