von su 05.11.2018 05:26 Uhr

Gedenkfeier vor „Terror-Denkmal“

Die Süd-Tiroler Freiheit Meran kritisiert die Gedenkfeier vom Sonntag am gewaltverherrlichenden Alpini-Denkmal in Meran. Das geht aus einer Medienaussendung der STF hervor.

Bild: STF

Das Alpini-Denkmal in Meran ist eine genaue Reproduktion jenes Ehrenmals, das die Stadt Mailand im Jahr 1913 zum ständigen Gedenken an die „Heldentaten“ des 5. Alpini-Regimentes im italienisch-türkischen Krieg 1911/12 errichten ließ, schreibt die STF in einer Aussendung.

In diesem Krieg, so die STF, hatte Italien die türkischen Provinzen Tripolitanien und Cyrenaika (Libyen) erobert. Danach begann ein bis 1931 dauernder Vernichtungskrieg gegen die libysche Bevölkerung, die sich verzweifelt gegen die Aggressoren zur Wehr setzte. Italien setzte dabei auch Giftgas ein und dezimierte die Bevölkerung in Konzentrationslagern und mit Todesmärschen durch die Wüste, schreibt die Süd-Tiroler Freiheit.

„Jeder versteht das die Streitkräfte ihrer gefallenen Kameraden Gedenken wollen. Jedoch vor einem Denkmal mit terrorverherrlichenden Hintergrund ist deplatziert. Dieses Denkmal gehört geschliffen!“ so der Meraner Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit Christoph Mitterhofer.

Die Süd-Tiroler Freiheit begrüßt die Abwesenheit des Meraner Bürgermeisters Rösch, stattdessen vertrat ihn der Stadtrat Zaccaria, so die STF.

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  1. swiss-austrianer
    05.11.2018

    Es ist ja schon mal ein gutes Zeichen, wenn der Bürgermeister von Meran dieser “Feier” fern bleibt. Noch besser wäre, dieses “Denkmal” überhaupt zu schelifen.

    • Diandl
      05.11.2018

      Vermutlich war der Bürgermeister krank oder anderweitig verpflichtet. Bisher hat er solchen Veranstaltungen immer mit stolz geschwellter und mit Trikolore-Schleife geschmückter Brust beigewohnt.

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