von fe 03.12.2019 21:14 Uhr

„Ein Name muss ausreichen und der ist Südtirol“

Am vergangenen Freitag hat der Südtiroler Landtag die Begriffe „Alto Adige“ und „altoatesino“ ins Europagesetz zurückgeholt. Dafür stimmten auch Abgeordnete der Südtiroler Volkspartei, obwohl sie mit „Alto Adige“ überhaupt nichts anfangen können.

Foto: SVP

Vor wenigen Wochen haben italienische Medien die Ersetzung des Begriffs „Alto Adige“ mit „Provincia di Bolzano“ in einem Gesetzesentwurf zu einem Skandal hochstilisiert. Die einzige Partei, die sich nach dem Shitstorm gegen Südtirol auch am Freitag noch für den Gebrauch von „provincia di Bolzano“, „Sudtirolo“ und „sudtirolesi“ aussprach, war die Süd-Tiroler Freiheit. Die SVP war inzwischen zurückgerudert und stimmte geschlossen für „Alto Adige“.

Laut SVP-Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer sei der Zeitpunkt ungünstig gewesen. Außerdem habe es ein Abkommen mit dem Regionenminister Boccia gegeben. Kuenzer selbst sei aber ihrer Linie treu geblieben, wie Sie UT24 versicherte. „Ich bin grundsätzlich für den Begriff Südtirol. Diese Situation ist es aus meiner Sicht nicht wert, obwohl die Sprache wichtig ist, auf Konfrontation zu gehen. Es kommt vielleicht wieder eine Zeit, wo wir über all das sachlicher reden können“, so Kuenzer.

Deutliche Töne schlägt der Sarner Landtagsabgeordnete Franz Locher an. „Ein Name muss ausreichen und der ist Südtirol. Und im Italienischen ist dieser dann auch Südtirol. Man kann Namen nicht ändern“, sagt Locher zu UT24. Dennoch folgte auch er der SVP-Entscheidung. Man habe sich dem ehemaligen Sarner Bürgermeister zufolge „das kleinere Übel“ ausgesucht. Seine Haltung in der Ortsnamengebung sei jedoch klar.

Aber auch Jasmin Ladurner findet Gefallen an „Sudtirolo“. „Nachdem wir im deutschen Sprachgebrauch ja Südtirol pflegen, bin ich von Sudtirolo absolut nicht abgeneigt“, sagt Ladurner auf Anfrage von UT24.

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