von ih 11.09.2019 17:25 Uhr

Team Köllensperger: „Globale Erwärmung ist größte Herausforderung unserer Zeit“

Zwei Beschlussanträge, welche die Bahnlinie von Kaltern nach Sigmundskron sowie die Ausrufung des Klimanotstandes bedeutet hätten, sind am Mitwoch von der Mehrheit des Südtiroler Landtages ohne mit der Wimper zu zucken abgelehnt worden. Diesen Umstand kritisiert das Team Köllensperger.

Foto: Team Köllensperger/Facebook

Umweltschutz bedeutet auch die Umsetzung solcher Projekte. Die Planung der Bozner Bahnlinie beginne schon in ihrem Ursprung mit einem Fehler: Die Endstation Sigmundskron sei teuer und für Pendler und Touristen absolut unattraktiv. Wer heute mit dem Auto vom Überetsch kommend nach Bozen fährt, würde dies auch weiterhin tun. Aus diesem Grund sei es laut dem Team Köllensperger notwendig, den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern – von Kaltern bis nach Bozen.

Ohne eine direkte Verbindung zu den beiden Überetscher Gemeinden Eppan und Kaltern bleibe das Bozner Tramprojekt unvollständig, und die investierten öffentlichen Summen wären somit nicht optimal eingesetzt. Es wäre also auch unnötig, die Bozner Trasse bis nach Sigmundskron zu führen, wenn sie genauso gut am Stadtrand oder beim Krankenhaus enden könnte, um der Mehrheit der Stadtbevölkerung zu dienen. Außerdem werde dem Überetsch bereits seit vielen Jahren eine Verkehrsentlastung versprochen. Täglich fahren ungefähr 20.000 Autos vom Überetsch nach Bozen. Der Metrobus brachte Verbesserungen, aber er ist keine optimale Lösung für die Pendler.

„Alle diese Überlegungen und Argumente wurden von der gesamten Opposition im Landtag mitgetragen, die Mehrheit stellte sich, wie so oft, dagegen. Wieder eine verpasste Gelegenheit für ein modernes und nachhaltiges Südtirol“, kritisieren die Landtagsabgeordneten des Team Köllensperger.

„Die globale Erwärmung ist die größte Herausforderung unserer Zeit und ihre Unterschätzung stellt für uns und für zukünftige Generationen eine große Gefahr dar. Ziel unseres Antrags war es, ein starkes politisches Signal mit der Ausrufung des Klimanotstandes zu setzen. Zudem enthält der Antrag zahlreiche Punkte, die sich konkret mit dem Problem befassen, insbesondere die Prüfung der Vereinbarkeit der Gesetze mit dem Klimaschutz, mit dem Ziel, die Klimaneutralität unseres Landes bis 2035 zu erreichen oder das Vorsehen konkreter Vorteile für nachhaltige Unternehmen im öffentlichen Auftragswesen“, so das Team Köllensperger weiter.

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