von hm 13.10.2021 09:32 Uhr

ASGB: „Gesundheitssystem ist am Kollabieren“

Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tony Tschenett, und der Sekretär der Fachgewerkschaft Gesundheitswesen im ASGB, Andreas Dorigoni, warnen vor einem Kollaps des Südtiroler Gesundheitssystems.

APA/dpa-Zentralbild

Die beiden Gewerkschafter sind von vielen geimpften Pflegekräften kontaktiert worden, die ein düsteres Bild der Lage in den Krankenhäusern zeichnen: „Während von den Führungskräften in Dauerschleife das Mantra, die Situation in den Spitälern im Land sei unter Kontrolle, wiederholt wird, sieht die Situation aus der Warte der Pflegekräfte komplett anders aus.“

Arbeitsbedingungen am Limit

Es sei nicht nur der Fall, dass diese die suspendierten Arbeitskollegen ersetzen müssten, auch andere Umstände würden ihnen derzeit zu schaffen machen. „Covid-Patienten werden in den Abteilungen ziellos hin- und hergeschoben. Auf Ärzte wird Druck ausgeübt, sie sollten schnellstmöglich Patienten mit anderen Pathologien als Covid-19 nach Hause schicken, um Betten freizumachen. Und die Pflegekräfte selbst wissen oft bis zum Abend nicht, wie ihr Pflegeplan am nächsten Tag aussieht“, bestätigten die Gewerkschafter die Lage in einer Aussendung.

Das größte Problem sei die Planlosigkeit der zuständigen Stellen: Wie viele Pfleger werden noch suspendiert? Muss man Abteilungen schließen? Wie sieht meine Schicht aus? Die Gewerkschafter zeichneten ein düstres Bild: „Ein geregeltes Familienleben ist für die Pfleger aktuell sowieso nicht mehr drin und bei Beschwerden wird – wie effektiv geschehen – ein lapidares ‚Ihr könnt ja gehen!‘ zur Antwort gegeben.“

Lange Wartezeiten für Visiten

„Dies ist kein Umgang mit dem Personal. Aber auch die Patienten werden im Stich gelassen. Die Wartezeiten für Visiten haben schon lange ein erträgliches Maß überschritten und viele Dienste sind in einigen Strukturen gar nicht mehr vormerkbar“, unterstrichen Tschenett und Dorigoni.

Gefahr einer Kündigungswelle

Angesichts dieser Umstände forderte die Gewerkschaft ein Aufwachen der Verantwortlichen. In erster Linie müssten mittelfristige Pläne geschmiedet werden, die für das Personal gelten und diesem auch die Planbarkeit des Privatlebens ermöglichen.

„Genauso wichtig ist es aber, dass über eine spürbare Aufwertung des Pflegeberufes gesprochen wird. Eine angemessene Lohnerhöhung für die Betroffenen ist unabdingbar, um eine wahrscheinliche Kündigungswelle zu verhindern und die Qualität des Südtiroler Gesundheitssystems, welche letzthin arg gelitten hat, weiter zu garantieren. Sollte auf diese Forderungen nicht reagiert werden, behalten wir uns in allerletzter Konsequenz auch den Ausruf eines Streiks vor“, hielten Tschenett und Dorigoni fest.

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  1. MartinB
    13.10.2021

    Über verantwortliche Politiker und Sanitätsverwalter brauchen wir gar nicht mehr weiterzudiskutieren, aber der ASGB ist reichlich spät mit seinen Warnungen. Ich verstehe dass bis Mai/Juni die Meisten tatsächlich an diese 2020er mRNA/Vektor-Impfungen geglaubt haben und leider die Pflicht im Sanitätspersonal zu wenig als unzulässige Erpressung bzw. auch organisatorisch als Harakiri erkannt haben. Aber spätestens dann mit den Daten aus Israel usw. und der Unterdrückung jeder nicht konformen Einschätzung hat sich die Obrigkeits-Plandemie entlarvt als grausiges Monster für unsere Gesellschaft. Drachentöter dringend benötigt.

  2. Tom
    13.10.2021

    Politiker und Pharmalobby Hand in Hand.. diesen Saustall auszumisten reicht schon lange nicht mehr denn er ist Sondermüll !

  3. Pierpauls
    13.10.2021

    Es rächt sich schneller als erwartet, dass man die Ungeimpften vom Dienst suspendiert und das Pflegepersonal überall fehlt. Etwas Unsinnigeres hätte man sich nie ausdrnken können. Dazu werden die geimpften früher oder später aus Gesundheitsgründen ausfallen dann kann der ganze Laden KH geschlossen werden.

  4. Giorgio
    13.10.2021

    Dazu hätte man/n keinen Hellseher gebraucht um das vorauszusagen aber unsere SVP Regierungsriege versteht ja alles besser und hat nur den Slogan IMPFEN IMPFEN IMPFEN im Kopf zu einfach!!!
    Sie interessieren sich nicht um die Menschen außerhalb des Landhauses. Hauptsache sie brauchen sich nicht impfen und der Gehalt wird bezahlt!
    Es wird aber auch Zeit das jemand sich im KH regt und sagt was Sache ist mit dieser Lügenpolitik aber sie sind ja alle zum Stillschweigen verpflichtet da sonst Gerichtlich gegen sie vorgegangen wird, der Nazistaat lässt grüßen!
    Auf jeden Fall glaube ich auch dass sich kein geimpfter Arzt Krankenpfleger ein 3 x sich diese nutzlose Spritze setzen lässt.

  5. hel
    13.10.2021

    Für diese Politik der verfassungswidrigen Suspendierungen und Impfnötigungen werden die Verantwortlichen hoffentlich sehr bald zur Rechenschaft gezogen, denn auch die 3. Spritze kommt für sehr viele nicht mehr infrage.

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