von su 02.09.2019 05:25 Uhr

Hautärztin spricht Klartext: Das schützt vor Falten

Hautärztin Dr. Liv Kraemer warnt: „Wer seine Haut liebt, schützt sie vor der Sonne!“ Die Dermatologin verrät in Bild die wahren Hintergründe über Sonnenschäden, Antifalten-Cremes und Botox.

Wirkung der Sonne auf die Haut. (Symbolbild)

Nie ohne Sonnenschutz aus dem Haus

„Es gibt keine gesunde Bräune, so wie es auch keine gesunden Fritten gibt. Entweder schützt man die Haut oder man schädigt sie. Falten, Rötungen und dunkle Flecken sind meist erst nach Jahren sichtbar. Leider! Denn sonst würden viele Menschen wohl besser vorbeugen. Ich gehe NIE ohne Sonnenschutz (mindestens Lichtschutzfaktor 30) aus dem Haus. Im Sommer trage ich Hut, tagsüber nie ein kurzes Kleid oder Spaghettiträger. Denn die Sonne scheint immer, sonst ist es Nacht (Tag = Sonne, Nacht = keine Sonne)“, so Dr. Kraemer in Bild.

Gegen Falten helfen keine Cremes

„Wenn Sie jemals eine Anti-Aging-Creme gekauft haben: Werfen Sie sie weg! Das, was sie mit der Sonne ihrer Haut antun, ist mit einer Creme kaum wieder in den Griff zu bekommen. Ihnen wird keine Creme dieser Welt irgendwelche Augenfalten, Stirn- oder Zornesfalten wegbügeln. Wie soll das auch gehen? Diese Falten entstehen durch ständige Bewegungen. 100 Mal am Tag legen wir die Stirn in Falten. Wir trinken, rauchen, die Falten graben sich in ein. Was eine Creme nützt? Sie kann Flecken und Rötungen verschwinden lassen, die Haut ebenmäßiger machen“, so die Fachärztin in Bild.

Botox nimmt der Haut die Falten

„Botulinumtoxin (z.B. Botox) ist ein Protein, das ursprünglich aus einem Bakterium (kein Schlangengift) gewonnen wurde. Dieses Protein wird in den Muskel gespritzt. Der entspannt sich, bewegt sich dann bis zu fünf Monate nur noch sehr wenig. Die Haut wird nicht mehr in Falten gelegt, regeneriert sich. Die Falte verschwindet. Ich würde nie in meinem Leben eine Augencreme benutzen. Wenn mich meine Augenfalten wieder stören, spritze ich mir selber Botulinum“, fasst Dr. Liv Kraemer in Bild zusammen.

Zaubergemüse Brokkoli

„Gönnen Sie Ihrer Haut gutes Essen. Auch das sieht man ihr tatsächlich an. Kochen Sie selber, dann wissen Sie, was drin ist. Meinen Patienten rate ich zu Gemüse (Obst hat mehr Zucker). Zucker möglichst meiden! Der zerstört unsere Zellen. Meine Top-5-Lebensmittel für die Haut: Broccoli (enthält Glucosinolate für die Leber), Lachs (Omega 3 hilft Entzündungen vorzubeugen), Mandeln (nicht gesalzen, nicht geräuchert – auch wenn die lecker sind), Grüner Tee (enthält Antioxidantien stabilisieren die Zellen) und Leinsamenöl (ungesättigten Fette)“, gibt sich Dr. Liv Kraemer in Bild überzeugt.

Vitamin D in Form von Tropfen

Dr. Liv Kraemer sagt in Bild dazu: „Die Diskussion über Vitamin D muss ich immer belächeln. Klar brauchen wir Vitamin D. Aber in den Wintermonaten schafft es sowieso kein Mensch in unseren Breiten, das Vitamin durch die Sonne produzieren zu lassen (das war immer schon so, man hat es nur jetzt gemessen). Außerdem: Warum soll man denn das Gesicht in die Sonne halten (macht nur 3 bis 4 Prozent der Körperfläche aus)? Sonnen Sie Körperteile, bei denen Falten und Flecken weniger problematisch sind. Ich würde das Bein wählen – und Vitamin D Tropfen nehmen.“

Um die Haut nicht erst dann kümmern, wenn sie krank ist

Vorsorge auch für die Haut, findet die Dermatologin in Bild und sagt: „Weißer Hautkrebs entsteht genau dort, wo Sie Ihr Leben lang der Sonne ausgesetzt waren. Im Gesicht insbesondere an den sogenannten Sonnenterassen (Nase, Ohren, Kinn, alles was absteht). Leider sind wir Menschen doof. Wir unternehmen meistens erst dann was, wenn wir krank sind. Vielleicht sollte jeder mal mehr Eigenverantwortung für seine Haut übernehmen! Wir laden ja das Handy auch auf, bevor der Akku tot ist. Warum machen wir das mit unserer Haut oder unserem Körper?“

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