von ca 07.04.2021 13:52 Uhr

„Wir kümmern uns um das Wertvollste in unserer Gesellschaft“

„Kinder sind das Wertvollste, das eine Gesellschaft zu bieten hat, gleichzeitig sind sie aber die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft und brauchen daher besonderen Schutz vor Gewalt“, betont die für Kinder- und Jugendhilfe zuständige Landesrätin, Gabriele Fischer. Für das Kindeswohl zu sorgen, sei in erster Linie Aufgabe der Eltern. Wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist, bieten die regionalen Kinderschutzzentren Tirols Kindern und Jugendlichen mit Gewalterfahrungen individuelle Begleitung.

Foto: v.r.: LRin Gabriele Fischer, GF Petra Sansone und Bgm. Stefan Weirather präsentieren die neuen Räumlichkeiten des Kinderschutzzentrums in Imst. © Land Tirol/Reichkendler

„Neben den Kinderschutzzentren in Innsbruck, Lienz, Reutte und Wörgl ist das Kinderschutzzentrum Imst eine wichtige regionale Beratungsstelle für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche im Oberland und deckt mit seiner Beratungsleistung die Bezirke Imst und Landeck ab“, erläutert Fischer und präsentiert die freundlichen und größeren Räumlichkeiten am neuen Standort des Kinderschutzes Imst.

Dort finden von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre Bezugspersonen einen angemessenen geschützten Rahmen für das Beratungs- und Unterstützungsangebot des Kinderschutzes.

Größeren Räumlichkeiten ermöglichen neue Herangehensweisen

„Wie in allen Kinderschutzzentren Tirols bietet das Kinderschutzzentrum Imst Beratung im Falle jeglicher Form von Gewalt. Die Kinderschutzarbeit umfasst auch Orientierung und Abklärung in Verdachtsmomenten, fallspezifische Vernetzung sowie Psychotherapie und Prozessbegleitung“, berichtet Petra Sansone, Geschäftsführerin der Tiroler Kinder und Jugend GmbH – der Dachorganisation für alle Kinderschutzzentren Tirols. „Mit den größeren Räumlichkeiten können nun auch Psychotherapien in Kleingruppen durchgeführt werden.

Außerdem konnten wir auch personell aufstocken und zusätzlich eine Mitarbeiterin einstellen sowie die Arbeitszeit einer weiteren Mitarbeiterin erweitern.“ Insgesamt sind vier Mitarbeiterinnen in Imst tätig.

Zum Wohle des Kindes

„Die Kinder und Jugendhilfe arbeitet eng mit den Kinderschutzzentren Tirols zusammen. Im Falle des Kinderschutzzentrums in Imst sind die Referate der Kinder- und Jugendhilfe an den Bezirkshauptmannschaften Imst und Landeck und den dort tätigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wichtige Kooperationspartner zum Schutz des Kindeswohls“, betont Silvia Rass-Schell, Vorständin der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe des Landes Tirol. Gebe es konkrete Hinweise auf sexuelle, körperliche oder psychische Gewalt an Kindern und Jugendlichen bzw. besteht der Verdacht, dass Kinder oder Jugendliche nicht ausreichend geschützt sind, ist die erste Anlaufstelle die Kinder- und Jugendhilfe in den Bezirken.

„Bei Verdacht auf sexuelle Gewalt gegen das Kind bzw. den Jugendlichen in einer Familie ist zusätzlich die Fachexpertise des Kinderschutzes einzuholen um den weiteren Schutz des Kindes bzw. des Jugendlichen sicherzustellen“, erläutert Rass-Schell.

Beratungen sind kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym

Die Angebote des Kinderschutzzentrums Imst richten sich an Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr, deren Bezugspersonen sowie Menschen, die beruflich oder privat mit dem Thema Gewalt und Vernachlässigung von Kindern konfrontiert sind. Gemeinsam mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen werden Hilfsmaßnahmen erarbeitet, um einen Ausstieg aus der Gewaltsituation zu ermöglichen und vor weiteren Gewalterfahrungen zu schützen.

Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.

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