von ih 13.02.2020 14:40 Uhr

„Eine Frage des Respekts“

Die SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard nimmt zur Diskussion über eine angemessene Geschlechtervertretung in den Gemeinderatskommissionen im Regionalrat Stellung. „Chancengleichheit ist eine Frage der Wertschätzung, der Anerkennung und des Respekts“, unterstreicht Gebhard, „der einigen der Regionalratsabgeordneten nach wie vor fehlt, wie die beleidigenden und realitätsfremden Aussagen in der Debatte zeigen“, so Gebhard. „Diese dann noch als Witz verkaufen zu wollen, zeugt von einer beschämenden Diskussionskultur.“

Renate Gebhard

„Es gibt mehrere Gründe, warum Frauen grundsätzlich schwerer für eine politische Karriere zu begeistern sind als Männer“, erklärt die SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard im Zusammenhang mit der Diskussion um eine angemessene Geschlechtervertretung in den Gemeinderatskommissionen. „Wer Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut bringen muss, hat oft schlichtweg keine Zeit, keine Energie und keine Lust mehr auf ein politisches Engagement“, so Gebhard. „Deshalb ist es unsere Aufgabe, jene Frauen zu fördern, die sich politisch für ihre Gemeinde einbringen wollen“, unterstreicht die Landesfrauenreferentin, „denn dass eine gute Politik Männer und Frauen mit ihren Kompetenzen und ihrer Expertise braucht, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr.“

Die jüngsten Aussagen eines politischen Spitzenexponenten jedoch zeigen laut Renate Gebhard auf, dass der Wert der Chancengleichheit noch nicht überall angekommen ist. „Wer behauptet, dass es südtirolweit keine einzige Frau gibt, die wegen ihres Geschlechts nicht in eine Gemeindekommission bestellt wurde, verkennt die Realität“, so Renate Gebhard, die die weiteren Aussagen des Regionalratsabgeordneten nicht weiter kommentieren will. „Chancengleichheit ist eine Frage des Respekts“, betont die SVP-Landesfrauenreferentin, „und schlechte Witze über engagierte Frauen unabhängig von ihrer politischen Couleur tragen mit Sicherheit nicht zu mehr Wertschätzung, Anerkennung und Vielfalt bei. Aber für einige Politiker gilt leider wohl: Auffallen um jeden Preis. Diese Mal ging es auf Kosten der Chancengleichheit.“

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  1. Diandl
    13.02.2020

    Sie redet um den Brei herum, anstatt daß sie den Fall aufdeckt, wo eine Frau angeblich wegen ihres Geschlechts nicht in die Gemeindekommission bestellt worden war.
    Sie stellt Männer unter Generalverdacht, bringt aber kein konkretes, überprüfbares Beispiel für eine diskriminierte Gemeinderätin.

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