von ca 08.04.2021 13:01 Uhr

„Recovery Fund“: Kompatscher hält an Nachhaltigkeitsstrategie fest

Im Zuge des Treffens am Freitag mit Premierminister Mario Draghi und den Regionen-Vertretern über den EU-„Recovery Fund“ hat sich Landeshauptmann Arno Kompatscher am Donnerstag mit den Umweltverbänden ausgetauscht. Es bestünde noch viel Klärungsbedarf, verriet Kompatscher im Vorfeld.

Symbolbild: LH Kompatscher in einer Videokonferenz (Foto: LPA/Elisa Gentile)

In Italien sei noch nicht klar, wie der Aufbauplan, den der Staat der EU vorlegt, strukturiert sein wird: Dies berichtete Landeshauptmann Arno Kompatscher am Donnerstag in einer Videokonferenz mit den Südtiroler Umweltorganisationen. „Ebenso wenig klar sind auch die Bewertungskriterien für die Projekte und die Bedingungen, nach denen die Regionen ansuchen können”, ergänzte der Landeshauptmann.

Mehr Informationen und Beteiligung gewünscht

Kompatscher zeigte Verständnis für den Wunsch der Umweltorganisationen, sich zu informieren und zu beteiligen, erläuterte aber auch die derzeitigen Schwierigkeiten der Präsidenten der Regionen, detaillierte Informationen über das weitere Vorgehen, die Projektabgabe und die Finanzierung zu bekommen.

In Vertretung der elf Umweltverbände, die sich Anfang April zum Thema akkordiert hatten, forderten sowohl der Andreas Riedl, Direktor des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz als auch Gabriele Crepaz von der Organisation Zukunftspakt, mehr Informationen und Beteiligung für die Umweltorganisationen zum Aufbaufonds. Vor allem brauche es Informationen über die Kriterien des Landes zur Auswahl der Vorhaben, für die es eine EU-Finanzierung geben soll, damit eine „gründe Wende“ herbeigeführt werden könne.

Südtiroler Projekte seien ähnlich wie die anderer Länder

Interessiert zeigte sich Landeshauptmann Kompatscher an einer Studie des „Klima Clubs Südtirol“ zu den Klimazielen. Thomas Egger vom Klima Club erklärte, dass dabei die bisher bekannten Vorhaben nach Kriterien zur Erreichung der Pariser Klimaziele untersucht wurden seien und nur 31 Prozent der Projekte einen positiven oder sehr positiven Effekt hätten.

Die Studie hatte laut Egger allerdings auch ergeben, dass die vorgeschlagenen Südtiroler Projekte im Vergleich zu den Projekten anderer Länder in der Europäischen Union ähnlich ausgerichtet sind.

Eine Nachhaltigkeits-Strategie noch vor dem Sommer

Gesprochen wurde bei der Videokonferenz auch über den Nachhaltigkeitspakt des Landes und den Klimaplan, als wesentlichen Bestandteil davon. „Unser Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsstrategie noch vor dem Sommer vorzustellen”, betonte Kompatscher.

Dabei sollen laut Landeshauptmann die von den Vereinten Nationen festgelegten Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ als Bezugsrahmen gelten und alle Generationen mitberücksichtigt werden. Danach könne die Beteiligung der Interessensgruppen beginnen, so Kompatscher.

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