von ih 09.12.2019 17:47 Uhr

Paula Mittermair über Entlassung als Vizebürgermeisterin „überrascht“

Paula Mittermair ist nicht mehr Vizebürgermeisterin der Gemeinde Welsberg-Taisten. Nachdem UT24 am Montag exklusiv über die plötzliche Entlassung der Lokalpolitikerin berichtete, hat sich die Betroffene nun erstmals dazu geäußert. „Ich war selbst ganz überrascht“, verrät Mittermair im UT24-Gespräch.

Paula Mittermair kann sich ihre Entlassung als Vizebürgermeisterin nicht erklären

Auch wenn das Schreiben von Bürgermeister Albin Schwingshackl darauf schließen lässt, dass eine Entlassung Mittermairs nur eine Frage der Zeit gewesen sein muss. Ganz so leicht lässt sich der Streit zwischen ihm und seiner bisherigen Stellvertreterin dann doch nicht zusammenfassen.

So hatte Mittermair eigenen Aussagen zufolge überhaupt nicht damit gerechnet, von ihrer Funktion als Vizebürgermeisterin entbunden zu werden. „Mich hat heute der Dorfpolizist angerufen und gemeint, ich müsste ein Schreiben entgegen nehmen. Als ich dieses dann gesehen habe, war ich ganz überrascht“, erzählt Mittermair im Gespräch mit UT24.

Zwei Fragen brachten Fass zum Überlaufen

So sei laut Mittermair – anders als es Bürgermeister Schwingshackl in seinem Schreiben darstellt -„nichts Besonderes vorgefallen“. Sie habe in ihrer Funktion als Vizebürgermeister bei der vergangenen Gemeinderatssitzung unter dem Punkt ‘Allfälliges’ lediglich zwei Fragen gestellt. Dabei sei ihr allerdings vonseiten des Bürgermeisters „gleich über den Mund gefahren worden“.

Konkret ging es dabei um Rekurse bezüglich des Bauleitplans der Gemeinde. Der Plan lag bereits seit 30. Oktober dieses Jahres vor; wurde den Gemeinderäten jedoch erst vergangene Woche weitergeleitet. Nachdem Mittermair nachgefragt habe, warum dies so gehandhabt wurde, habe sich Bürgermeister Schwingshackl persönlich von ihr „angegriffen gefühlt“. Die Sache habe sich dann allerdings wieder beruhigt, weshalb sie die plötzliche Kündigung am Montag doch sehr überrascht habe.

Mittermair wollte schon öfters hinschmeißen

Dennoch verrät Paula Mittermair im Gespräch mit UT24, dass sie bereits seit längerer Zeit selbst mit dem Gedanken gespielt habe, von der Funktion als Vizebürgermeisterin zurückzutreten. „Ich habe dann aber doch nicht hingeschmissen, da ich einen Wählerauftrag hatte und weil meine Einstellung stets war, diesen zu Ende zu führen“.

Angesprochen darauf, warum sie mit diesen Gedanken gespielt habe, meint Mittermair: „Weil bei uns nicht akzeptiert wird, wenn andere Meinungen da sind. Und ich bin einfach nicht der Mensch, der nur dazu ist, die Hand aufzuhalten und keine eigene Meinung zu haben. Das ist einfach nicht meine Art“.

Wollte Bürgermeister andere Meinungen nicht zulassen?

„Wenn jemand etwas gegen die Meinung des Bürgermeisters gesagt hat, dann ist das einfach nicht gutgeheißen worden. Das war immer das Problem“, so Mittermair. Wie es nun in der Gemeinde Welsberg-Taisten weitergeht und ob bereits ein Nachfolger für das Amt des Vizebürgermeister feststeht, weiß Paula Mittermair nicht.

Bürgermeister Schwingshackl hat bislang – abgesehen von dem Schreiben – noch nicht das persönliche Gespräch mit seiner ehemaligen Stellvertreterin gesucht. Auch UT24 konnte den Ortschef bislang für keine Stellungnahme zu den Geschehnissen erreichen.

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