von fe 25.11.2018 20:55 Uhr

Mitschüler quälen einzige Deutsche in der Klasse

In einer Schule im hessischen Kassel ist ein 8-jähriges Mädchen von Mitschülern gemobbt und tätlich angegriffen worden. Den Grund für die Ausgrenzung durch ihre Klassenkameraden ortet Vater Mike F. in der deutschen Muttersprache seiner Tochter. „Die anderen Kinder sprachen auf dem Pausenhof ihre eigene Sprache. Yara verstand nichts“, sagte er zur Bild.

APA (dpa/Feature)

Erst vor kurzem schlug eine Schulleiterin Alarm: In einer Schule im Berliner Bezirk Neukölln sind im vergangenen Sommer 103 Erstklässler eingeschrieben worden. – davon nur ein einziges Kind von deutschen Eltern (UT24 berichtete).

Ähnliche Verhältnisse finden sich in jener hessischen Grundschule, die Yara besuchte. Dort liegt der Migrantenanteil der Erstklässler im Schuljahr 2017/2018 bei 95 Prozent, bestätigte Schulleiterin Martina Bleckmann der Bild. Yaras Eltern wurde laut ihrem Vater Türkisch- und Islamunterricht für ihre Tochter angeboten, die Lehrervorträge bei einem Elternabend von einer Dolmetscherin ins Türkische übersetzt.

Die 8-jährige fand ihrem Vater zufolge als einzige Deutsche unter ihren Klassenkameraden keinen Anschluss, gewöhnte sich das schlechte Deutsch der anderen Schüler sogar an.

Im Juni eskalierte die Situation. „Yara wurde von einem Mitschüler geschubst, dann ritzte er meiner Tochter mit einem scharfen Gegenstand die Haut am Bauch auf, sodass sie stark blutete“, schildert Mike F. gegenüber Bild. Ein anderes Mal hätten drei arabische Klassenkameraden die 8-Jährige in den Schwitzkasten genommen und gewürgt.

Weil die Schule die Attacke angeblich nicht weiter verfolgt haben soll, informierte die Familie die Polizei und beantragte einen Schulwechsel. In der neuen Grundschule fühlt sich Yara nun wohl.

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