von lif 22.05.2022 13:46 Uhr

Erste Studenten aus der Ukraine in Bozen

Die vergangene Woche sind die ersten zwanzig Studenten aus der Ukraineeingetroffen. Diese nutzen die Möglichkeit an der Freien Universität Bozen, ihr Studium durch den Besuch einzelner Lehrveranstaltungen fortzuführen. Ein Maßnahmenpaket aus Tutoring, Sprachkursen, organisierter Unterkunft sowie ein Taschengeld sollen die Studenten in dieser für sie schwierigen Zeit auffangen.

Foto: unibz

Es war dem neuen Universitätsrat ein großes Anliegen, als Universität etwas für die Ukrainer auf der Flucht zu unternehmen. So brachte der Universitätsrat in seiner Sitzung vom 25. März 2022 ein Solidaritätspaket auf den Weg, welches es Studenten, Forschern und Professoren aus der Ukraine ermöglicht, ihr Studium oder auch ihre Lehre an der Freien Universität Bozen fortzusetzen. Dafür wurden 250.000 Euro bereitgestellt.

Nun haben sich die ersten 20 aus der Ukraine in die verschiedenen Kurse der Freien Universität Bozen eingeschrieben. Sie besuchen diese im Sommersemester, um möglichst wenig Zeit vom Studium zu verlieren. „Es ist wichtig, dass Einbindung und Integration auf allen Ebenen bestmöglich gelingen, vor allem auch in der Ausbildung und in der Arbeitswelt“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Der diesbezügliche Einsatz der Freien Universität Bozen ist von besonderer Bedeutung, zumal dadurch ermöglicht wird, dass junge Menschen ihren eingeschlagenen Weg fortsetzen können.“

Für die Eingliederung in den Vorlesungsalltag stellt ihnen die universitäre Studienberatung so genannte „Buddies“ zur Seite, also Studenten, die sie bei den ersten universitären Schritten begleiten. Das Sprachenzentrum bietet Sprachkurse in deutscher, italienischer und englischer Sprache, in einer gemeinsamen Abstimmung mit Landesrat Philipp Achammer und der Abteilung für Bildungsförderung sowie der Stiftung Südtiroler Sparkasse wurden Heimplätze organisiert und finanziert, und an der Universität dürfen sie kostenlos Serviceleistungen wie Bibliothek und Mensa nutzen.

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