von su 21.11.2020 15:29 Uhr

Nun fix: „Tundo“ erhält Zuschlag für Schülertransport

Nun ist das eingetreten, wovor die Süd-Tiroler Freiheit nach eigenen Angaben immer gewarnt hat. Laut dem Portal für öffentliche Ausschreibungen soll das berühmt-berüchtigte süditalienische Transportunternehmen „Tundo“ den Zuschlag für den 27 Millionen schweren Schülertransport in Südtirol erhalten haben. Leidtragende seien nun die zahlreichen Schüler und deren Eltern sowie die heimischen Mietwagenunternehmer, schreibt die Süd-Tiroler Freiheit in einer Aussendung.

Schülertransport, Miriam Atz Tammerle

Über 4.000 Grund- Mittel- und Oberschüler wurden von heimischen Mietwagenunternehmen täglich, pünktlich und professionell zur Schule gebracht.

Die Süd-Tiroler Freiheit geht davon aus, dass sich das nun mit „Tundo” ändern wird. Das süditalienische Transportunternehmen sei nämlich schon beim Behindertentransport in Südtirol immer wieder mit negativen Schlagzeilen aufgefallen:

Zum wiederholten Male wäre den Mitarbeitern seit Monaten keine Gehälter ausbezahlt, Fahrer klagen über abgefahrene Bremsen, über Fahrzeuge mit abgenutzten Reifen, über defekte Handbremsen usw. Um die Politik und die Menschen über dieses Problem aufmerksam zu machen, haben Mitarbeiter von „Tundo” unlängst sogar einen Streik durchgeführt.

SVP war dagegen

Mit einem Beschluss der Süd-Tiroler Freiheit letzte Woche im Landtag hätte verhindert werden können, dass „Tundo“ weitere Aufträge in Südtirol erhält. Die SVP war jedoch dagegen, so die STF.

„Was ist das für eine Landesregierung, die nicht einmal dafür sorgen kann, dass große und wichtige Aufträge in erster Linie heimische Betriebe erhalten und dass Schüler sicher und zuverlässig von A nach B transportiert werden?“, fragt sich Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Atz Tammerle.

Seit Monaten keinen Lohn erhalten

Auffallend an der ganzen Sache ist, dass „Tundo“ laut dem Vergabeportal einen Abschlag von rund 9 Prozent auf die Ausschreibungssumme gemacht haben soll. Aus diesem Grunde soll das Landesamt eine Überprüfung des „abnormal niedrigen“ Angebotes durchgeführt haben. „Dies gepaart mit der Tatsache, dass Mitarbeiter des Transportunternehmens seit Monaten keinen Lohn erhalten haben, macht es umso merkwürdiger, dass „Tundo“ nun doch den Zuschlag erhalten hat“, meint die STF-Landtagsabgeordnete.

„Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass ein Unternehmen, welches seit Wochen in aller Öffentlichkeit unter massiver Kritik steht, einen weiteren großen und verantwortungsvollen Auftrag erhält und dass die Landesregierung einfach nichts dagegen tun will“, bemängelt Atz Tammerle.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Möchtest du die neuesten Meldungen auch auf Facebook erhalten?

Hier
klicken

  1. Ibinsnit
    21.11.2020

    Sel isch sicher
    I mecht gor nit wissen, welche Insel sich der Amtsdirektor grod gekaft hot

  2. Ibinsnit
    21.11.2020

    I hon weder sie noch ihre Partei gewählt. Ober wieso behauptn sie, daß sie do nix versteht?
    Weil sie hobn in der Familie selber Mietwogn

  3. Puschtra
    21.11.2020

    Unsere LR hat aus 100 Jahre Trennung Tirols nicht dazugelernt,Siehe auch die ORF -DOKU dazu!
    Was damals Angefangen hat, südtitalienische Betriebe in Südtirol anzusiedeln, um die “Italianita ” zu festigen und auszubauen, findet Heute
    mit unseren Volksverrätern statt. Unter Durnwalder hätte es das Nie gegeben.
    Unsere Autonomie verkommt unter Kompatscher zu einen Feigenblatt!!

  4. Pinky56
    21.11.2020

    Da fragen ich mich für welches Volk die SVP die Volkspartei ist. Für das Volk Südtirols
    sicher nicht.

  5. swiss-austrianer
    21.11.2020

    Den einbehaltenen Lohn für die Mitarbeiter werden die wahrscheinlich als “Schmiermittel” für die Entscheidung zu ihren Gunsten verwendet haben.

  6. Elfi
    21.11.2020

    wer in der Landesregierung profitiert?
    das darf nicht sein ,dass eine Firma sich auf Kosten der ärmsten bereichert 😥😡😥

  7. peterpfendt
    21.11.2020

    warum hetzen sie bei Themen, von denen sie nix verstehen, Frau Atz Tammerle?

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite