von fe 11.02.2019 07:05 Uhr

Felix Baumgartner verteidigt Andreas Gabalier

Der Extremsportler Felix Baumgartner nimmt in einem Facebook-Beitrag den Volks Rock’n’Roller Andreas Gabalier in Schutz. „Herr Dr. Fischer, ersparen Sie uns Ihre lächerliche Expertise, denn die ist völlig an den Haaren herbeigezogen“, schreibt Baumgartner.

APA (dpa)

Auf dem Bento warf Michael Fischer, geschäftsführender Direktor des Zentrums für Populäre Kultur und Musik der Uni Freiburg, dem österreichischen Liedermacher gefährliche Passagen in seinen Texten vor.

„Im volkstümlichen Schlager werden meist nur Berge und Wiesen besungen, Gabalier aber wird politisch“, sagte Fischer zu Bento. „Er singt von ‘Freiheit’, von ‘Kameraden’ und ‘Heimatsöhnen’ – damit nutzt er bewusst Begriffe aus einem rechtspopulistischen Umfeld.“ „Wenn er von einem eisernen Kreuz auf einem Gipfel singt, dann ist das eine gewollte Provokation”, so Fischer weiter.

„Lieber Herr Dr. Fischer, solche Begriffe begleiten uns auch heute noch im Alltag“, kontert Felix Baumgartner und liefert gleich zwei Beispiele mit. Baumgartner führt daraufhin die Termini „Sonderbehandlung“ und „Mädel“ ins Feld.

So hätte die SS mit zahllosen „Sonder“-Begriffen ihr Taten verharmlosen wollen. Wer bei der SS eine „Sonderbehandlung“ erfahren hätte, sei umgebracht worden. Der saloppe Ausruf „Mädel“ sein hingegen wieder Modern. Auch Heidi Klum verwende ihn gerne bei „Germany’s Next Top Model“. „Mädel war bei den Nazis ein gängiger Begriff für junge Frauen. Der ‘Bund deutscher Mädel’ war 1944 die größte weibliche Jugendorganisation der Welt. Das Wort ‘Mädel’ wurde von den Nazis derart überstrapaziert, dass es 1957 in das ‘Wörterbuch der Unmenschen’ aufgenommen wurde“, so Baumgartner.

Deshalb sei Dr. Fischers „lächerliche“ Expertise völlig an den Haaren herbeigezogen. „Wir freuen uns auch weiterhin über fesche Mädels, Sonderbehandlungen und die Lieder von Andreas Gabalier“, sagt Baumgartner.

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