von ih 16.04.2018 11:20 Uhr

„Transit-Lobby gefährdet Gesundheit“: Kompatscher schweigt

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet die Haltung der Transit-Lobby, welche die italienische Regierung auffordert, mit rechtlichen Schritten gegen die Blockabfertigungen und LKW-Fahrverbote in Nordtirol vorzugehen, als empörend. Anstatt sich auf die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu konzentrieren, wollen die italienischen Frächter noch mehr LKW über die Brennerautobahn donnern lassen und nehmen dabei die massive Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung billigend in Kauf.

APA (Archiv/Pfarrhofer)

Es sei für Knoll beschämend genug, dass sich ausgerechnet ein Südtiroler Frächter-Unternehmer an die Spitze der italienischen Transit-Lobby stellt und somit der eigenen Bevölkerung Schaden zufüge. Nicht minder verwerflich sei aber das ostentative Schweigen der Südtiroler Landesregierung, die zu alledem offenbar gar nichts zu sagen habe. Während der Tiroler Landeshauptmann umgehend protestierte, sei von Kompatscher kein Wort zu hören gewesen.

Im Gegensatz zur SVP-Landesregierung spricht die Süd-Tiroler Freiheit dem Bundesland Tirol und der österreichischen Regierung die volle Zustimmung zur Einschränkung des LKW-Verkehrs aus, da damit auch die Bevölkerung in Südtirol entlastet werde.

Infoabend zu Transit-Terror im Wipptal

Die Süd-Tiroler Freiheit will die Untätigkeit der Südtiroler Landesregierung nicht hinnehmen und weitere Schritte im Landtag und Regionalrat setzen, um die Bevölkerung aufzuklären und politische Maßnahmen zur Reduzierung des LKW-Verkehrs über den Brenner einzufordern.

Bereits diesen Mittwoch, den 18. April, wird die Regionalratsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit ― in Zusammenarbeit mit dem Transitforum Austria und Fritz Gurgiser ― in Trens im Wipptal einen Informations-Abend abhalten, bei welchem die Bevölkerung umfassend über die schwerwiegenden Folgen des LKW-Terrors informiert werden soll.

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