von ih 01.07.2022 08:44 Uhr

„Frag den LH“ im Juli

Zur Juli-Ausgabe von „Frag den LH“ empfing LH Günther Platter die 9a der Polytechnischen Schule Brixen im Thale im Sitzungssaal des Tiroler Landtages. Im Gespräch mit den Schüler wurden Fragen zu der aktuellen Debatte über Zweitwohnsitze und steigende Immobilienpreise in Tirol, zu einem generellen verpflichtenden Umstieg auf die E-Mobilität sowie zu den Beweggründen für das Nicht-mehr-Antreten des Landeshauptmannes bei der bevorstehenden Landtagswahl gestellt.

Bei der Juli Ausgabe von „Frag den LH“ ging es um steigende Immobilienpreise, einen verpflichtenden Umstieg auf E-Mobilität in Tirol sowie die Beweggründe für das Nicht-mehr-Antreten des Landeshauptmannes bei der bevorstehenden Landtagswahl. - Foto: Land Tirol/Die Fotografen

„Ich freue mich jeden Monat aufs Neue, interessierte Schüler aus ganz Tirol im Rahmen der Reihe ‚Frag den LH‘ empfangen zu dürfen und mich ihren spannenden Fragen zu stellen. Es war mir immer schon ein sehr großes Anliegen, mich mit den jungen Tirolern auszutauschen und zu erfahren, was sie bewegt und welche Ansichten sie zum politischen Geschehen haben. Der Austausch mit der jungen Generation ist sehr wertvoll und zeigt neue Perspektiven und andere Sichtweisen auf.“

Maßnahmen gegen die steigenden Immobilienpreise

Stellvertretend für die gesamte Klasse stellten Maximilian Hauser und Julian Haas die Fragen an den Landeshauptmann, die sie gemeinsam im Unterricht ausgearbeitet hatten. Eingeleitet wurde das Gespräch mit einer Frage zur aktuellen Debatte zu den Zweitwohnsitzen und welche Maßnahmen gegen die dadurch steigenden Immobilienpreise von Seiten des Landes ergriffen werden.

„Man muss zwischen dem freien Wohnungsmarkt und dem sozialen Wohnbau unterscheiden. Beim sozialen Wohnbau können viele gute Projekte in Zusammenarbeit mit den Gemeinden umgesetzt werden“, verwies LH Platter auf das fünf-Euro-Wohnen des Landes, im Rahmen dessen mit fünf Euro Miete pro Quadratmeter ein fairer Preis angeboten werden kann. „Am freien Wohnungsmarkt müssen wir aber gegensteuern, und das tun wir auch: Einerseits mit der Wohnbauförderung und andererseits mit der beschlossenen Leerstandsabgabe, bei der vor allem der spekulative Wohnungsleerstand eingedämmt werden soll“, erklärte LH Platter.

Die Zukunft der Mobilität in Tirol

Auch die Zukunft der Mobilität in Tirol und ein möglicher verpflichtender Umstieg auf Elektro-Fahrzeuge interessierte die Jugendlichen. „Die Mobilität wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Das Land Tirol setzt auf den Ausbau und die Attraktivierung des öffentlichen Personennahverkehrs“, erläuterte LH Platter. Vor kurzem wurde von Seiten des EU-Parlaments beschlossen, bis zum Jahr 2035 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge neu zum Verkehr zuzulassen und damit den Umstieg auf die E-Mobilität in der EU zu fördern. Dazu meinte LH Platter: „Das ist momentan noch schwierig, da Elektro-Fahrzeuge mit entsprechender Reichweite für Normalverdienerinnen und Normalverdiener noch nicht leistbar sind. Sobald hier ein attraktives Angebot geschaffen wird, dann sind wir auf dem richtigen Weg.“

Persönlicher Einblick von LH Platter

Zum Schluss wollten die Schüler von LH Platter mehr über seine Beweggründe wissen, warum er bei der kommenden Landtagswahl nicht mehr antritt: „Eigentlich war es meine Absicht wieder anzutreten. Aber im letzten Jahr hat sich sehr viel ereignet: von Anfeindungen bis hin zu Drohungen. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Schlussendlich habe ich mich nach Gesprächen mit meiner Familie dazu entschieden, bei der nächsten Wahl nicht mehr anzutreten.“ Nach über 30 Jahren in der Spitzenpolitik und in Hinblick auf die kommenden Herausforderungen, möchte der Landeshauptmann sein Amt geordnet übergeben. „Wir befinden uns in einer Zeit der Krise. Die Pandemie ist noch nicht überstanden, hinzu kommt der Krieg in der Ukraine, der auch Auswirkungen auf Tirol hat. Zudem erleben wir momentan eine massive Teuerungswelle. Es braucht jetzt Stabilität und Verlässlichkeit.“

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