von at 15.01.2022 08:45 Uhr

(Noch) kein Luchs in Südtirol

Wie vor Kurzem berichtet, halten sich in Tirol nicht nur Wölfe, sondern auch einige Luchse auf. Heuer gab es bereits einige Nachweise der scheuen Wildkatzen.

Foto: Ufficio Stampa PAT

„Im vergangenen Jahr konnten in Tirol sieben Luchsnachweise erbracht werden“, teilt Mag. Christa Entstrasser-Müller vom Büro LHStv. Josef Geisler auf Nachfrage von UT24 mit. Leider habe es auch einen toten Luchs gegeben. Mitte Oktober entdeckte eine Milizstreife auf der B 180 Reschenstraße im Bezirk Landeck ein überfahrenes Tier. Weitere Nachweise wurden im Ötztal (Bezirk Imst), im Außerfern, im Bezirk Innsbruck-Land und im Bezirk Landeck mittels Fotofallen und genetischer Analysen erbracht. Aller Wahrscheinlichkeit nach stammen die Tiroler Luchse aus der Nord-Ost-Schweiz, wo eine relativ stabile Population besteht.

Die Tiere dürften dann von Westen über Vorarlberg bzw. den an Tirol angrenzenden Kanton Graubünden nach Tirol eingewandert sein. Die derzeit nachgewiesenen Luchse halten sich vorwiegend im Tiroler Oberland, speziell im Bezirk Landeck, auf. Offenbar finden sie in diesem Gebiet relativ gute Lebensbedingung aufgrund des hohen Wildbestandes vor. Um wieviele Tiere es sich genau handelt, könne man derzeit nicht sagen, so Entstrasser-Müller. Die einzelnen Individuen unterscheiden sich zwar in ihrer Fellzeichnung, allerdings braucht man für eine eindeutige Bestimmung sehr gutes Fotomaterial.

In Welschtirol, genauer gesagt im Ledrotal (unweit des Gardasees), lebt bereits seit rund 14 Jahren ein männlicher Luchs, der unter der Bezeichnung B132 geführt wird. Im März des vergangenen Jahres (UT24 berichtete) gelang eine seltene Sichtung der scheuen Wildkatze. In Südtirol konnte in jüngster Zeit kein Luchs nachgewiesen werden, teilte das Landesamt für Jagd- und Fischerei auf Anfrage von UT24 mit. Eine Rückkehr der Beutegreifer ist allerdings nicht ausgeschlossen.

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