von ih 16.09.2020 12:16 Uhr

Rund tausend Migranten im neuen Lager auf Lesbos

Die Aufnahme von Migranten im provisorischen Zeltlager auf der griechischen Insel Lesbos kommt nur schleppend voran. Bis Mittwochfrüh waren etwa eintausend Menschen in das Camp Kara Tepe in der Nähe der Hauptortschaft der Insel Mytilini gegangen, wie der staatliche Rundfunk (ERT) berichtete. Auf der Insel Samos wurde indes nach einem Brand in einem Registriercamp Entwarnung gegeben.

APA (AFP)

35 Migranten seien positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie seien isoliert worden, hieß es weiter. Rund 11.000 Menschen leben noch im Freien, nachdem das Camp Moria am Mittwoch vergangener Woche bei einem Großbrand zerstört worden war.

Die am späten Dienstagabend am Rande des Registriercamps von Vathy ausgebrochenen Feuer konnten unterdessen gelöscht werden, berichtete das Staatsradio. Die Polizei und die Feuerwehr nahmen einige Menschen in Gewahrsam. Es werde untersucht, ob sie in eine Brandstiftung verwickelt gewesen seien, hieß es. Auf Samos leben rund 4600 Migranten.

Auf Lesbos wurden unterdessen die Flüchtlinge mit Flugblättern in sieben Sprachen informiert, dass es keinen anderen Weg für sie gibt, die Insel zu verlassen, als Asyl zu bekommen. Den Asylprozess könne man aber nur im neuen Lager durchlaufen. Die Sicherheitskräfte hatten am Dienstag sechs jugendliche Migranten – alle Afghanen – als mutmaßliche Brandstifter festgenommen.

Griechenland will alle rund 12.000 Bewohner des abgebrannten Lagers Moria weiter vor Ort unterbringen und nicht auf das Festland bringen – das haben Regierungsvertreter mehrfach betont. Hintergrund ist die Befürchtung, dass sonst auch Migranten in anderen Lagern absichtlich Feuer legen könnten, um ihre Weiterreise nach Europa, insbesondere nach Deutschland, zu erzwingen. Außerdem befürchtet Athen, dass noch mehr Migranten, die sich zurzeit in der Türkei aufhalten, zur Überfahrt nach Europa animiert werden – das soll verhindert werden. Zudem verweist Athen auf Zahlen, wonach Asylanträge von vielen Migranten in Moria entweder noch nicht entschieden oder aber abgelehnt wurden.

Die deutsche Sozialanthropologin Jutta Lauth Bacas berichtete im Standard, dass die Migranten auf Lesbos total erschöpft, niedergeschlagen und energielos seien. „Die griechische Regierung verteilt einmal am Tag abgepackte Essensportionen und Wasser. Aber nicht alle bekommen etwas ab, weil die Verteilung sehr ungeordnet ist.“ Die meisten Geflüchteten hätten Angst davor, in das neue Lager zu gehen. „Sie denken, dass sie monatelang in diesem eingezäunten Lager bleiben müssen.“

Weitere Brandstiftungen durch Migranten schloss Bacas nicht aus, „weil auch in Lagern auf anderen Inseln Überfüllung und Unterversorgung herrscht. Die miserable Unterbringung ist weiterhin eine tickende Zeitbombe auf den Grenzinseln.“ Deswegen sei sie dafür, dass man die Erstaufnahme auf dem Festland macht. Die Lokalbevölkerung auf den Inseln habe in den letzten fünf Jahren sehr viel Geduld und Solidarität gezeigt. „Durch die Risiken einer Ausbreitung von Covid-19 sind die Sorgen und Ängste aber viel größer geworden. Man will nun keine Provisorien mehr – wie das Lager Moria -, die sich über die Jahre verschlechtern, ohne dass die Nationalregierung und die EU sichtbar zu einer Verbesserung beitragen. Die Bevölkerung auf Lesbos musste die fehlende Asylpolitik der EU ausbaden. Ihre Geduld ist nun am Ende.“

APA

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Möchtest du die neuesten Meldungen auch auf Facebook erhalten?

