von fe 14.02.2020 09:47 Uhr

„Verbote sind keine Lösung“

Landeshauptmann Arno Kompatscher hat ein Lkw-Limit gefordert. Was die Frächter dazu sagen.

Elmar Morandell, Obmann der Berufsgemeinschaft der Warentransporteure im lvh

Landeshauptmann Arno Kompatscher will den Transitverkehr auf der Brennerautobahn einschränken. Unter anderem schlug Kompatscher die Aufhebung der Nachtfahrverbote, digitale Steuersysteme an Autobahnauffahrten und Fahrverbote für Lastwagen mit besonders schlechten Abgaswerten vor. Außerdem forderte Südtirols Landeshauptmann eine Obergrenze für schwere Lkw (UT24 berichtete).

„Verbote sind keine Lösung, sie kosten der Allgemeinheit immer Geld. Ich bin für intelligente Lösungen“, sagt Elmar Morandell, Obmann der Frächter im LVH, auf Anfrage von UT24. Er fordert die Politik anstelle von geplanten Lkw-Limits dazu auf, den Verladebahnhof in Trient effizienter zu nutzen und die Lkws auf die Schiene zu bringen.

„Von dort fahren am Tag nur zwei Züge ab, die jeweils Platz für lediglich 26 Lkw bieten. Bei optimaler Auslastung könnte die Struktur aber eine Kapazität von 410.000 Lkw pro Jahr und damit mehr als 1.000 Lkw am Tag erreichen“, sagt Morandell. Dies würde dem Frächter-Obmann zufolge zu einer Entlastung des Brennerkorridors und der Umwelt führen.

Außerdem bestätigt Morandell, dass strenge Kontrollen und drakonisch hohe Strafen in der Schweiz zu Umwegverkehr über den Brenner führen. Frächter würden deshalb auf der Achse Mailand – Stuttgart rund 250 Kilometer mehr in Kauf nehmen, dafür aber auch vom deutlich günstigeren Treibstoff in Österreich profitieren.

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