von fe 11.01.2019 14:11 Uhr

Tödlicher Rodelunfall: Emilys Vater gibt Beschilderung die Schuld

Nach dem Rodelunfall am Ritten vergangene Woche hat sich der Vater des tödlich verunglückten Mädchens zu Wort gemeldet. Er gibt, anders als die Staatsanwaltschaft, der Beschilderung die Schuld am tragischen Unfall.

Skipiste Ritten - Foto: UT24/su

Am Ritten ist vergangene Woche die 8-jährige Emily Formisano bei einem Rodelunfall ums Leben gekommen. Ihre Mutter, Renata Dyakowska (38), schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Zum Unfall war es am Freitag gekommen, nachdem Mutter und Tochter mit einer Rodel die Skipiste herunterfuhren und gegen einen Baum prallten (UT24 berichtete).

Der Vater erhob nun in einem Rai-Interview schwere Vorwürfe. Laut ihm hätte ein italienischsprachgies Schild den Unfall verhindert. „Wäre das Schild auf italienisch gewesen, dann wäre meine Frau sicher nicht abgefahren, dann hätte ich ihr sagen können, dass es sich um eine gefährliche Piste handelt“, so der Vater.

An der Bergstation gibt es aber ein gelbes Hinweisschild, das auch auf Italienisch darauf hinweist, dass es links zur Rodelbahn, rechts aber zur Skipiste geht. Allein der Zusatz, dass die Skipiste für Rodelfahrer gesperrt ist, ist auf dem Schild nur auf Deutsch zu finden. Allerdings wird dieser Verbotstext von einem Piktogramm, das eine in rot durchgestrichene Rodel zeigt, begleitet. Auch entlang der Piste findet sich eine solche Zeichnung.

Bild: www.funivie.org

Laut Oberstaatsanwalt Giancarlo Bramante sind die Schilder klar ersichtlich und auf das Rodelverbot wird mit Piktogrammen mehrmals hingewiesen. Dass der Verbotstext bei der Bergstation nur auf Deutsch am Hinweisschild stehe, sei nicht unbedingt relevant, so Bramante einem Bericht von Rai Südtirol zufolge. Außerdem verweist der Oberstaatsanwalt auf ein Gesetz aus dem Jahr 2003, welches Rodeln auf allen Skipisten verbietet.

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