Hier
klicken

  1. Puschtra
    18.09.2020

    Hat jetzt schon das Prädikat, als Unwort des Jahres genannt zu werden “Streichholzasylanten” nach Lebos brannten Vorgestern auch auf Samos die Flüchtlingslager ab, wird nicht das letzte sein, weil es gibt Sie auch noch weitere auf griechischen Inseln und auf Zypern-Malta-Sizilien

  2. Jan_Bader
    18.09.2020

    Der grüne Stadtrat Dr. Mohammed Badawi aus Konstanz möchte gerne helfen und könnte in seinem schicken Eigenheim noch eine Einiegerwohnung für sein Klientel bereit stellen. Zur Bespaßung der Invasoren könnte es sie dann mit seinem dicken Daimler zur Begutachtung iher zukünftigen Überganswohnungen durch die Gegend fahren. Konstanz ist schön, war schön meinte ich.

  3. Puschtra
    18.09.2020

    @Jan Bader
    Merkel hat noch nie Politik für Deutschland oder für Deutsche gemacht. Immer nur für Ausländer.

  4. Jan_Bader
    17.09.2020

    „Im Rahmen der Ermessensausübung haben wir bei der Rücknahme insbesondere berücksichtigt, dass die Solidargemeinschaft eine ordnungsgemäße Anwendung des Rechts erwarten darf. Außerdem würde unsere fehlerhafte Entscheidung die Versichertengemeinschaft für einen längeren Zeitraum belasten.“ Mit diesen Worten hat mir die GKV erwiesenermaßen widerrechtlich einen günstigen Tarif für Kleinselbständige weggenommen. Wenn es ein Ausländer illegal über die Grenze schafft und noch die mentale Fähigkeit hat, Asyl zu stammelt, der wird sofort “auf Kosten der Solidargemeinschaft,” über jeden Deutschen gestellt der wird. Das ist Rassismus gegen Deutsche! PS Diesen Vorgang habe ich sämtlichen Parteien, Gesundheitsministerium, Bundesversicherungsamt, Abgeordneten dargestellt. Einzige Rückmeldung von FDP “Schön, dass sie sich ums sich selber kümmern.” Geduldig warte ich auf den Tag der Abrechnung.

  5. Puschtra
    17.09.2020

    FLÜCHTLINGS-ZOFF BEI MAISCHBERGER „Die Österreicher jodeln nur“
    UT24 meint:
    Bei Euch jodelt bald nur der Muezzin.

    Zugabe
    SPD 2001: Heute sind wir alle Amerikaner
    SPD 2031: Heute sind wir alle Mohammedaner
    Oder Scholl-Latour Schriftsteller+Wer Kalkutta nach Deutschland holt wird selbst zum Kalkutta, kann man auch
    an Italien/Südtirol übertragen

  6. Puschtra
    17.09.2020

    DieTürken seit 1960 in fünfter Generation in Buntland BRD
    48% aller Türken in Deutschland arbeiten nicht: [Link von Red. entfernt]
    Das sind nur mal die Türken, wie es sich mit anderen isl.Nationalitäten aussieht, kann jeder selbst sich seine Gedanken machen

  7. Puschtra
    16.09.2020

    Alleine 1650 Durchschnittsverdiener sind mit ihrer bezahlten Lohnsteuer nötig, um die Kosten für die Merkel-Seehofer-Gäste zu decken. Die gesamte Lohnsteuer von 2850 Krankenschwestern würde in die Versorgung von 150 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen fließen.Kosten in Höhe von 4900 Euro MTL
    für jeden die Alle das Gebirtsdatum über 01 01 2008 geboren sind, betone Alle sind an diesen Datum geboren
    Und wer glaubt, dass es in Südtirol/Italien viel billiger anders ist, der soll mir es beweisen

  8. Puschtra
    16.09.2020

    Merkel wir schaffen das! Übrigens Afghanistan -Pakistan -Türkei-sind zweimal so gross, wie Europa, und leider kein Platz die Flüchtlinge zurückzunehmen, Die Grünen wollen sofort ohne Prüfung Alle Moriaflüchtlinge in D/ aufnehmen, und da kann man ja sein Bleiberecht durch alle Instanzen durchklagen

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite