von fe 14.03.2019 16:39 Uhr

Ablehnung trotz Lob und Zustimmung?

Der Beschlussantrag des Team Köllensperger zur Einführung eines Registers der Hauspflegekräfte, das es in der Provinz Trient bereits gibt, wurde trotz großer Zustimmung bei 16 Ja- und 17 Nein-Stimmen äußerst knapp abgelehnt.

Foto: UT24/lf

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt und erfordert neue Wege in der häuslichen Pflege, so das Team Köllensperger in einer Aussendung. Ein Register der Hauspflegekräfte bringe vielerlei Nutzen sowohl für die eingetragenen Pflegekräfte als auch für jene, die Unterstützung bei der Pflege brauchen würden.

Maria Elisabeth Rieder unterstreicht bei der Vorstellung des Beschlussantrages im Plenum auch einen anderen Vorteil eines Registers für Hauspflegekräfte: „Dieses Verzeichnis garantiert den Hauspflegekräften eine Deckung in sozialfürsorglicher und versicherungsrechtlicher Hinsicht. Es ermöglicht einen Sektor – die häusliche Pflege – zu reglementieren, in dem die Löhne niedrig sind und die Einhaltung der Rechtsnormen oft vernachlässigt wird.”

In der Debatte zum Beschlussantrag stand die Opposition geschlossen hinter dem Beschlussantrag, sogar einige Mitglieder der Mehrheit stimmten zu, dass neue Wege und Regelungen in der häuslichen Pflege notwendig sind. Paul Köllensperger bekräftigte, dass ein Verzeichnis der Hauspflegekräfte nur ein erster Schritt sein kann, die häusliche Pflege müsse grundsätzlich überarbeitet und neu geregelt werden.

Landesrätin Deeg habe zwar die Wichtigkeit des Themas der häuslichen Pflege erkannt, die Sicherung deren Qualität und auch die Begleitung der Familienangehörigen, hätte aber nicht den Nutzen dieses Verzeichnisses gesehen und regte die Einrichtung eines Diskussionstisches zur Pflege ein.

Ihrer Meinung nach führen nur größere Schritte und Gesamtkonzepte zu einer Reorganisation der häuslichen Pflege. Die Diskussion darüber wird bereits seit 15 Jahren geführt, so das Team Köllensperger.

Maria Elisabeth Rieder ist über die Ablehnung des Beschlussantrags enttäuscht: „Ich würde mir Lösungen, Strategien oder zumindest Ideen für die häusliche Pflege erwarten, auch wenn Frau Deeg das Ressort erst seit kurzem übernommen hat. Natürlich bringe ich gerne meine Erfahrungen am Diskussionstisch ein, aber es besteht sofortiger Handlungsbedarf.“

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