von ih 12.10.2018 16:08 Uhr

Wahlwerbung von Prior könnte Nachspiel haben

Der Prior von Maria Weißenstein, Mathieu Ngoa, ist vor wenigen Tagen in einer Wahlwerbung des Team Köllensperger für die anstehende Landtagswahl aufgetaucht. Die politische Unterstützung des Geistlichen für den Landtagskandidaten Christian Girardi sorgt innerhalb des Bischöflichen Ordinariats in Bozen allerdings für wenig Euphorie.

Mit diesem Foto wollte Prior Mathieu Ngoa eigenen Aussagen zufolge „keine politische Botschaft“ abgeben - Foto: Facebook

Auf Nachfrage von UT24 bei Eugen Runggaldier, Generalvikar der Diözese Bozen-Brixen, lässt dieser ausrichten, dass es Priestern laut dem Kodex der katholischen Kirche ausdrücklich untersagt sei, parteipolitische Aktivitäten durchzuführen.

So heißt es im Kanon 287§2 wortwörtlich: „In politischen Parteien und an der Leitung von Gewerkschaften dürfen sie (= Kleriker) nicht aktiv teilnehmen, außer dies ist nach dem Urteil der zuständigen kirchlichen Autorität erforderlich, um die Rechte der Kirche zu schützen oder das allgemeine Wohl zu fördern.“

Runggaldier will die Wahlwerbung von Ngoa daher nun an den zuständigen Ordensoberen weiterleiten. Dieser müsse dann darüber entscheiden, ob es Konsequenzen für den 47-jährigen Servitenpater geben wird.

„Ich habe einfach ein Foto gemacht“

Der Prior selbst kann die Aufregung um sein Foto, bei dem er unter anderem ein Schild des Team Köllensperger in der Hand hält, jedoch wenig nachvollziehen: „Ich habe einfach ein Foto mit einem Freund gemacht und will mit Politik nichts zu tun haben. Ich habe ja noch nicht einmal die Staatsbürgerschaft, geschweige denn darf ich wählen“, erklärt Ngoa im Gespräch mit UT24.

Girardi sei lediglich ein guter Freund von ihm. Dass dieser das gemeinsame Foto jedoch ausgerechnet für seinen Landtagswahlkampf verwendet, möchte der Geistliche nicht weiter kommentieren. „Das betrifft mich nicht. Was er politisch tut, ist nicht meine Sache“, so Ngoa.

Mit dem Foto habe der 47-Jährige jedenfalls „keine politische Botschaft“ aussenden wollen, beteuert er. Dass er auf dem Bild aber ausgerechnet ein Schild des Team Köllensperger in der Hand halte, sei für ihn in diesem Moment „nichts politisches gewesen“.

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