von ih 26.03.2020 14:02 Uhr

SPÖ: Bund trifft Mitschuld an Verbreitung von Coronavirus

Dass es zu chaotischen Zuständen bei der Abreise der Gäste aus Ischgl und St. Anton am Arlberg gekommen ist, ist seit Tagen bekannt. „Fluchtartig haben tausende Menschen die betroffenen Regionen verlassen. Einige wurden in Hotels untergebracht, ohne dass die Betreiber wussten worauf sie sich einlassen. Andere wurden in vollen Bussen zum nächsten Bahnhof gebracht. Und wieder andere verteilten sich offensichtlich ungehindert und unkontrolliert in Tirol, wo die Skigebiete bekanntlich noch bis 15. März geöffnet waren“, kritisiert Georg Dornauer, Landesparteivorsitzender und Klubobmann der SPÖ Tirol das Vorgehen der Verantwortlichen erneut scharf.

Symbolfoto

„Das alles geschah, obwohl die Tiroler und die österreichischen Behörden bereits seit Tagen wussten, wie angespannt die Situation in Tirol und insbesondere in Ischgl tatsächlich ist. Trotzdem haben Landes- und die Bundesregierung tatenlos dabei zugesehen, wie sich die Menschen aus dem international bereits seit 5. März als Covid-19-Risikogebiet eingestuften Regionen auf Innsbruck, das Zillertal und auf andere Skiorte im Tiroler Oberland verteilt haben“, so Dornauer, der dezidiert auch den Bundeskanzler und den Innenminister in die Pflicht nimmt.

„Kurz und Nehammer hätten hier definitiv schneller und konsequenter reagieren müssen. Insbesondere weil zu diesem Zeitpunkt schon lange klar war, dass der Tiroler Krisenstab mit dem Corona-Ausbruch überfordert ist und dass die Entscheidungsträger in Tirol keine Hemmungen haben, die Interessen des Tourismus über die Gesundheit und das Wohl der Menschen in diesem Land zu stellen.“

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