Mindestens 30 Tote bei Anschlag auf Zug in Pakistan

Die Gruppe ist Teil von der verbotenen militanten Balochistan Liberation Army (BLA). Sie kämpft für die Unabhängigkeit von Pakistan. Ziel seien Militärangehörige gewesen, die für die Eid-Feiertage in ihre Heimatorte fahren wollten, hieß es. In allen öffentlichen und privaten Krankenhäusern der Stadt sei der Notstand ausgerufen worden, teilte ein Sprecher der Provinzregierung mit. Auf Bildern vom Anschlagsort war ein entgleister und stark beschädigter Waggon zu sehen. Menschen kletterten auf der Suche nach Überlebenden auf das Wrack und trugen blutüberströmte Opfer hinaus.
Mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug rammte Zug
Der Zug, der Armeeangehörige und deren Familienmitglieder beförderte, sollte den Angaben zufolge von der Provinzhauptstadt Quetta nach Peshawar im Nordwesten Pakistans fahren, als er an einem Bahnübergang in Chaman Pattak in Quetta von einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug gerammt wurde. Dies habe eine „gewaltige Explosion“ zur Folge gehabt, sagte der Behördenvertreter. Auch umliegende Gebäude und Fahrzeuge wurden durch die Explosion beschädigt.
Baluchistan liegt an der iranischen Grenze zu Afghanistan und ist die größte und ärmste Provinz Pakistans. Seit Jahrzehnten kämpfen dort separatistische Milizen gegen die Sicherheitskräfte, auch Islamisten wie die pakistanischen Taliban sind aktiv.
Zunahme von Gewalt in Pakistan
In Pakistan hat die Gewalt in letzter Zeit stark zugenommen. Die verbotene militante Separatistengruppe BLA entführte 2025 einen Zug, der Hunderte von Sicherheitskräften und deren Familien beförderte. Bei einem tagelangen Gefecht zur Befreiung der Geiseln kamen mindestens zwei Dutzend Passagiere und Soldaten ums Leben.
Die BLA ist die größte von mehreren militanten Gruppen, die für die Unabhängigkeit Baluchistans von Pakistan kämpfen. Die Gruppe steckt hinter den Gewalttaten, die sich insbesondere gegen milliardenschwere chinesische Infrastrukturprojekte richten.
apa






