von hm 14.01.2021 15:22 Uhr

Corona-Pandemie lässt Lebenserwartung sinken

Die Corona-Pandemie hat in Österreich den stärksten Rückgang der Lebenserwartung seit Beginn der Aufzeichnungen 1951 ausgelöst. Demnach sind im Vorjahr in Österreich 90.123 Menschen gestorben, so viele wie seit 1983 nicht mehr. Die Lebenserwartung der Frauen ist um ein halbes Jahr gesunken, jene der Männer noch etwas stärker.

APA (dpa)

Die Lebenserwartung gibt an, wie lange ein neugeborenes Kind bei gleichbleibenden Sterberaten leben würde. Bei Frauen beträgt das Minus im letzten Jahr 0,5 und bei Männern 0,6 Jahre. Für Männer liegt sie nun bei 78,9 und für Frauen bei 83,7 Jahren.

Ein langfristiger Vergleich der Todesfalldaten ist allerdings schwierig, weil sich die Einwohnerzahl und die Altersstruktur der Bevölkerung über die Jahre verändern. Daher vergleicht die Statistik Austria die Sterbefallzahlen 2020 mit jenen der fünf Jahre davor. Hier zeigt sich eine deutliche „Übersterblichkeit“: Fast elf Prozent mehr Menschen sind in Österreich gestorben als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019.

2015 – damals gab es eine starke Grippewelle – lag der für Männer errechnete Rückgang bei 0,3 Jahren und für Frauen bei 0,1. „Ähnliches zeigen die Erfahrungen aus stärkeren Grippejahren. Offen sind allerdings noch die möglichen Langfristfolgen überstandener Coronaerkrankungen”, sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas in einer Aussendung.

UT24/APA

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