von fe 16.01.2019 15:40 Uhr

Fünf Jahre Green Events: Neue Kriterien seit 1. Jänner

Seit 1. Jänner gelten die neuen Kriterien für “GreenEvents”. Bislang wurden 315 Veranstaltungen mit dem grünen Schmetterling ausgezeichnet.

Mülltrennung bei Großveranstaltungen (im Bild der Ortler Bike Marathon) wird bei Green Events groß geschrieben. Foto: Ortler Bike Marathon 2017

Immer öfter ist das Logo mit dem grünen Schmetterling auf Veranstaltungsplakaten zu sehen: Waren es 2014 noch 32 Veranstaltungen, wurden 2018 bereits 84 Veranstaltungen zertifiziert. Insgesamt konnten in den vergangenen fünf Jahren 315 Veranstaltungen die Auszeichnung “GreenEvent” bzw. “going GreenEvent” erhalten.

Die Initiative GreenEvent wurde 2013 vom Landesamt für Abfallwirtschaft in der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz mit Unterstützung des Ökoinstituts Südtirol ins Leben gerufen. Das Ziel: Veranstaltungen so zu organisieren, dass die Umwelt möglichst wenig belastet wird. “Ein zertifiziertes Green Event verursacht bis zu 40 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als eine herkömmlich organisierte Veranstaltung”, erläutert Giulio Angelucci, Direktor im Landesamt für Abfallwirtschaft. Das zeige eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg.

Vor allem bei Großveranstaltungen werden viele Abfälle erzeugt, Wasser verbraucht und große Mengen an Treibhausgasemissionen (hauptsächlich durch die An- und Abreise der Besucher) verursacht. Die Organisatoren von Green Events bemühen sich dagegen um einen sparsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen wie Papier, Dekorationsmaterialien, Reinigungsmittel und Wasser. Dank Wiederverwendung und Abfallvermeidung, unter anderem durch die Verwendung von Mehrweggeschirr, sowie eine sorgsame Mülltrennung entsteht weniger Restmüll und die gesammelten Wertstoffe können recycelt werden. Für die Verpflegung werden bevorzugt regionale, saisonale, biologische oder fair produzierte Produkte verwendet und mehr vegetarische Gerichte als bei herkömmlichen Veranstaltungen angeboten. Nicht zuletzt werden die Besucher auf die Möglichkeit einer umweltfreundlichen Anreise hingewiesen.

“Damit trägt die Initiative GreenEvent auch zur Umsetzung des Klimaplans Energie-Südtirol-2050 bei”, unterstreicht der scheidende Umweltlandesrat Richard Theiner. “Zudem werden die Veranstaltungsbesucher für Umweltaspekte sensibilisiert.”

Neue Kriterien seit 1. Jänner

Nach fünf Jahren Erfahrung mit Green Events wurde der GreenEvent-Kriterienkatalog überarbeitet. Die neuen Kriterien gelten seit 1. Jänner 2019. Sie legen noch mehr Gewicht als bisher auf die Verwendung von Mehrweggeschirr – mindestens 50 Prozent des verwendeten Geschirrs muss Mehrweggeschirr sein –, die Vermeidung von Lebensmittelabfällen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und Barrierefreiheit. Zudem dürfen auf GreenEvents keine Getränke in Aludosen angeboten werden, da die Gewinnung von Aluminium die Umwelt, speziell Regenwaldgebiete, stark belastet und sehr energieintensiv ist.

Über 300 interessierte Veranstalter haben bisher an den regelmäßig stattfindenden GreenEvent-Informationsveranstaltungen teilgenommen. Mit der Auszeichnung “GreenEvent” oder “going GreenEvent” wird ihr Engagement für mehr Umweltverträglichkeit sichtbar gemacht. Dabei stellt die Auszeichnung “going GreenEvent” die erste Stufe dar. Mindestens 50 Prozent der anwendbaren Nachhaltigkeitsmaßnahmen aus dem Kriterienkatalog müssen dafür umgesetzt werden. Ab der zweiten Auflage und wenn mindestens 75 Prozent der anwendbaren Maßnahmen umgesetzt werden, kann die Auszeichnung “GreenEvent” vergeben werden. Unter den ausgezeichneten Veranstaltungen sind klassische Feste, Märkte, kulinarische, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Tagungen.

LPA

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