von su 29.11.2018 11:35 Uhr

Mitarbeitermangel: „Den EU-Riesenmarkt anzapfen“

Zu den Diskussionen über den Mitarbeitermangel im Tourismus stellt Mag. Gerald Hauser, Tourismusausschussobmann und FPÖ-Nationalrat, in einer Aussendung fest: „Das Problem ist nicht nur durch das Schreien und den Ruf nach Drittstaatlern zu lösen, dieser Ansatz ist mir zu wenig.“

Symbolbild

In Deutschland, in der Schweiz und in Österreich gebe es rund 2,8 Millionen Arbeitslose, von denen gut 1,5 Millionen Fachkräfte seien, in der gesamten EU seien es wohl mehr als zehn Millionen. Es müsse versucht werden, diesen Riesenmarkt anzuzapfen.

In Italien und Spanien viele Jugendliche ohne Beschäftigung

„In Italien und Spanien haben viele Jugendliche keine Beschäftigung. Man muss sich um sie bemühen.

Sie sind wohl gleich qualifiziert wie Drittstaatler, können Fremdsprachen, kommen aus demselben Kulturkreis, besitzen unsere Mentalität und sie brauchen keine Arbeitsgenehmigung“, erklärt Hauser.

Zudem entstehe keine Bürokratie. „Ich erwarte mir auch Initiativen von der Wirtschaftskammer, sie soll bei der Mitarbeitersuche auf dem Riesenmarkt tätig werden“, so NR Hauser.

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  1. swiss-austrianer
    30.11.2018

    Solange – vor allem die österreichischen UnternehmerInnen – an Mindest- und Kollektivlöhnen herumeiern, wird sich das “Problem” mit den fehlenden Fachkräften nicht lösen. Wenn die UnternehmerInnen im Rahmen ihrer Mitarbeiter-Intensivhaltung die Löhne Richtung Mindestsicherung drücken, welche ja auch gesenkt wird und die “freiwillige” 12/60-stündige Arbeitszeit “durchsetzen”, wird sich kein motivierter Mitarbeiter finden lassen. Hinzu kommt noch, dass in angrenzenden Nachbarländern – vor allem in der Tourismusbranche – das dreifache von österreichischen Mindest- und Kollektivlöhnen bezahlt werden, obwohl dort die Hotelpreise erheblich unter den österreichischen liegen.

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