von fe 15.01.2020 19:35 Uhr

„Blackfacing“: Hotelgäste beschweren sich über Sternsinger

Im Hotel Elisabeth in Mayrhofen sind Sternsinger an der Tür von der Rezeptionistin abgewiesen worden. Ein ausländisches Urlauberpaar hatte sich über das schwarz angemalten Gesicht eines der heiligen drei Könige beschwert, bestätigt Hotelinhaber Josef Moigg auf UT24-Anfrage. Die Hintergründe.

APA

Die Geschichte nahm bereits vor einem Jahr ihren Anfang. Ein Urlauberpaar aus England, er stammt aus Amerika, sie aus Südafrika, verbrachten ihre Ferien im Hotel Elisabeth in Mayrhofen. Als die Sternsinger, wie üblich geschminkt, das Hotel betraten, fühlten sich die Urlauber offenbar beleidigt.

Die Frau regte sich auf, der Mann kritisierte, dass „Blackfacing“ (wenn Weiße ihr Gesicht schwarz anmalen) rassistisch sei. Die aufgebrachten Gäste schoben die Verantwortung dem Hotel zu. „Damals hat mich das Verhalten schon ein bisschen gestört“, sagt Inhaber Josef Moigg zu UT24. „Vielleicht muss man aber die Reaktion verstehen und Rücksicht nehmen“, so Moigg weiter.

In diesem Jahr kam das Urlauberpaar wieder ins Zillertal und erkundigten sich, ob die Heiligen Drei Könige wieder kommen würden. Als dann die Sternsinger vor der Hoteltür standen und die Rezeptionistin sich an das Theater vom Vorjahr erinnerte, bat sie diese, nicht in das hauseigene Restaurant zu gehen. Hotelinhaber Josef Moigg zeigt einerseits Verständnis für den überlieferten Brauch, andererseits sagt er im Gespräch mit UT24 , dass es der Tradition vielleicht keinen Abbruch tun würde, wenn die Gesichter der Kinder nicht angemalt werden würden.

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  1. Diandl
    16.01.2020

    So ist es, Puschtra! Der Hotelinhaber wird sich manches Wort verkneifen, was seinen Gästen eigentlich zu sagen wäre, um ja nicht finanzielle Einbußen zu erleiden. Geld verdirbt den Charakter, und um des schnöden Mammons Willen wird manch einer bucklig und kuscht vor seinen Gästen.
    Der Elisabeth-Hotelier täte gut daran, seine Gäste über das Brauchtum aufzuklären. Der Mohrenkönig hat schon seine Berechtigung! Das Kind wird nicht aus rassistischen Gründen schwarz bemalt, sondern weil wir alle Kinder Gottes sind, egal, ob schwarz oder weiß.
    Das Verhalten von Hotel-Inhaber und -Rezeptionist ist der beste Beweis, daß es sich bei der “Piefke Saga” nicht um Übertreibungen handelt, sondern die Realität widergespiegelt wird.

  2. bigjosef
    16.01.2020

    Sollte eigentlich kein großes Problem sein.Das Hotel als Einheimischer meiden und den englischen Gästen überlassen.Dann wird man ja sehen,was rauskommt.

  3. Puschtra
    16.01.2020

    Wer hätte das vor 20 Jahren und Früher gedacht, dass man sich den Linken Zeitgeist unterordnen müsste. Das Afrikanische Urlauberpaaar sollte bersser darauf achten was in Südafrika passiert, wenn Menschen weisser Hautfarbe vertrieben und ermordet werden, und sich da nicht an unseren Bräuchen zu echauffieren, zusemm mit den Spendengeldern den hungernden Kindern in Afrika geholfen wird!!

  4. Sem
    15.01.2020

    Also bitte. Dann könnten wir langsam alle unsere Bräuche abschaffen. Dem einen passt das nicht, dem anderen jenes nicht…
    Viele Touristen kommen gerade wegen dem Festhalten an Traditionen. Allen wird man es nicht recht machen können

  5. TikTakTikTak
    15.01.2020

    So ein Zufall. Habe eine Woche Urlaub in Mayrhofen gebucht. Jetzt hoffe ich aber stark, daß ich nicht gerade in diesem Hotel gebucht habe, denn da storniere ich aber sofort meine Buchung!

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