von hz 07.12.2021 13:23 Uhr

Impfpflicht mit Folgen

Ab dem 15. Dezember gilt die Impfpflicht im Bildungsbereich sowie in der Kleinkindbetreuung. „Wie bereits bei der Impfpflicht in den Gesundheitsberufen, kommen erhebliche personelle Schwierigkeiten zu Tage, die Leidtragenden sind wieder einmal Kinder, Jugendliche und die Eltern“, teilt die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder vom Team K mit.

Bild von Angelo Esslinger auf Pixabay

Tagesmütter, Kleinkindbetreuer, Kindergärtner, Lehrpersonen – für diese und weitere Berufsgruppen gilt die Impfpflicht ab 15. Dezember. Es ist abzusehen, dass es zu einem Personalmangel kommt, da diese Berufe bereits seit Jahren um ausgebildetes Personal kämpfen. „Höhere Gehälter und die Attraktivität der Berufe im Bildungsbereich werden seit Jahren erfolglos diskutiert, nun droht zudem, dass viele Ungeimpfte den Beruf endgültig an den Nagel hängen. Besonders schwer trifft es Alleinerzieherinnen“, warnt Rieder.

Droht eine Umstrukturierung für Familien?

Für Familien könnte dies die komplette Umstrukturierung ihres Alltags bedeuten. „Wenn die Tagesmutter plötzlich ausfällt oder die Kita wegen Personalmangel schließen muss, Großeltern nicht zur Verfügung stehen, müssen die Eltern, meist die Mütter, die Kinder betreuen“, schreibt die Landtagsabgeordnete in einer Aussendung. Gerade bei den Tagesmüttern und in den Kitas sei es praktisch unmöglich, einen Ersatz zu finden. Daraus resultiere, dass weitere Arbeitskräfte von ihren Arbeitsplätzen fern bleiben, langfristig möglicherweise komplett ausfallen würden. Denn es sei möglich, dass manche einen anderen Arbeitsplatz – mit 3G – suchen und nicht mehr zurückkehren.

„Durch die Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen, leider genau jener, die bereits personell unterbesetzt sind, kommen Folgen ungeahnten Ausmaßes auf uns zu“, fürchtet Rieder. Wie kann dem entgegengewirkt werden? Wie kann Familien – vor allem den Kindern – geholfen werden? „Diese Fragen müssen wir uns stellen, es geht nicht an, dass Familien total allein gelassen werden“, so Rieder.

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  1. MartinB
    07.12.2021

    Solange niemand in der römischen Regierung auch nur einen Gedanken daran verschwendet bzw. die “weltbeste Autonomie” diesbezüglich weder Willen noch Möglichkeiten hat, wird die Situation sicher nicht “normaler”. Gerade eine arme Dame an einem Schalter: “Tut mir leid wenn ich schneuze und huste. Habe alles mögliche getan: dreimal geimpft und PCR.”
    Von mir bekommt sie sicher keine Rüge im Gegensatz zu den verantwortlichen Politikern und Beratern.

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