Verfolgungsfahrt im Stubaital endet in schwerem Frontalunfall

Gegen 17.38 Uhr ging bei der Polizei die Meldung über einen Pkw ein, der auf der L232 im Bereich Volderau talauswärts mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Wenig später konnte eine Polizeistreife das Fahrzeug auf der B183 im Ortsgebiet von Neustift-Dorf wahrnehmen.
Der Lenker missachtete laut Polizei sämtliche Anhaltezeichen und setzte seine Fahrt mit noch höherer Geschwindigkeit fort. Trotz sofort eingeleiteter Nachfahrt gelang es den Beamten nicht, das Fahrzeug einzuholen.
Frontalzusammenstoß auf der Zeggerbrücke
Nur wenige Minuten später wurde ein schwerer Verkehrsunfall im Ortsteil Neder auf der Zeggerbrücke gemeldet. Nach bisherigen Ermittlungen dürfte der 19-Jährige mit stark überhöhter Geschwindigkeit in eine leichte Rechtskurve eingefahren sein. Dabei verlor er offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet auf die Gegenfahrbahn.
In weiterer Folge kam es zur Frontalkollision mit einem entgegenkommenden Pkw, gelenkt von einem 59-jährigen deutschen Staatsbürger. Im Fahrzeug befand sich zudem ein 21-jähriger Mitfahrer.
Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug des deutschen Lenkers über eine Böschung geschleudert und kam rund fünf Meter unterhalb der Fahrbahn zum Stillstand. Das Auto des 19-Jährigen blieb schwer beschädigt auf der Brücke stehen.
Großeinsatz von Rettungskräften
Der 19-jährige Unfallverursacher erlitt schwere Verletzungen und wurde nach der notärztlichen Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen.
Die beiden Insassen des zweiten Fahrzeugs wurden leicht verletzt und zur weiteren Abklärung in die Klinik Hall gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.
Im Einsatz standen insgesamt 25 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neustift mit vier Fahrzeugen, vier Polizeistreifen, ein Notarzthubschrauber sowie zwei Rettungswagen.
Die B183 war im Bereich der Unfallstelle während der Rettungs-, Berge- und Ermittlungsarbeiten vollständig gesperrt. Erst gegen 19.20 Uhr konnte die Sperre wieder aufgehoben werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen derzeit.






