von ih 22.05.2020 15:03 Uhr

Coronavirus: Positiver Fall in Gastronomiebetrieb in Hippach

Am Donnerstagabend, wurde bekannt, dass ein im Gasthof bzw. Pension Hubertushof in Hippach im Zillertal junger Mann, der in der Küche tätig ist, positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Infolge der Testung – bis zum Vorliegen des Ergebnisses war er bereits in Isolation – wurden bereits im Rahmen der umfassenden Kontaktpersonennachverfolgung vonseiten der Behörde 13 enge Kontaktpersonen identifiziert, die allesamt aus dem Arbeitsumfeld des Mannes stammen. Sie wurden ebenfalls abgestrichen und befinden sich in der 14-tätigen Quarantäne, die ab dem Zeitpunkt des Letztkontaktes mit der positiv getesteten Person gilt.

Die Testergebnisse der Kontaktpersonen, die unter anderem im Servicebereich tätig waren, liegen noch nicht vor – dennoch unternimmt die Gesundheitsbehörde vorsorglich zur Sicherheit der Gäste bereits jetzt einen öffentlichen Aufruf: Der junge Mann verrichtete die zwei Tage vor Auftreten der Symptome am Sonntagmorgen, 17. Mai, seinen Dienst an seinem Arbeitsplatz – „umgehend nachdem er Anzeichen von Symptomen bemerkte, handelte der junge Mann sehr gewissenhaft und ließ sofort einen Abstrich entnehmen“, betont BH Michael Brandl.

Da zum Zeitpunkt der Dienstverrichtung die Weitergabe des Virus möglich war und um eine Verbreitung des Virus schnellst- und bestmöglich zu unterbinden, sollen alle Personen, die am 15. und/oder 16. Mai den Hubertushof bzw. das Restaurant besuchten, auf ihren Gesundheitszustand genauestens achten. Bei Symptomen eines grippalen Infekts der Atemwege wie Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Schnupfen, plötzlicher Verlust des Geschmacks und Geruchssinns ist umgehend die 1450 zu kontaktieren. Der Zeitraum wurde auf Basis der medizinischen Einschätzung der Gesundheitsbehörden gewählt, da in diesem Zeitraum eine Ansteckung mit dem Coronavirus nicht ausgeschlossen werden kann.

Der Hof ist derzeit funktionell aufgrund des fehlenden Personals geschlossen. Zudem wurde vonseiten der Gesundheitsbehörde angeordnet, dass neben den ohnehin bereits geltenden strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen die Küche professionell und umfassend zu desinfizieren ist. „Wir tun alles, um die Kontaktpersonen und Zusammenhänge bestmöglich aufzuklären. Dieser Fall führt uns auch wieder vor Augen, dass wir uns nicht in Sicherheit wiegen dürfen und auch künftig sehr achtsam sein müssen“, sagt BH Brandl. Im Zuge der Ermittlungen wurden bis dato auch in Innsbruck drei enge Kontaktpersonen erhoben. Diese wurden bereits abgestrichen und isoliert, die Ergebnisse liegen noch nicht vor – weitere Erhebungen laufen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand und laut Aussagen des jungen Mannes besuchte er am Wochenende des 8. Mai Freunde in Wien. Er könnte sich bei dem Besuch nach seinen Angaben von einer später positiv getesteten Person, die möglicherweise dem Cluster in einem Postverteilungszentrum zuzuordnen ist, angesteckt haben.

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