von ih 19.04.2019 10:55 Uhr

Team Köllensperger kritisiert „60 Millionen-Segen“ mit Flughafen

„Das leidige Thema Bozner Flughafen ist neben der Missachtung des Wählerwillens und der offensichtlichen Verlegenheit, im Klimaland Südtirol einen Flughafen zu rechtfertigen, um den Höhepunkt eines wenig sorglosen Umgangs mit Steuergeldern reicher“, stellt das Team Köllensperger fest. 

Flughafen Bozen Symbolbild - Foto: LPA

Einem demokratiepolitisch äußerst fragwürdigen Schlingerkurs der Landesregierung, sprich der SVP, zum Bozner Flughafen sei es geschuldet, dass nun in wundersamer Weise über eine kleine Gruppe Privater circa 60 Millionen Steuergelder regnen würden.

Einem Christkind im Frühling gleich verschaffe die Landesregierung diesen Privaten nahezu zum Nulltarif die von der öffentlichen Hand finanzierte Flughafeninfrastruktur, kritisiert das Team Köllensperger. Wie das? Eine von der Landesregierung in Auftrag gegebenen „Bewertung“ der hundertprozentigen Beteiligung des Landes an der Aktiengesellschaft ABD Airport entpuppe sich nämlich bei genauerem Hinsehen als spektakuläre „Abwertung“.

„Damit diese haarsträubende Aktion gelingt, wird so getan, als ob die Konzession für den Betrieb des Flughafens mit Übertragung der Quoten automatisch verfallen würde. Nur dann wäre es möglich, nahezu das gesamte Anlagevermögen, das im Jahresabschluss zum 31.12.2017 noch mit über Euro 32 Mio. nach Abschreibung unter Berücksichtigung des Konzessionsstatus ausgewiesen ist, im Zuge der Rückgabe an den Staat bzw. die Provinz im Handumdrehen oder eher in Handstreich-Manier mit einem Federstrich quasi auf Null zu setzen“, analysiert das Team Köllensperger.

Daraus ließe sich folgendes schließen: Entweder sei die in den Bilanzen der ABD Airport jährlich veröffentlichte Bewertung, die notabene Verwaltungs- und Aufsichtsrat beschlossen haben, radikal falsch oder aber der Wert, der für den Verkauf der Quoten in Auftrag angesetzt worden ist, sei völlig aus der Luft gegriffen.

Daher könne und dürfe es nicht sein, dass die Landesregierung mit Steuergeld finanziertes Vermögen einer landeseigenen Kapitalgesellschaft an eine kleine Gruppe Privater de facto verschenke.

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