von ih 26.03.2020 18:10 Uhr

LH Kompatscher: Auf Corona kann man „gar nicht vorbereitet sein“

Südtirols LH Arno Kompatscher zeigt sich bei der Landesvideokonferenz am Donnerstag zufrieden mit den vom Land getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Die vereinzelt laut gewordene Kritik, wonach sich Südtirol nicht optimal auf das Virus vorbereitet habe, könne er daher nicht nachvollziehen.

Screenshot/Pressekonferenz

Noch vor wenigen Wochen habe man laut Landeshauptmann Arno Kompatscher die Situation erlebt, dass viele Menschen – als das Virus in China ausgebrochen ist – gesagt hatten: „Das kann bei uns so nicht passieren“.

Als das Coronavirus sich dann allmählich auch in Norditalien ausbreitete, habe die allgemeine Meinung gewechselt auf: „Das ist in Italien passiert, aber andere Länder sind besser vorbereitet“. Nun aber treffe es auch besagte ‘andere Länder’. „Das muss und kann man nur ohne irgendeine Form von schadenfreudigen Vergleichen mit ansehen“, so der Südtiroler Landeshauptmann.

Perfekte Vorbereitung gibt es nicht

„Eine solche Epidemie ist nun mal eine Herausforderung. Da kann man gar nicht entsprechend vorbereitet sein“, meint Kompatscher. Eine entsprechende Vorbereitung könne es nämlich nur dann geben, „wenn man weiß, dass da was im Anrollen ist“. Es sei aber nahezu unmöglich eine perfekte Vorbereitung im Ärmel zu haben.

So etwas würde laut Kompatscher Jahre brauchen, um von der ersten Sekunde des Ausbruchs an über alle Mittel zu verfügen, die in einer solchen Situation notwendig wären. Als konkretes Beispiel nennt er etwa die Intensivpflegebetten.

Südtirol hat sehr früh reagiert - zurecht, wie LH Kompatscher meint

„Die Intensivpflegebetten dauerhaft in einem Ausmaß zu halten, das bei einer solchen Epidemie notwendig wäre; das würde kein Gesundheitssystem der Welt stemmen können. Und deshalb ist es nun mal eine besondere Herausforderung“, so der Landeshauptmann. Dasselbe Ausmaß treffe aktuell auch die Vereinigten Staaten von Amerika.

LH Kompatscher könne jedoch für Südtirol sagen, dass man sehr früh reagiert, die Krisenstäbe einberufen sowie mit der Planung und den Vorbereitungen begonnen habe. Auch Maßnahmen in Bezug auf wirtschaftliche Aktivitäten wie Veranstaltungen und ähnliches habe man viel früher als andere durchgeführt.

„Es hat seinerzeit – und da kann ich mich noch gut daran erinnern – heftigste Kritik auch an meiner Person dafür gegeben. Eben weil wir diese Entscheidungen frühzeitig getroffen haben. Heute bin ich froh, dass wir das getan haben“, meint Kompatscher.

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