von fe 09.02.2019 08:18 Uhr

Deutsche kritisieren Bergrettung nach Rettungseinsatz

Nach dem Lawinenabgang im Berwanger Thanellerkar am vergangen Sonntag haben Betroffene Vorwürfe gegen die Bergrettung erhoben. In der Tiroler Tageszeitung verteidigt Markus Wolf, Ortsstellenleiter der Bergrettung Berwang/Namlos, den Einsatz der Freiwilligen.

Symbolbild - APA

Elf Wintersportler sind am Sonntag bei einem Lawinenabgang in Berwang im Tiroler Außerfern verschüttet worden. Die Schneemassen gingen auf einen Ziehweg und zum Teil auf die Piste ab. Zehn Wintersportler wurden teilweise, einer komplett verschüttet. Alle Verschütteten konnten sich selbst befreien und blieben unverletzt (UT24 berichtete).

In einem Bericht der Augsburger Allgemeinen wurden nun aber Vorwürfe gegen die Bergretter laut. Betroffenen zufolge seien die Retter mit Suchhunden erst nach fast einer Stunde eingetroffen. In Bayern müssten die Einsatzkräfte in ein bis zwei Minuten nach eingegangenem Notruf einsatzbereit sein, so Peter Eiselauer von der Bergwacht Allgäu.

Der Berwanger Orststellenleiter Markus Wolf verteidigt den Einsatz seiner Bergretter. Bereits 27 Minuten nach der Alarmierung standen laut ihm neun Mann an der Bergstation auf dem Lawinenkegel. Außerdem sei das Wetter so schlecht gewesen, dass ein Hubschrauberflug unmöglich war.

„Wenn nach einem geradezu perfekt verlaufenen Einsatz mit größtem persönlichen Einsatz aller beteiligten Bergretter plötzlich haltlose Anschuldigungen in den Raum gestellt werden, kann das für Einzelne richtig demotivierend sein. Was ich nicht hoffe“, sagt Wolf zur Tiroler Tageszeitung. Alle Bergretter arbeiten ehrenamtlich und ohne Entschädigung.

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  1. PITZTALER
    11.02.2019

    Der Herr von der Allgäuer Bergwacht verwechselt “Einsatzbereitschaft ” und am Einsatzort eintreffen.

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