von ca 03.12.2020 11:10 Uhr

St. Martin in Passeier: Bauernvertreter stehen hinter Vigil Raffl

Der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit von St. Martin in Passeier bescheinigt nicht gegen Elisabeth Larcher als Person gestimmt zu haben, sondern empfinde Vigil Raffl aufgrund seiner bäuerlichen Kenntnisse als geeigneteren Referenten.

Foto: Süd-Tiroler Freiheit

„Vor allem, wenn es um das ländliche Wegenetz oder um den Gemeindebauhof gehe, aber auch beim Handwerk seien nicht theoretische Kenntnisse gefragt, sondern vor allem praktische Erfahrung”, sagt der Gemeinderat der Südtiroler Freiheit Erwin Platter . Die Bauernvertreter hätten sich eine Abstimmung im Ortsbauernrat gewünscht, um selbst einen Ausschuss- Kandidaten namhaft zu machen. Platter führt in seiner Aussendung die Begründung an, dass Elisabeth Larcher dies unterbunden hätte, weil sie bereits selbst vorgeschlagen wurde und somit eine weitere Abstimmung überflüssig gewesen wäre. “Die Bauernvertreter im Gemeinderat seien nicht gespalten, sondern stünden geschlossen hinter Vigil Raffl”, berichtet Platter in seinem Schreiben.

„Vigil Raffl sitzt seit zehn Jahren im Gemeinderat und hat nicht nur mehr Erfahrung und Wählerstimmen, sondern hat in den zwei Legislativen breite Zustimmung in der Bevölkerung gewonnen. Er ist einer der fleißigsten Gemeinderäte und hat sich immer wieder in die Diskussion eingebracht, auch wenn dies nicht immer der Meinung der Bürgermeisterin entsprach. Andere Meinungen zuzulassen, gehört zur Demokratie“, betont Erwin Platter.

Erwin Platter habe in einer vergangenen Gemeinderatssitzung angemerkt, die Süd- Tiroler Freiheit wünsche sich einen Vertreter aus einer der sieben Fraktionen als Gemeindereferenten. Aktuell komme der gesamte Ausschuss aus St. Martin- Dorf. Die Sorge, dass die Fraktionen in den nächsten fünf Jahren vernachlässigt würden, sei auch von mehreren Bürgern an die Süd-Tiroler Freiheit herangetragen worden.

STF wünscht sich Vertreter aus anderen Fraktionen

„Es seien im Vorfeld der Gemeinderatssitzung viele Gespräche geführt worden, Kritik wurde aber überhört. Offene, ehrliche und transparente Politik sei das nicht”, betont der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit.

„Wir lassen uns in den nächsten fünf Jahren gerne vom Gegenteil überzeugen und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat”, sagen die Vertreter der Partei Erwin Platter, Eva Pöhl und Christian Raich.

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